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2005 - 2008
Heike Thormann Alle Rechte vorbehalten. Abdruck & Verwendung nur mit schriftl. Genehmigung. |
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von Heike Thormann Das Informationsangebot wächst ins Uferlose, der Informationsbedarf aber auch. Einige einfache Handgriffe und Tricks können Ihnen dabei helfen, sich im Informationsdschungel zurechtzufinden. Bücher sind ein Segen. Bücher sind ein Fluch. Ich bin mir sicher, viele von Ihnen kennen das: Diese Gier nach mehr. Das Verschlingen der Seiten. Atemlos, gebannt folgen wir dem Faden, den der Autor für uns spinnt. Die Stunden verrinnen, die Zeit vergeht. Wenn das eine Buch ausgelesen ist, kommt das nächste. Allerdings: Was in unserer Freizeit noch amüsant sein mag, erweist sich als Bumerang, wenn wir nicht zum Vergnügen lesen, sondern um zu lernen, nachzuschlagen, uns zu informieren. Informationsflut ist hier das Stichwort oder auch information overkill. Etwa 80.000 Neuerscheinungen gibt es jedes Jahr allein auf dem deutschen Buchmarkt. Dazu kommen eine Unzahl von Zeitungen, Zeitschriften, Internetseiten, Firmenverlautbarungen und was derlei Nettigkeiten mehr sein mögen. Das Informationsangebot wächst ins Uferlose, der Informationsbedarf aber auch. Wir können uns nicht mehr auf dem ausruhen, was wir einmal in Schule und Beruf gelernt haben. Zu schnell verändert sich unsere Welt, zu rasant ist nicht nur der technische Fortschritt. Wir müssen heute up-to-date sein. Um mitreden zu können, uns weiterzubilden, unseren Job zu bewältigen. Bücher sind da nach wie vor oft die Informationsquelle Nummer Eins. Und das ist ja auch eigentlich kein Problem. Es gibt sie schließlich in allen Größenordnungen, Sprachen, zu allen Themen dieser Welt. Wenn, ja, wenn da nicht die Sache mit dem Verschlingen der Seiten wäre. Mal ehrlich, wieviel Zeit verbringen Sie so mit dem Lesen von Fachaufsätzen und Sachbüchern, von Nachschlagewerken und Ratgebern? Stunden? Tage? Wochen? Und fühlen Sie sich gut dabei, haben Sie alles im Griff oder kommt nicht doch die Panik hoch? Die Panik, nicht mehr nachzukommen mit dem Lesen, nicht mehr anzukommen gegen den Stapel, nicht mehr wegzukommen von den vorwurfsvoll wartenden Büchern? Die Panik, in der Informationsflut zu ertrinken? Sollten Sie jetzt zu den Normalsterblichen und damit zur letzteren Gruppe gehören, ist das kein Grund, den Kopf hängen zu lassen. Es gibt ein paar einfache Handgriffe und Tricks, die Ihnen dabei helfen können, sich im Informationsdschungel zurechtzufinden. Tipp 1: Gehen Sie gezielt vor. Überlegen Sie ganz genau, was Sie eigentlich suchen und was Sie wissen wollen. Machen Sie sich einen Fahrplan – und zwar, bevor Sie auch nur ein Buch in die Hand genommen haben. Fragen Sie sich:
Tipp 2: Gehen Sie selektiv vor. Halten Sie sich Ihr Leseziel vor Augen und schalten Sie alles andere aus.
Informationsjunkies sind ständig auf der Suche nach dem letzten Kick, der ultimativen Antwort. Sie haben Angst, dass ihnen etwas entgeht, wollen glänzen mit dem, was sie wissen und wissen doch nie genug. Die letzte Grenze ist einfach nicht zu erreichen und bevor Sie auf dem Weg dorthin zugrunde gehen:
Artikeltipp Laden Sie sich auch den Leseplaner (PDF) runter. Dieses Formular hilft Ihnen dabei, im Informationsdschungel zu bestehen. Mehr zum Thema Informationsmüll vermeiden gibt's in meiner gleichnamigen Checkliste. [Dieser Artikel wurde zuerst veröffentlicht im workshopwelt-magazin, Mai 2006. © 2006 Heike Thormann]
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