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15 Tipps, wie Sie gute Vorsätze wieder loswerden

Alle Jahre wieder stellt die halbe Nation zu Beginn eines neuen Jahres gute Vorsätze auf. Und alle Jahre wieder bricht sie sie auch. Mit dem Ergebnis, dass man ein schlechtes Gewissen hat und sich mies fühlt. Das muss doch nicht sein. Sehen Sie zu, dass Sie Ihre Vorsätze möglichst früh wieder loswerden. Dann laufen Sie auch nicht Gefahr, sie brechen zu müssen. So geht’s.

(Ach so: Sie können diese Tipps natürlich auch umdrehen und lernen, wie Sie Ihre Vorsätze halten. Ob Sie dieses Risiko eingehen wollen, überlasse ich Ihnen. ;-))

Alle Jahre macht man sie, und alle Jahre bricht man sie – die guten Vorsätze. Dieses Jahr sollen endlich die Pfunde fallen. Der letzte Glimmstengel ist am Montag fällig. Danach brechen die rauchfreien Zeiten an – meint man. 😉

Doch spätestens im Februar ist alles wieder beim Alten. Und zurück bleiben Katzenjammer, Frust, selbstgemachter Druck und schlechtes Gewissen. Die Wahrscheinlichkeit, dass man bei den nächsten Vorsätzen noch schneller scheitert, steigt von Jahr zu Jahr.

Also dachte ich mir, ich schreibe Ihnen ein paar Ideen, wie Sie Ihre Vorsätze wieder loswerden, bevor diese Sie zu Fall bringen und Sie sich mies fühlen. Stellen Sie ihnen möglichst früh ein Bein. Lassen Sie sie nicht groß und stark werden. Wozu am Ende mit einem schlechtem Gewissen herumlaufen, wenn aus ihnen eh nichts wird.

Übrigens: Wenn Sie die „Anti-Vorsatz-Tipps“ aufmerksam studieren, werden Sie natürlich Möglichkeiten finden, wie Sie Ihre Vorsätze doch noch halten können. Ich überlasse es Ihnen, welche Variante Ihnen lieber ist. 😉

1. Im Ungewissen lassen

Wozu Verbindlichkeiten? Lassen Sie Ihre Vorsätze einfach im Ungewissen. Termine, Details … wer braucht das schon.

2. Auf Eis legen und vertagen

Das ist ein Klassiker: Wenn es mit der Diät für den Bikini-Körper in diesem Jahr nicht klappt, dann eben im nächsten. Warum es übers Knie brechen?

3. Definitionsprobleme vorschieben

Sind Sie sicher, dass es jetzt Montag mit Ihrer Diät losgehen soll? Meinten Sie nicht vielleicht den nächsten Montag – oder den übernächsten – oder den danach?

4. Sachzwänge ins Spiel bringen

Das ist auch ein Klassiker: Sie können ja gar nicht das tun, was Sie eigentlich tun wollen, weil die berühmten Sachzwänge Ihnen das verwehren. Wozu nach Möglichkeiten suchen?

5. An Vorbedingungen knüpfen

Sehen Sie es ein: Sie können sich gar keine größere Wohnung suchen. Denn dafür müssen Sie erst einen lukrativeren Job finden. Und dafür brauchen Sie die und die teure Ausbildung. Und dafür haben Sie weder Zeit noch Geld. Und deshalb wird das auch nichts mit der Wohnung. Logisch!?

6. Sich über Versuchungen beklagen

Ja, schon der Volksmund weiß: „Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist schwach.“ Kein Wunder, dass das mit Ihrer Diät nichts wird. Wenn man Sie auch ständig zu Kaffee und Kuchen einladen muss … Da sind Sie einfach machtlos. 😉

7. Sich über mangelnde Unterstützung beklagen

Lassen Sie Ihre Idee ruhig fallen, täglich zu laufen und Ihre Runden zu drehen. Da ja niemand aus Ihrem Umfeld Sie unterstützen und begleiten will, wäre das eh eine ziemliche Zumutung.

