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Feiern Sie mal: 10 Ideen, wie Sie Ihre Erfolge sehen

Es ist ja so typisch für uns: An unseren Fehlern und Schwächen kritteln wir gern herum. Hochfliegende, aber noch nicht erreichte Träume und Ziele drohen uns in das schönste Motivationsloch zu stürzen. Das wäre nicht nötig, wenn wir unsere Erfolge besser sehen könnten. Hier habe ich ein paar Ideen für Sie, um sich mal ordentlich selbst zu feiern.

Ein Tipp, um besser durchzuhalten, lautet, immer wieder Zwischenschau zu halten und sich seine bis dahin erreichten Erfolge klarzumachen.

Denn wenn das Ziel noch weit ist, kann die Motivation schon mal in den Keller gehen. Sind wir uns aber bewusst, dass wir uns sozusagen auf einer „Erfolgsspur“ befinden und einen (Teil-) Erfolg nach dem nächsten einfahren, sieht die Sache schon ganz anders aus. Erheblich motivierender. 😉

Seltsamerweise ist das aber etwas, was vielen von uns schwerfällt: Unsere Erfolge zu sehen.

Entweder sind wir zu geübt darin, an uns herumzukritteln und zu kritisieren. Falscher Perfektionismus lässt grüßen. Oder wir starren zu sehr auf das hohe Ziel und blasen Trübsal, weil wir es noch nicht erreicht haben.

Deshalb kommen hier ein paar Ideen, wie Sie besser Ihre Erfolge sehen und wahrnehmen.

Die Basis: Träumen Sie groß, aber planen Sie klein

Hohe Ziele haben durchaus ihren Nutzen, aber sie können auch entmutigen. Träumen Sie deshalb ruhig groß, aber planen Sie klein. Schließlich ist nichts motivierender, als die ersten Erfolge zu sehen. Und je überschaubarer Ihre Teilziele sind, desto schneller werden Sie sie erreichen.

1. Haken Sie Ihre Teilziele ab

Ihr Gehirn wird Ihre Erfolge und Teilerfolge besser wahrnehmen, wenn es sie buchstäblich sehen kann. Legen Sie deshalb zum Beispiel eine Liste mit Teilzielen an, die Sie erreichen wollen. Haken Sie dann jeden einzelnen Erfolg ab, den Sie erreicht haben.

Oder legen Sie sich einen kleinen Stapel Notizblättchen mit Aufgaben zu. Werfen Sie anschließend Zettel für Zettel einzelne Aufgaben weg, die Sie erledigt haben. Wenn es Ihnen so geht wie mir, wird Ihnen allein dieses Wegwerfen schon Freude bereiten. 😉

2. Listen Sie Merkmale auf, an denen Sie Ihren Erfolg erkennen

Wenn Sie noch nicht genau wissen, ab wann Sie von einem Erfolg sprechen können und wollen, überlegen Sie, welche Merkmale Ihnen verraten „aha, ich habe mein Ziel erfolgreich erreicht“.

Nehmen wir an, Sie wollen sich besser ernähren. Dann könnte dieses Ziel „besser ernähren“ bedeuten, dass Sie

  • keine Kekse mehr im Bett essen
  • sich weniger Fast Food reindrücken
  • stattdessen mehr Obst und Gemüse essen
  • nicht schlingen, sondern bedächtig essen

Und so weiter, und so fort.

Wenn Sie können, formulieren Sie auch ruhig so konkret wie möglich. Was genau bedeutet für Sie zum Beispiel „mehr Obst und Gemüse essen“? Ein Stück pro Woche? Eines am Tag?

Haken Sie dann jedes Mal so ein Merkmal ab, wenn Sie es erreicht haben beziehungsweise tragen Sie den Zwischen-Fortschritt ein. Also etwa: KW 1 zwei Äpfel gegessen, KW 2 drei Äpfel gegessen, KW 4 leichter Rückschlag ohne Äpfel, KW wieder drei Äpfel gegessen pp.

3. Halten Sie Kennziffern und Statistiken fest

Überhaupt sind konkrete Messgrößen immer gut, um ein besseres Gefühl für Ihre Erfolge zu bekommen.

Schauen Sie immer wieder auf Kennziffern, führen Sie Statistiken.

Also etwa:

  • Jahr 1 xx vom Haus abbezahlt, Jahr 2 yy vom Haus abbezahlt, pp.
  • Jahr 1 20 Zuschauer bei meiner Show gehabt, Jahr 2 schon 40 Zuschauer.
  • Die ersten 100 Seiten von meinem Buch geschrieben, die zweiten 100 Seiten, pp.

