Bleiben Sie auf dem Laufenden:
Newsletter lesen »
Feed lesen »




Essen Sie sich schlau: Besser konzentrieren mit Vitaminen

Man kann Konzentration einüben oder erwerben, ja. Man kann sie aber auch regelrecht „essen“ – mit den richtigen Lebensmitteln und Vitaminen. Nein, Wunder verspreche ich Ihnen nicht. Nur eine Unterstützung für Ihre grauen Zellen, Ihr Denkvermögen und sogar Ihr Seelenleben. Werfen Sie einen Blick in mein kleines „Kochstudio“. 😉

Es gibt viele Dinge, die gut für Ihr Gehirn, Ihr Denken und Ihre Konzentration sind. Mentale Übungen natürlich. Auch mit Schreiben können Sie sich besser konzentrieren.

Viel Sauerstoff und frische Luft tun Ihrem Gehirn gut. Bewegung auch. (Ich merke, dass ich klarer denke, wenn ich eine Runde um den See gelaufen bin; auch wenn ich oft zunächst meinen inneren Schweinehund überwinden muss.)

Entspannungsübungen sollen nützlich sein. (Nicht zuletzt, um dem Tunnelblick unter Stress vorzubeugen.) Genug Erholung und Ruhepausen auch.

Es hat sich möglicherweise auch schon herumgesprochen, dass viel trinken hilft. 1,5 bis 2 Liter am Tag sollten es sein. Das hält Ihr Blut „geschmeidig“. Und je besser Ihr Gehirn durchblutet ist, desto besser ist das in der Regel auch für Ihre Denkfähigkeit.

(Achtung: Bitte nicht alles trinken, was flüssig ist, Hauptsache, die Menge stimmt. 😉 Am besten sind Wasser, verdünnte Obstsäfte und leichte Tees.)

Doch Sie tun auch etwas für Ihre Konzentration, wenn Sie sich „passend“, das heißt, für die Konzentration förderlich ernähren.

So verbessern zum Beispiel diverse Vitamine und Mineralstoffe Ihre Konzentrationsfähigkeit. Es gibt entsprechende Vitaminpräparate dafür. Doch man sollte solche konzentrierten Produkte nur in „Notlagen“, nicht langfristig und auf Dauer nehmen.

Besser ist es, wenn Sie von vornherein darauf achten, was Sie essen und womit Sie Ihrem Gehirn – und natürlich grundsätzlich Ihrer Gesundheit – einen Gefallen tun. Und da ich vor etwa einem Jahr angefangen habe, meine Ernährung umzustellen und, statt zu Fertignahrung zu greifen, jetzt meistens selbst koche, nenne ich Ihnen einige Vitamine und Lebensmittel, die gut für Ihre kleinen grauen Zellen sind.

(Noch mal Achtung: Ich bin weder Arzt noch Biologe, Neurologe oder sonstiger Fachmann. Ich nenne Ihnen Dinge, die ich recherchiert habe oder selbst anwende. Ich kann Fehlangaben nicht ausschließen. Und sicher wird es noch andere Lebensmittel als die genannten geben, die die erwähnten Vitamine in höherer Dosis enthalten.)

Nebenbei: Mein Kurs „Kreativ lernen“ zeigt Ihnen diverse Lerntechniken, mit denen Sie Konzentration und Gedächtnis verbessern. Frei nach dem Motto: Wer weiß, wie er richtig lernt, muss sich längst nicht so stark konzentrieren. 😉

Eisen

Bevor wir zu den Vitaminen kommen, hier noch ein Klassiker: Wenn Sie zu wenig Eisen im Blut haben, kann das zu Müdigkeit, Erschöpfung und eben Konzentrations-Schwierigkeiten führen. Vor allem Frauen sollten darauf achten, ihren Eisenspiegel stabil zu halten, damit nicht zu viel bei der Monatsblutung verloren geht.

Eisen ist besonders gut unter anderem in diesen Lebensmitteln enthalten: Meeresfrüchte (Tiefsee-Garnelen, Miesmuscheln), Fleisch (vor allem Leber, Blutwurst), grünes Gemüse, Linsen, Bohnen, Nüsse (Cashewnüsse, Haselnüsse usw.), Haferflocken, Petersilie, Vollkornprodukte.

Tipp von mir: Da ich Eisenpräparate nicht gut vertrage, aber latent zu wenig Eisen habe, helfe ich mir mit Rote-Bete-Saft und Hirse. Auch Hafer etwa in Haferkeksen, Haferflocken oder Ähnlichem zum Frühstück ist gut. Roter Traubensaft ist ebenfalls eine Möglichkeit.

Und nein, das schmeckt nicht so schrecklich, wie es sich vielleicht anhört. Der Rote-Bete-Saft ist schön würzig. Die Hirse kann man als Hirseflocken unter das Essen mischen oder als Ersatz für Reis nehmen. Und die Haferflocken kann man auf zig verschiedene Weisen „aufpeppen“: Mit Ahornsirup, mit Pfirsichen, und mehr. Versuchen Sie es.

Doch kommen wir zu den Vitaminen.

Vitamin D

Dieses Vitamin ist gut für Ihre Nerven und Ihr „Seelenleben“. Es wird vom Körper durch UV-Licht gebildet. Gehen Sie täglich für 15 Minuten an die frische Luft und tanken Sie Sonne auf. Sie merken meistens schon selbst, wie gut das tut.

Und wenn im Winter mit Sonne eher „Essig“ ist, finden Sie besonders viel Vitamin D unter anderem in diesen Lebensmitteln: „Fette“ Fische wie Hering, Forelle, Aal oder Lachs; Leber, Käse (vor allem Schmelzkäse), Eier, Milchprodukte und Avocados.

