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Drei Tipps gegen den Kreativitätskiller Stress

„Ich kann jetzt nicht kreativ sein, ich bin total im Stress.“ Diese reflexartige Abwehr (oder dieser schwere Seufzer, je nach Einstellung) schallt einem nicht nur aus überlasteten Redaktionen entgegen. Und in der Tat: Stress ist ein Kreativitätskiller par excellence. Stress produziert den berühmten Tunnelblick und lässt einen auf Autopilot gehen. Kreative Höhenflüge haben da ausgedient.

Logisch, dass die eine oder andere Anti-Stress-Maßnahme Sinn machen würde. Hilfreiche Tipps gibt es dafür ja zuhauf, Erklärungen für das Phänomen Stress ebenfalls.

Der Psychologe Burkhard G. Busch (Denken mit dem Bauch) hat bei seiner Beschäftigung mit dem intuitiven Bauchdenken drei übergeordnete Quellen für Stress ausgemacht. Versuchen Sie, diese so gut es geht zu begrenzen, und Sie tun Ihrer Intuition und Kreativität einen großen Gefallen. 😉

1. Begrenzen Sie die Anzahl von Impulsen

Wer sich heutzutage in ein Kloster flüchtet oder sich für den Trend der Entschleunigung begeistert, will unter anderem einem entfliehen: Der ständig steigenden Zahl von Impulsen, Informationen und Sinneseindrücken, die auf uns einstürzen.

Egal, ob im Berufsalltag oder Privatleben: Der Mensch ist einfach nicht für die Fülle von Eindrücken, Anforderungen und Wahlmöglichkeiten gemacht, die uns heute heimsuchen. Immer mehr, immer höher, immer schneller – kein Wunder, dass unser Körper sich wehrt und unser Geist abschaltet.

Schieben Sie dem einen Riegel vor und gönnen Sie sich ganz gezielt immer wieder Auszeiten und Phasen der Ruhe. Lernen Sie, Ihre Aufmerksamkeit nur jeweils einer Sache zugleich zu widmen, statt sich im Gewitter des Multitasking zu erschöpfen.

2. Erweitern Sie Ihren Handlungsspielraum

Kein Witz, Überbevölkerung kann tödlichen Stress auslösen. Was im Tierreich experimentell erforscht ist, kann man auch beim Menschen beobachten: Je enger man aufeinander hockt und je geringer die Ausweichmöglichkeiten zu sein scheinen, desto höher die Aggressivität, die sich gegen andere richtet, und der Stress, unter den man sich selbst setzt.

Das gilt im übrigen nicht nur für die räumliche Enge. Je weniger wir über unser eigenes Leben entscheiden können, je weniger Handlungsmöglichkeiten wir zum Beispiel im Beruf haben, desto größer wieder der Stress – und desto schlechtere Karten für unsere Kreativität.

3. Schützen Sie Ihre Werte

Und auch das kann uns erheblich unter Stress setzen: Wenn unsere Werte bedroht sind. Also die Regeln, mit denen wir aufgewachsen sind, die Wertvorstellungen, die wir uns zugelegt haben, das Selbstbild, das wir von uns hegen.

Wenn Sie zum Beispiel im Büro oder vom Partner ständig eins auf den Deckel kriegen, erzeugt das massiven Wertestress: Sie sehen die Dinge anders, aber offenbar leider falsch, sonst würde man Sie nicht ständig maßregeln. Sie haben Unrecht, alle anderen haben Recht: Ihre Werte sind bedroht. Ihre Ideen werden verlacht, geringgeschätzt oder abgetan: Ihre Werte und Ihre Kreativität sind bedroht.

Deshalb muss eine Grundregel bei jeder kreativen Tätigkeit lauten: Alle Ideen sind erlaubt und erwünscht, es gibt kein Richtig oder Falsch. Nur wer sich nicht angegriffen fühlen muss, kann auch kreativ werden.

© 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 05.03.2009

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