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2005 - 2008
Heike Thormann Alle Rechte vorbehalten. Abdruck & Verwendung nur mit schriftl. Genehmigung. |
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von Heike Thormann Bei der Kreativitätstechnik Bisoziation bringen Sie zwei Kontexte zusammen, die normalerweise nichts miteinander zu tun haben. Damit können Sie eingefahrene Gleise verlassen und geistige Routinen durchbrechen. Der Begriff Bisoziation wurde in den 1970er Jahren vom Philosophen und Schriftsteller Arthur Koestler analog zur Assoziation geschaffen und meint sozusagen „zweimal assoziieren“. Der Unterschied Assoziation - Bisoziation Bei einer Assoziation steht die Ausgangsfrage im Mittelpunkt. Von hier aus lassen Sie Ihre Gedanken schweifen und überlegen, was Ihnen dazu alles einfällt. Dadurch bleiben Sie aber in einem zusammengehörigen Kontext. Beispiel: Sie müssen beim Thema Urlaub unwillkürlich an Ihre letzte Afrika-Tour denken. Bei einer Bisoziation hingegen assoziieren Sie zweimal: Das erste Mal sammeln Sie Gedanken und Ideen zu einem Thema, das möglichst wenig mit Ihrer Ausgangsfrage zu tun hat. Im zweiten Durchgang versuchen Sie dann, die Ausgangsfrage mit den so gewonnenen Assoziationen zu verknüpfen und durch diese neuen Ansätze zu lösen. Ein „Doppel-Denken“, mit dem Sie zwei Kontexte zusammenbringen, die ansonsten nichts gemein haben. Beispiel: Ihre Ausgangsfrage lautet „wo kann ich meinen nächsten Urlaub verbringen“. Anschließend könnten Sie spontan Assoziationen zu Ihrem Computerbildschirm wie etwa Microsoft oder weiß (die Farbe) oder flach wie eine Flunder (Flachbildschirm) sammeln. Und übertragen auf Ihre Ausgangsfrage könnten Sie Ihren nächsten Urlaub in der Heimat von Bill Gates, in der Antarktis (weiß) oder im Indischen Ozean verbringen (und tauchen). Sinn und Zweck einer Bisoziation Sinn der Sache ist es, durch die ungewöhnlichen Kombinationen eingefahrene Gleise zu verlassen und geistige Routinen zu durchbrechen. Eine Voraussetzung für Kreativität und eine ideale Basis, um durch die neue Perspektive auch abseitigere Ideen zu finden, sich ganz andere Lösungsmöglichkeiten zu erschließen. Zudem können Ihnen die Assoziationen auch dabei helfen, vergessene Erfahrungen und unbewusste Wünsche hervorzuholen, übergeordnete Zusammenhänge besser zu verstehen. Denn alle Ihre Assoziationen sind ein Spiegel Ihrer Gedanken und Kenntnisse. Was Sie um zwei Ecken an den Indischen Ozean denken lässt, ist genauso Ausdruck Ihrer selbst, wie die Verbindungen, die Sie – vielleicht zum ersten Mal bewusst - zwischen zwei Dingen ziehen. Nicht von ungefähr nutzt man bei der Bisoziation deshalb auch Bilder oder bildhafte Vergleiche, um die Suche nach Assoziationen zu unterstützen. Beide sprechen unsere Vorstellungskraft, die visuelle Arbeitsweise unseres Gehirns an. Beide holen unsere Erinnerungen und unser – bildhaft gespeichertes – Wissen wieder hervor. Oder anders formuliert: Wer einen flachen Bildschirm vor seinem inneren Auge rotieren sieht, tut sich leichter damit, an eine ebenfalls flache Flunder zu denken. Und von dort ist es dann auch nicht mehr weit zum nächstbesten Gewässer. ;-) Wie funktioniert die Bisoziation?
Artikeltipp Für diese Methode gibt es auch ein Formular zum Downloaden. © 2007 Heike Thormann, Erstveröffentlichung
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