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2005 - 2008
Heike Thormann Alle Rechte vorbehalten. Abdruck & Verwendung nur mit schriftl. Genehmigung. |
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von Heike Thormann Der Medienalltag schenkt uns Anregung, Wissen und Kommunikation. Aber er kann uns auch Stress, Konzentrationsmängel und ein nachlassendes Gedächtnis bescheren. Üben Sie, Informationen und Reize bewusst aufzunehmen. Für ein klares Denken, kreativen Flow und eine intensivere Wahrnehmung Ihrer selbst. Das Telefon schrillt, das Radio dudelt, der Fernseher läuft. Das eMail-Programm plinkt und winkt bei einer neuen Nachricht vielleicht noch mit einer kleinen Fahne. Manche leiden vom vielen SMS-Schreiben schon an einem Handydaumen wie andere an einem Tennisarm. Und natürlich wollen Bücher und Zeitungen gelesen, Weblogs kommentiert, virtuelle Welten gepflegt und Auktionen bei eBay verfolgt werden. Der ganz normale Medienalltag also. Mit einer Fülle an Informations- und Interaktionsmöglichkeiten, die es früher so nie gegeben hat, ob beruflich oder privat. Nicht unbedingt ein Problem in der Sache an sich. Im Gegenteil. Die mediale Fülle kann ein Segen sein, uns Anregung, Wissen und Kommunikation schenken. Mit Sicherheit aber ein Problem, wenn wir diesem Medienalltag ungesteuert und vielleicht noch mehrere Quellen gleichzeitig nutzend nachgehen. Permanenter Stresszustand nennen das die Experten, wenn unser Gehirn ständig umschalten muss und unter Dauerberieselung steht. Von Kopfschmerzen und Schlafstörungen bis hin zu Konzentrationsmängeln und nachlassendem Gedächtnis ist alles drin. Vielleicht noch schlimmer: Auch das Denkvermögen leidet. Abgelenkt und mit zersplitterter Aufmerksamkeit fällt es uns schwer, eine Sache gründlich zu durchdenken, Zusammenhänge zu erkennen. Geistige Höhenflüge haben da einen schweren Stand. Der kreativitätsfördernde Flow (mehr ...), der sich einstellt, wenn wir konzentriert einer Sache nachgehen, erst recht. Da hilft nur eines: Abschalten. Raus aus dem Sog, den all diese Impulse auf uns ausüben. Weg von dem Vollzeitprogramm, in das wir uns gern stürzen würden. Wir müssen wieder lernen, unsere Aufmerksamkeit zu fokussieren, Informationen nacheinander und bewusst aufzunehmen. Erst dann können wir sie auch zur Gänze wahrnehmen. Probieren Sie es doch vielleicht einmal selbst und fangen Sie gleich radikal an.
© 2007 Heike Thormann, Erstveröffentlichung Artikeltipp Mehr zum Thema Medienentzug und Konzentration auf sich selbst finden Sie in der Kolumne In der Stille, weitere Übungsmöglichkeiten in der Schreibübung Konzentration. Alle Artikel finden Sie bequem zum Nachschlagen in der Seitenübersicht. Und immer auf dem Laufenden bleiben Sie mit meinem Newsletter. Er informiert Sie regelmäßig über die neuesten Tipps, Downloads und Übungen. Kostenlos und unverbindlich.
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