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10 Tipps, wie Sie erfolgreich lernen

Wer Probleme beim Lernen hat, muss keine Null sein, die es einfach nicht hinkriegt. Wer nicht lernen kann, weiß vielleicht einfach nicht, wie man richtig lernt. Nun kann ich Ihnen nicht mit zehn kurzen Tipps zeigen, wie Sie lernen, zu lernen. Aber ein paar Tricks und Kniffe, wie Sie erfolgreich lernen, die sind hier drin.

1. Klären Sie die Voraussetzungen

Lernen Sie nicht einfach drauflos. Es macht wenig Sinn, morgens die Fahrt zur Arbeit für ein paar Vokabeln zu nutzen, wenn Sie ein Nachtmensch sind und aus Ihren verquollenen Augen kaum geradeaus sehen können. Es macht auch wenig Sinn, am Küchentisch zu lernen, wenn Sie damit unterbewusst immer nur hektisches Manövrieren zwischen Töpfen und Tellern verbinden.

Klären Sie die Voraussetzungen: Finden Sie heraus, wann, wo und wie Sie am besten lernen. (Lernstil erkennen) Überlegen Sie, ob Sie beispielsweise lieber allein oder mit anderen lernen, ob Sie lieber mit Büchern oder mit Audio-Dateien arbeiten. (Lerntyp erkennen) Beobachten Sie sich selbst, zu welchen Zeiten Sie besonders gut lernen. (Nach dem Biorhythmus lernen.) Suchen Sie sich einen Lernort, an dem Sie sich wohlfühlen und entspannt arbeiten.

2. Stimmen Sie sich positiv ein

Theoretisch können wir auch lernen, wenn wir uns unter Druck setzen. Angenehmer und nicht zuletzt oft erfolgreicher wird es aber, wenn wir uns positiv einstimmen und sozusagen auf das Lernen freuen. Denken Sie zum Beispiel an Ihr Hobby: Fällt es Ihnen da schwer, sich zu motivieren und, sagen wir, Fotografieren oder Segeln zu lernen? Sehen Sie, die positive Grundeinstellung macht’s. 😉

Nun werden Sie nicht alles ähnlich freudig lernen wie Ihr Hobby. Aber helfen Sie zumindest ein wenig nach: Machen Sie sich klar, welchen Gewinn Sie davon haben, etwas zu lernen. Wie hilft Ihnen das neue Wissen weiter? Inwiefern profitieren Sie davon?

3. Planen und organisieren Sie

Lernen Sie nicht ins Blaue hinein. Wenn Sie Pech haben, lernen Sie zu viel, zu wenig oder das Falsche. Überlegen Sie vorher ganz genau: Was will ich überhaupt lernen? Was brauche ich wirklich? Und worauf könnte ich auch verzichten? Schrumpfen Sie Ihren Lernstoff auf das Notwendige herunter.

Teilen Sie dieses „Skelett“ anschließend in handliche, machbare Aufgaben ein. Arbeiten Sie eine sinnvolle Reihenfolge heraus. Und versehen Sie alles mit Terminen, Fristen oder Ähnlichem, die Ihrem Vorgehen eine Struktur geben.

4. Machen Sie sich mit dem Lernstoff vertraut

Gehen Sie in Gedanken oder ganz buchstäblich Ihren Lernstoff durch. Sichten Sie Unterlagen, Bücher, Skripte oder Aufgaben, was auch immer. Machen Sie sich Ihren Lernstoff vertraut. Damit bereiten Sie den Boden fürs spätere Lernen. So schaffen Sie den Rahmen, in dem Ihr Gehirn alles Kommende leichter einordnen kann.

Suchen Sie auch nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten zu schon vorhandenem Wissen. So schaffen Sie Anknüpfungspunkte, an denen Ihr Gehirn die neuen Informationen andocken kann.

5. Bearbeiten Sie Ihren Lernstoff

Preisfrage: Was ist der Unterschied zwischen „nur gelesen“ und „selbst getan“? Nun, zum einen werden Sie alles, was Sie bearbeiten oder sich selbst erarbeiten, besser verstehen, denn Sie haben sich aktiv mit dem Lernstoff auseinandergesetzt.

Sie werden sich die Dinge aber auch besser merken. Denn durch das aktive Tun setzen sich die neuen Informationen effektiver im Gedächtnis fest, als wenn Sie etwas nur lesen.