4. Arbeiten Sie mit Vorher-Nachher-Fotos

Wenn Ihre Erfolge materieller Natur sind, können Sie sie vielleicht auch ganz bildlich festhalten.

Machen Sie zum Beispiel Fotos vom Umbau Ihres Hauses. Jede Woche wird ein neuer Bau-Abschnitt in strahlender Schönheit in die Höhe wachsen.

5. Malen Sie Ihre Zielcollage aus

Arbeiten Sie mit Zielcollagen? Dann könnten Sie zum Beispiel Ihre Wunschbilder erst nur mit Umrissen zeichnen, schattenhaft. Und jeder Traum, den Sie verwirklicht haben, wird farbig ausgemalt, bis das Bild langsam Gestalt annimmt.

Oder variieren Sie Ihre Zielcollage ab: Kleben Sie Ihre Wunschbilder nicht auf einer Unterlage auf, sondern sammeln Sie sie in einer Kiste. Jedes Mal, wenn Sie einen Erfolg einfahren konnten, wandert das entsprechende Bild sichtbar auf die Unterlage oder an die Wand.

6. Beobachten Sie sich selbst

Versuchen Sie, sich selbst besser wahrzunehmen und Ihre persönliche Entwicklung zu erkennen.

Das ist, zugegebenermaßen, etwas schwieriger, kann aber lohnend sein. Schauen Sie zum Beispiel, ob Sie bestimmte Verhaltensweisen verändert haben. Sind Sie früher an die Decke gegangen und jetzt die Ruhe selbst? Das wäre ein Fortschritt. Haben Sie früher bei jeder Kleinigkeit nach Hilfe gerufen und machen es jetzt selbst? Das wäre ein weiterer.

7. Machen Sie einen Sturz in die Vergangenheit

Hilfreich ist bei solchen Selbstbeobachtungen auch, bestimmte Fixpunkte auszumachen, um das veränderte Verhalten feststellen zu können.

Also etwa eine feste Situation wie: Früher bei PC-Problemen gereizt jemanden angerufen, der sich damit besser auskennt. Heute Muster gefunden, das Ganze in Ruhe anzugehen.

Oder überlegen Sie, wie Sie vor fünf, vor zehn, vor zwanzig Jahren waren, und wo Sie seitdem alles Erfolge erzielt haben.

Besonders praktisch in dieser Hinsicht: Alte Dias und Fotos, Klassentreffen, Besuche an alten Schauplätzen wie der ehemaligen Schule, pp. Solche Hilfsmittel werden die Erinnerungen rücksturzartig wieder hochkommen lassen.

Achtung: Achten Sie darauf, eine positive Perspektive beizubehalten. Achten Sie auf Ihre Erfolge. Machen Sie sich nicht verrückt damit, dass Sie mit 20 Superstar werden wollten und davon immer noch meilenweit entfernt sind. Sonst endet Ihr Klassentreffen schnell in Verbitterung und das wäre kontraproduktiv. 😉

8. Alte Leistungen auf Verbesserungen abklopfen

Führen Sie sich dann lieber alte Leistungen noch mal neu vor Augen und stellen Sie erfreut Ihre Fortschritte fest.

Wenn beispielsweise Ihre Abi-Klausuren früher durchaus gut ausfielen, Sie aber heute „so einen Quatsch“ niemals mehr schreiben würden – hey, dann müssen Sie besser geworden sein. 😉

9. Alte Träume aufschreiben und auf Verwirklichung abklopfen

Oft gehen uns unsere Erfolge schlicht im Eifer des Gefechts durch die Lappen. Halten Sie deshalb wieder Rückschau: Wovon haben Sie früher geträumt, und was haben Sie davon schon alles verwirklicht?

Also etwa: Ich wollte immer eine Katze haben – erledigt. Ich wollte immer mit dem Schreiben mein Geld verdienen – erledigt. Und so weiter, und so fort.

Achtung, auch hier gilt wieder: Bitte mit positivem Fokus. Nicht angesichts all des Unerledigten den Kopf in den Sand stecken und nie wieder rauskommen. 😉

10. Systematisch nach Erfolgen suchen

Umgekehrt geht es auch: Nehmen Sie sich einen bestimmten Zeitabschnitt vor, etwa die letzten drei oder fünf oder zehn Jahre. Listen Sie anschließend systematisch auf, was Sie alles geschafft und erreicht haben.

Mein lieber Mann: Ist das kein Grund, stolz auf sich zu sein? :-)

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 31.05.2010

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