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2005 - 2008
Heike Thormann Alle Rechte vorbehalten. Abdruck & Verwendung nur mit schriftl. Genehmigung. |
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von Heike Thormann Kreativitätstechniken führen hierzulande durchaus noch ein Schattendasein. Die meisten von ihnen sind schlicht unbekannt. Brainstorming ist da eine Ausnahme. Wenn jemand nach einer Technik gefragt wird, um Ideen zu finden, fällt ihm vermutlich als erstes – und oft einziges – Brainstorming ein. Brainstorming ist also bekannt. Durchgeführt wird es dennoch oft fehlerhaft. Viele verbinden mit dem Wort Brainstorming ein wildes In-den-Raum-werfen von Ideen und aus. Das ist allerdings nur teilweise richtig. Wie funktioniert Brainstorming? Erfunden hat diese Technik der amerikanische Werbefachmann Alex Osborn, um destruktiven, wenig ergiebigen Ideen-Workshops vorzubeugen. Dabei wird eine Frage, ein Problem visualisiert – zum Beispiel auf eine Pinnwand geschrieben. Die etwa 5 bis 7 Teilnehmer bringen ihre Ideen ein, die ein Protokollant oder Moderator dann (möglichst für alle sichtbar) schriftlich festhält. Wichtig ist, auch die erfahrungsgemäß auftretenden Ideenlöcher durchzuhalten und das Brainstorming nicht zu früh abzubrechen. Die Dauer des reinen Brainstormings beträgt so etwa 20 bis 40 Minuten. Wenn man allerdings noch Problemdefinition und Ideenbewertung mit einbezieht, können daraus auch leicht zwei bis drei Stunden werden. Ganz wichtig beim Brainstorming sind die vier Gebote, die da lauten:
Eigentlich von selbst verstehen sollte sich auch, dass man sich an die „Grundprinzipien guter Kommunikation“ hält. Also: Aktiv den anderen Teilnehmern zuhört, jeden ausreden lässt und seine eigenen Beiträge möglichst kurz fasst. - Da sich das allerdings oft doch nicht von selbst versteht, kann man Brainstorming auch gleich als Kommunikationstraining mit ansehen. Die Vorteile des Brainstorming sind:
Nachteile hat die Technik allerdings auch aufzuweisen (was nicht ...):
Dennoch ist ein Brainstorming immer gut, um
Wichtig ist allerdings, dass man sich wirklich
Eine Variante, um wenigstens einige der Probleme des Brainstormings auszuschalten und die gegenseitige Beeinflussung der Teilnehmer teilweise zu unterbinden, wäre es, das Brainstorming mit einer Kartenabfrage zu verbinden. Dabei schreiben die Teilnehmer ihre Ideen zu einem vorher definierten Problem auf Moderationskarten, die dann anonym oder öffentlich an einer Pinnwand gesammelt werden. Eine weitere Variante ist das Solo-Brainstorming, das auch in Einzelarbeit durchgeführt werden kann. Der Vorteil dieser Methode ist allerdings auch gleichzeitig ihr Nachteil: Die Gruppensituation fällt weg. Also kein Gruppendruck mehr, keine Hierarchiespielchen, kein (vermeintlicher) Anpassungszwang und keine hemmende Beeinflussung der Ideen. Aber auch keine Anregungen und ungewöhnlichen Blickwinkel aus der Gruppe, kein zusätzliches Hintergrundwissen. © 2005 Heike Thormann, Erstveröffentlichung
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