Tipp: Laufen Sie. Das macht den Kopf frei und baut Sie auf. Mmh, warten Sie, irgendwo habe ich sogar geschrieben, dass Sport kreativ macht. Hier: „Sport macht kreativ“

Vitamin C

Vitamin C ist ebenfalls gut für Nerven, Gehirn und „Seelenleben“. Zudem soll es die Lernfähigkeit verbessern.

Besonders gut enthalten ist es in frischem Obst (Hagebutte, Ananas, schwarze Johannisbeere, Kiwi, Zitrone, Apfelsine, Sanddorn) und frischem / rohem Gemüse (Brennessel, Paprika, Brokkoli, Grünkohl), teils auch Salat und Hülsenfrüchten.

Tipp: Probieren Sie mal eine Sanddorn-Marmelade. Nicht alltäglich, doch lecker.

B-Vitamine

Und nun kommen wir zu *dem* Geheimtipp für Konzentration und Denkvermögen: Die B-Vitamine. Die B-Vitamine umfassen eine ganze Gruppe von Vitaminen, die unter anderem gut für Neurotransmitter („Botenstoffe“) und Nerven sind. Wer zu wenig davon hat, wird schneller müde, ist unkonzentriert, schneller gestresst und „in nicht sonderlich guter Stimmung“. (Was von Reizbarkeit bis Depression reichen kann.)

Genug B-Vitamine (vor allem auch das seltene B12) sorgen dagegen für Optimismus, Lebensfreude, fluten das Gehirn mit mehr Sauerstoff, verbessern das Gedächtnis und stärken die Konzentration.

Ich nenne Ihnen gleich einige B-Vitamine und die Lebensmittel, in denen sie in höherem Maße vorkommen. Doch ein Tipp von mir schon mal vorweg: Bierhefe ist ein absoluter „Geheimtipp“ für B-Vitamine. (Nein, kein Bier, nur die Hefe. ;-)) Sie vereint gleich diverse davon in auffallend hoher Konzentration. Ich streue sie über selbstgemachte Suppen, Aufläufe oder Pfannengerichte.

Doch nun zu den einzelnen B-Vitaminen und ihren Lebensmitteln.

Vitamin B1

Leber, Vollkorngetreide, Haferflocken, grüne Erbsen und anderes grünes Gemüse, Nüsse, Sonnenblumenkerne, teils Kartoffeln und Naturreis

Vitamin B2

Seefisch, Milchprodukte, Vollkorngetreide, Salate und grünes (Blatt-) Gemüse

Vitamin B3 (auch als Niacin bekannt)

Leber, (See-) Fisch, Geflügel und zum Beispiel die oben erwähnte Bierhefe

Vitamin B5 (Pantothensäure)

Leber, Vollkornprodukte, Eier, Gemüse, Hülsenfrüchte

Vitamin B6

Leber, wieder „fette“ oder „fettige“, das heißt stark fetthaltige Fische wie zum Beispiel Hering und Sardinen, Weizenkleie / Weizenkeime, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte (auch gut Soja-Bohnen oder grüne Bohnen), Haselnüsse und andere Nüsse, teils auch Kartoffeln und Paprika

Vitamin B9 (Folsäure)

Leber, Weizenkeime, Spinat und andere (grüne) Salate oder Gemüse

Vitamin B12

Leber, (See-) Fisch, Milchprodukte (vor allem Käse, auch Quark), Eier (vor allem Eigelb), und natürlich, wie bei fast allen anderen B-Vitaminen auch, die berühmte Bierhefe

Weitere Vitalstoffe

Neben den erwähnten Vitaminen sollen unter anderem noch Biotin und die Omega-3-Fettsäuren gut für Gehirn, Nerven, Denkvermögen, Gedächtnis und Konzentration sein.

Biotin finden Sie zum Beispiel in Leber, Eigelb, Weizenkleie, Naturreis, Nüssen und auch Soja.

Tipp: Überlegen Sie, wie Sie die Weizenkleie verwenden sollen? Sie können sie genauso wie die Bierhefe verschiedenen Gerichten beigeben. Ich mische sie zum Beispiel in Müsli oder Joghurt- / Quarkspeisen.

Omega-3-Fettsäuren sind generell kleine „Wundermittel“, die auch anti-oxidantische Wirkung haben. Das heißt, sie sind gut für Ihr Immunsystem und Ihre Abwehrkräfte. Man kann zum Beispiel Kapseln mit Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl kaufen. Ich nutze lieber pflanzliche Quellen wie Leinöl oder Rapsöl. Die gehen dann in den Salat.

(Achtung: Leinöl schmeckt leicht nussig und verleiht Ihren Salaten damit eine entsprechende Note. Das ist nicht jedermanns Sache. Testen Sie selbst.)

Und noch ein Tipp: Essen Sie nicht zuviel Fleisch. Fleisch ist sicher ein wertvoller Nährstoff-Lieferant, ich ernähre mich auch nicht voll vegetarisch.

Doch von der ethischen Komponente mal abgesehen, geht zu viel Fleisch auch auf den PH-Wert. Das heißt, Fleisch ist, wie die erwähnten Fische, Zucker, Süßigkeiten, Alkohol und andere Dinge mehr, leider säurebildend. Und das macht „sauer“. 😉

Es gibt viele, viele schöne vegetarische Gerichte mit – wenn Sie wollen – leichten Fleisch-oder Fisch-Beilagen. Ausprobieren.

Ich wünsche Ihnen guten Appetit – und ein schlaues Köpfchen.

© 2012 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 04.09.12

Möchten Sie meinen Beitrag weiterempfehlen? Dann sage ich mal: Danke. :-)