8. Sich über die Rahmenbedingungen beklagen

Haben Sie heute schon mal nach draußen gesehen? Da draußen liegt Schneee. Außerdem ist es kalt. Vielleicht sollten Sie doch besser bis zum Sommer mit Ihrem Laufprogramm warten?

9. Keinen Plan haben

Denken Sie bitte auf keinen Fall darüber nach, wie Sie Ihre Vorsätze verwirklichen wollen. So ohne jeden Schimmer, wie Sie vorgehen wollen, wird ganz sicher nichts aus ihnen.

10. In die Vollen gehen

Nehmen Sie es sportlich, geben Sie alles. Warum auf dem heimischen Hügel üben, wenn man auch gleich den Mount Everest angehen kann.

11. Vorzeitig abbrechen

Irgendwie ist es doch schöner, zu planen, als wirklich handeln zu müssen. Das tägliche Tun ist so viel mühsamer als die Planung auf dem Papier. Warum sich also selbst so quälen? 😉

12. Sie an einen guten Freund weiterreichen

Lassen Sie doch erst einmal einen anderen ran. So können Sie nicht nur sehr schön sehen, ob sich der Vorsatz realisieren lässt. Wer weiß, ob Sie überhaupt wirklich abnehmen wollen?

13. Entschuldigungen aneinanderreihen

Heute war es die Katze, die Ihren Diätplan gefressen hat. Gestern hat ihr knabberwütiger Wellensittich die Todo-Liste vernichtet. Und vorgestern … Bei so vielen zerstörerischen Hausfreunden können Sie wirklich überhaupt nichts dafür.

14. Dem Trägheitsgesetz folgen

Noch ein schöner Spruch: „Wasch mich, aber mach mich nicht nass.“ Bleiben Sie immer schön in Ihren Routinen und folgen Sie wie ein Planet Ihren Bahnen. Wenn Sie aus Ihren Gewohnheiten nicht ausbrechen, laufen Sie auch nicht Gefahr, womöglich erfolgreiche Veränderungen auszulösen.

15. Murphys Gesetz zitieren

Kennen Sie Murphys Gesetz „was schief gehen kann, geht schief“? Machen Sie das zu Ihrem täglichen Motivationsspruch. Je fatalistischer Sie werden, desto häufiger machen sämtliche guten Vorsätze einen großen Bogen um Sie.

Die Alternative: Machen Sie keine Vorsätze

Ach so, und wenn Sie mich jetzt fragen, was ich mit meinen guten Vorsätzen mache: Ich mache erst gar keine. 😉 Ich kann mich nicht daran erinnern, je zum Beispiel ins neue Jahr gestartet zu sein mit dem Vorsatz „ab dann und dann wird alles besser und dann tue ich das und das“.

Ich habe Wünsche und Träume, ich schmiede Pläne, ich setze mir Ziele, ich schreibe Todo-Listen. Und dann verwirkliche ich sie oder ich werfe sie wieder über Bord. Und manchmal mache ich beides, verwirkliche sie und werfe sie anschließend über Bord. 😉

Für mich schwingen in dem Konzept des Vorsatzes irgendwie schon Druck und Scheitern mit. Und das erzeugt, wie gesagt, ausgesprochen schlechte Gefühle, wenn man den Vorsatz nicht halten kann.

In diesem Sinne könnte man auch sagen: Machen Sie keine Vorsätze. Fangen Sie einfach an oder lassen Sie es sein. Warten Sie aber auf keinen Fall auf den nächsten Montag. 😉

PS: Wenn Sie noch die eine oder andere Motivationsspritze für Ihre Vorsätze brauchen, kann mein Kurs weiterhelfen: „Gehen Sie motiviert ans Werk. 7 Tipps für eine kreative Selbstmotivation.“

© 2013 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 25.01.13

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