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8 Tipps, wie Sie neue Geschäftsideen finden

Nicht nur Existenzgründer brauchen eine Geschäftsidee. Jeder Selbstständige kommt irgendwann an den Punkt, an dem er sein Geschäft erweitern möchte oder nach neuen Produkten sucht. Das gilt auch für Künstler und Kreative. Deshalb habe ich hier einige Anregungen für Sie, wie Sie neue Geschäftsideen finden.

Existenzgründer brauchen eine Geschäftsidee. Logisch. Auch jemand, der ein neues (weiteres) Unternehmen gründen möchte, braucht eine Geschäftsidee. Doch im Grunde brauchen alle, die selbstständig sind, immer wieder neue Ideen, um ihr Geschäft zu erweitern oder zu verändern. Geschäftsideen eben.

Wenn Sie selbstständig sind, habe ich hier ein paar Anregungen für Sie. Einen Leitfaden, wie Sie neue Ideen finden und umsetzen, bietet Ihnen auch mein Kurs „Ideen für Kunden und Konzepte finden“.

1. Klauen und kopieren

Das machen viele ganz gern: Sie sehen sich die Ideen und Geschäftsmodelle von anderen Leuten an und ahmen diese nach.

Dabei ist der Aufwand natürlich am geringsten, doch der Schuss kann auch nach hinten losgehen: Der Markt ist schon relativ dicht besetzt, und für Sie fällt nur noch ein Teil vom „Kuchen“ ab. Das heißt, Sie schaffen sich im Grunde nur selbst Konkurrenz. Oder die Idee passt nicht nahtlos zu Ihnen, Ihren Fähigkeiten und Ihrer Ausgangssituation. Sie können Ihr Potenzial also nicht voll ausschöpfen. Mitunter identifizieren Sie sich auch nicht voll mit dem, was Sie tun.

Doch nicht jeder ist so ein ausgemachter „Individualist“, wie ich es bin. 😉 Viele übernehmen gern etwas, was ihnen gefällt. Das Franchising beruht auf diesem Grundgedanken. Das heißt, Sie klauen nicht, sondern Sie kaufen sich in ein bestehendes System ein und eröffnen sozusagen eine Filiale dazu.

2. Übertragen und anpassen

Sinnvoller als klauen und nachahmen finde ich es, die Ideen anderer auf die eigenen Verhältnisse zu übertragen und anzupassen.

Besonders clever gehen Sie vor, wenn Sie nach Anregungen in anderen Ländern oder bei anderen Branchen suchen. Zum einen vermeiden Sie es, Mitbewerbern zu ähnlich zu werden. Und zum anderen kann Sie der andere Hintergrund auf ganz neue Ideen bringen, mit denen Sie in Ihrem Bereich auf sich aufmerksam machen.

3. Nach Problemen Ausschau halten

Viele Geschäftsideen gehen auf den Frust zurück, den jemand mit etwas hatte. Ärgern Sie sich beispielsweise, warum es keine Fahrräder gibt, die auf Schnee fahren können? Oder leichte, schlanke Autos, die etwas von einem Motoroller haben? Dann wären das einige Geschäftsideen für Sie.

Andere beziehen ihre Ideen weniger aus eigenem Ärger. Sie halten nach Problemen Ausschau, die andere haben. Wo gibt es Bedürfnisse, die nicht oder nicht genug gestillt werden? Beispiel: Eine Katzen-Vermittlungs-Agentur, die heimatlos gewordene Katzen und ihre neuen Besitzer zusammenbringt.

4. Marktlücken und Nischen erkennen

Ich hatte oben schon erwähnt, dass es sinnvoll sein kann, auf individuell zu machen, statt den Erfolg anderer zu kopieren. Denn wenn Sie einzigartig sind, können Sie sich auch eine eigene Nische schaffen. Beispiel: Der „Tinten-Doktor“ bei mir um die Ecke, der sich hingebungsvoll um kaputte Drucker und unwillige, verklebte Patronen kümmert. Eine echte Alternative zur Wegwerf-Gesellschaft von heute.

5. Neue Erfindungen und Trends

Gerade im technisch-naturwissenschaftlich-medizinischen Bereich werden alle Naselang neue Entdeckungen gemacht. Eine ideale Basis für neue Geschäftsideen.

Doch es geht auch ohne große Innovationen. Die Gesellschaft und damit die Märkte sind ständig in Bewegung. Was heute „in“ ist, ist morgen „out“. Und schon steht der nächste Trend auf der Türschwelle. Können Sie so einen beginnenden Trend, neue Vorlieben oder veränderte Rahmenbedingungen ausfindig machen? Dann nutzen Sie sie.

6. Die eigene Leidenschaft

Bei Künstlern und Kreativen dürfte sie wohl die Basis für die meisten Geschäftsideen sein. Kreative sind Überzeugungstäter und wollen ihr Potenzial ausleben.

Achten Sie nur darauf, dass Sie nicht am Markt vorbeiagieren. Nur weil Sie begeistert von etwas sind, muss das nicht für den Rest der Welt gelten. Analysieren und testen Sie am Markt, bevor Sie sich in größere Risiken stürzen. Überlegen Sie: Wem (Zielgruppe) wollen Sie was (Angebot und Leistungen) auf welche Weise „verkaufen“ (Geschäftsmodell)?

7. Die eigenen Kunden

Wenn Sie schon länger am Markt tätig sind und über einen eigenen Kundenstamm verfügen, sollten Sie die Lauscher aufsperren. 😉

Denn Kunden (Teilnehmer, Leser und so fort) lassen immer wieder Bemerkungen fallen, was ihnen fehlt, was sie gern hätten, wo sie der Schuh drückt, was sie gut oder weniger gut finden. Je „ungesteuerter“ diese Bemerkungen sind, ohne ein „wie hättest du es gern“, das die Leute oft ausbremst, desto wertvoller sind sie.

8. Die Nachfolge

Sie müssen ein Geschäft nicht gründen, Sie können es auch kaufen, erben oder übernehmen. Das ist nicht immer leicht. Kinder von Unternehmern wissen oft ein Lied von den Streitereien zu singen, die sie mit ihren das Geschäft nach und nach übergebenden Eltern haben.

Und viele kaufen sich auch in eine Branche ein, obwohl sie weder das nötige Know-how noch die zu empfehlende Erfahrung mitbringen.

Doch wenn Sie diese Probleme gelöst bekommen, haben Sie einen Startvorteil: Ein funktionierendes Unternehmen mit einem bestehenden Kundenstamm.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg mit Ihren Geschäftsideen.

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 29.10.2010

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