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Mit der Intuition ist das so eine Sache. Sie kommt nicht auf Kommando, und manchmal können sich unsere Bauchgefühle sogar als äußerst schädlich erweisen. Dennoch schätzen Unternehmen sie als “richtigen Riecher” oder Sechsten Sinn.
Mit der Intuition ist das so eine Sache. Sie kommt nicht auf Kommando, und manchmal können sich unsere Bauchgefühle sogar als äußerst schädlich erweisen. Dennoch schätzen Unternehmen sie als “richtigen Riecher” oder Sechsten Sinn.
Das Problem ist, dass gängige Führungsprinzipien viel zu oft intuitiven Impulsen ein vorschnelles Ende setzen.
Starre Arbeitsanweisungen
Haupthindernis bei jedem Versuch, intuitiver zu arbeiten: Starre Anweisungen, die Ihren Mitarbeitern nur wenig Spielraum für ein eigenständiges Handeln lassen. Wo aber die Eigeninitiative fehlt, da kann auch die Intuition nicht blühen. Oder genauer: Sie werden nicht viel von ihr haben, wenn Ihre Mitarbeiter ihr nämlich nicht folgen, sondern sich blind an Ihre Vorgaben halten.
–> Für Sie bedeutet das: Geben Sie Richtlinien aus, aber keine Befehle. Führen Sie, aber beanspruchen Sie nicht die Kontrolle. Nehmen Sie Ergebnisse ab, aber überlassen Sie die Umsetzung dem Team.
Zwang zu mühsamen Absprachen
Intuition ist vor allem eines: Schnell. Ein schnelles Denken, das in Bruchteilen von Sekunden abläuft. Der Zwang zu langen Meetings oder mühsamen Absprachen, um Entscheidungen zu treffen, ist deshalb kontraproduktiv. Erst wenn Ihre Mitarbeiter handeln können, ohne sich weitschweifig erklären zu müssen, können sie dieses schnelle Denken entwickeln.
–> Für Sie bedeutet das: Gehen Sie das Risiko ein und vertrauen Sie Ihren Mitarbeitern. Sollte jemand dieses Vertrauen missbrauchen, können Sie immer noch eingreifen.
Alles erklärt und begründet haben wollen
Vielleicht haben Sie diese Erfahrung schon mal selbst gemacht: Sobald wir anfangen, über ein Gefühl nachzudenken oder unsere Intuition mit Worten beschreiben zu wollen, kommen wir aus dem Tritt. Wir verlieren den Flow. Daran sind sogenannte verbale Überschattungen schuld, die die schnellen intuitiven Impulse in unserem Gehirn mit logisch-analytischen überlagern.
–> Für Sie bedeutet das: Hat ein Mitarbeiter bei etwas ein intuitiv gutes Gefühl, dann zerreden Sie das nicht durch kleinste Nachfragen. Verunsichern Sie ihn nicht, lassen Sie ihn handeln. Zwischenergebnisse bewerten oder sensible Bereiche von der Handlungsfreiheit ausnehmen, können Sie immer noch.
© 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 16. Januar 2009
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