Belassen Sie es deshalb nicht beim Lesen. Strukturieren und gliedern Sie Ihr Material. Versuchen Sie, das Wesentliche zu erkennen. Schauen Sie, ob Sie Gesetzmäßigkeiten erkennen können. Und anderes mehr.

6. Lernen Sie mit allen Sinnen

Es klang gerade schon an: Etwas aktiv zu tun, ist besser, als etwas nur zu lesen. Nicht zuletzt, weil Sie mehr Lernkanäle beziehungsweise Sinneskanäle ansprechen, also Wege, über die das neue Wissen Ihr Gehirn erreicht und aufgenommen wird.

Lernen Sie deshalb mit allen Sinnen, sprechen Sie verschiedene Lernwege an.

  • Schreiben oder zeichnen Sie die neuen Inhalte.
  • Arbeiten Sie mit Unterstreichungen, Farben oder Ähnlichem.
  • Erfassen Sie die Zusammenhänge mit einer Mind Map.
  • Stellen Sie sich das Gelernte bildlich vor.
  • Verknüpfen Sie es mit Gefühlen.
  • Sprechen Sie sich Ihren Lernstoff laut vor.
  • Erzählen Sie sich Geschichten.
  • Gehen Sie beim Lernen auf und ab.
  • Und so weiter, und so fort.

Je mehr Sinne Sie einbeziehen, desto leichter können Sie sich etwas merken.

7. Lernen Sie in Blöcken

Achten Sie darauf, ähnlichen Lernstoff nicht unmittelbar hintereinander zu lernen. Damit würden Sie Überlagerungen produzieren, die entweder den neuen Lernstoff blockieren oder den bereits gelernten älteren überlagern. Lernen Sie also nicht zum Beispiel erst Französisch und dann Spanisch. Beide Sprachen ähneln sich zu sehr.

Lernen Sie in Blöcken. Das heißt, wechseln Sie verschiedene Themen und Inhalte ab. Oder machen Sie zwischendurch etwas völlig anderes.

Das empfiehlt sich übrigens generell, nicht nur bei ähnlichen Lernstoffen. Ihr neues Wissen kann sich so besser setzen, ohne sich mit anderen Informationen ins Gehege zu kommen.

Und das i-Tüpfelchen ist, dass Ihr Gehirn sich Anfang und Ende einer Lerneinheit besser merken kann als den Mittelteil. Die Aufmerksamkeit ist hier höher. Das bedeutet: Je mehr „Blöcke“ Sie haben, je öfter Sie also etwas beginnen oder beenden, desto mehr neues Wissen wird auch hängenbleiben.

8. Lernen Sie nicht zu viel auf einmal

Manchmal lässt es sich nicht vermeiden und der eine oder andere Gewaltmarsch im Lernen muss her. Besonders förderlich ist die Sache aber nicht. Wenn Sie nicht gerade eine Prüfung bestehen und dann mit dem ganzen Kladderadatsch nichts mehr zu tun haben wollen, würde ich davon abraten.

Lernen Sie lieber regelmäßig eine überschaubare Menge. Weniger kraftraubend und längerfristig haltbar. 😉

9. Wiederholen und kontrollieren Sie

Gehen Sie besser nicht davon aus, dass es ausreicht, etwas nur einmal zu lernen. 😉 Das tut es vielleicht, um etwas verstanden zu haben. Das reicht aber nicht, um sich etwas zu merken und länger im Gedächtnis zu behalten.

Hier gilt vielmehr: Je öfter Sie etwas wiederholen, desto dicker sind die „Bahnen“, die Sie in Ihrem Gedächtnis ziehen. Und desto besser werden Sie sich etwas merken.

(Jedenfalls bis zu einem gewissen Punkt. Man kann es auch übertreiben und zu viel lernen. ;-))

Kontrollieren Sie auch regelmäßig Ihren Lernerfolg. Nehmen Sie sich erneut vor, was noch nicht richtig sitzt. Oder gehen Sie auf Spurensuche und analysieren Sie, woran es vielleicht gehakt hat. Bessern Sie dann fürs nächste Mal nach.

10. Belohnen Sie sich

Versüßen Sie sich das Lernen mit kleinen Belohnungen. Ob nach jeder Lernphase, bei größeren „Meilensteinen“ oder bei Bestehen wichtiger Prüfungen – das überlasse ich Ihnen. Ihnen wird schon etwas einfallen. Wohl bekomm’s. :-)

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Lernen.

Kurstipp:

Selbstlernkurs „Kreativ lernen“
Mit Kreativität leichter, schneller und besser lernen

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 02.06.10

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