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Zehn Inspirationsquellen fürs Schreiben

Was inspiriert Schriftsteller und alle, die schreiben, zu ihren Texten? Da gibt es sicher viele, ganz persönliche Antworten. Aber einige von ihnen wiederholen sich mit schöner Regelmäßigkeit. Lesen Sie, wo Autoren ihre Ideen, ihre Impulse und ihren Ansporn finden.

Das schreibende Volk und seine Inspiration, das ist ein Thema für sich. 😉

Novizen hängen gebannt an den Lippen erfahrener Schriftsteller und hoffen auf Geheimtipps, mit denen man todsicher einen Bestseller landen kann. Andere raufen sich die Haare, weil es mit ihrem Text nicht weitergehen will. Wieder andere folgen verzückt so vielen Ideen, dass sie kaum noch zum Schreiben kommen.

Nun, um diese letzte Gruppe soll es hier nicht gehen. Ihre Gefahr, sich mit jeder neuen Idee mehr zu verzetteln, ist eine andere. 😉

Aber was machen die, die zwar schreiben wollen, aber nicht inspiriert sind? Die aus Verlegenheit Kreise auf ihrem Papier ziehen? Denen die Motivation, der zündende Pep oder schlicht die Ideen fehlen?

Gut, es gibt Techniken, mit denen Sie sich behelfen können. Das kreative Schreiben ist etwa für genau solche Momente gedacht. Es gibt natürlich auch Tipps und Methoden, um Ideen für Ihre Texte zu finden.

Die Inspiration ist etwas weniger klar zu greifen.

Sie schenkt Ihnen mehr als nur eine Eingebung oder neue Ideen. Sie ist auch mehr als die richtige Stimmung, wenn etwa gute Musik Sie vor Begeisterung übersprudeln oder die Stille der Nacht Sie mit ihren ruhigen, störungsfreien Stunden kreativer werden lässt. Sie löst einen Impuls aus und facht Ihre Flamme an.

Was aber facht nun diese Flamme an?

Dazu nennen Schriftsteller wie Hobby-Autoren regelmäßig zum Beispiel folgende zehn Punkte.

1. Inspiration durch Zufall finden

So seltsam es klingt, aber der Zufall ist öfter Pate für Eingebungen und Co., als man meinen sollte. Ideen schleichen sich beim Staubsaugen von hinten an Sie ran. Das stille Örtchen löst den Knoten in Ihren Gedanken. Und die Runde im Park lässt Sie endlich den Helden Ihrer Geschichte etwas klarer sehen.

Nehmen Sie bewusst Auszeiten von Ihrem Text und lassen Sie Ihr Gehirn von selbst die Antworten finden. Das ist noch immer ein Klassiker.

2. Den Dämmerzustand nutzen

Das geht in die gleiche Richtung: Auch der ungesteuerte Dämmerzustand beim Aufwachen oder Einschlafen fördert Inspiration und Ideen. So sollte ich mir zum Beispiel endlich mal ein kleines Heft ans Bett legen. Dann müsste ich nicht ständig im Dunkeln durch die Wohnung hetzen, um Textideen, Arbeitsschritte oder neue Produkte aufzuschreiben. 😉

3. Seine Wahrnehmung schärfen

In meinem Kreativ-Schreiben-Kurs lasse ich meine Teilnehmer gern ihre Wahrnehmung schärfen. Denn auch etwas bewusst zu sehen oder zu hören kann sehr inspirierend wirken.

Wie oft eilen Sie normalerweise durch die Stadt? Was nehmen Sie wahr? Sind Sie inspiriert? Mmh, genau.

Und nun der Gegentest: Bummeln Sie gemütlich über den Weihnachtsmarkt, stöbern Sie an den Ständen, lauschen Sie dem Straßenmusikanten. Sind Sie jetzt inspiriert? (Okay, vielleicht nicht. Aber die Chancen stehen zumindest besser. ;-))

4. Sich von der Natur verzaubern lassen

Noch ein Klassiker unter Autoren: In die Natur zu gehen und sich verzaubern zu lassen. Für manchen sind es vielleicht die raschelnden Herbstblätter unter den Füßen, die Erinnerungen daran aufkommen lassen, wie man als Kind lachend durch solche Blätterhaufen tobte. Für manchen ist es vielleicht der düstere Himmel, über den ungestüm die Wolken jagen, der Impulse auslöst.

5. Bildern „zuhören“ und sie interpretieren

Solche „Himmelsbilder“ deuten es schon an: Bilder können Inspiration pur sein. Auch dazu mache ich gern die eine oder andere Übung. Bilder zapfen Assoziationen an und erzählen Geschichten. Man muss sie nur hören können. 😉

6. Altes seine Geschichten erzählen lassen

Das ist etwas für Sie, wenn Sie auf Vergangenem stehen oder Historisches schreiben. Auch alte Bauwerke und Co. erzählen natürlich Geschichten. Ich werde zum Beispiel nie vergessen, wie ich auf dem Forum Romanum stand und einen kleinen Stein aus einem bröckelnden Gemäuer klaubte. Für einen kurzen Moment hatte ich ganze Filme von in ihre Toga gewandeten Römern vor dem geistigen Auge. Probieren Sie es aus.

7. Inhalt und Klang von Büchern folgen

Für viele nach wie vor eine Hauptquelle ihrer Inspiration: Bücher, oder seltener auch anderes Geschriebenes und Gedrucktes. Auch ich beziehe die meisten Ideen für meine Artikel aus Büchern. Allein schon der Klang mancher Worte oder Sätze hat Magie.

8. Vorbildern nacheifern

Auch das ist eine beliebte Methode, um die eigene Inspiration anzukurbeln: Literarischen Vorbildern nachzueifern. Gute Texte können ansteckend wirken, man will seine Kräfte messen oder einen eigenen Stil entwickeln.

9. Handgreiflich werden 😉

Wenn wir schon bei der ansteckenden Wirkung sind: Träumen Sie davon, ein Buch zu schreiben? Ihnen fehlt aber noch der eine oder andere inspirierende Schub?

Dann nehmen Sie irgendein Buch zur Hand. Lassen Sie die Finger über die Seiten wandern. Spüren Sie den Rissen im Buchrücken nach. Wie fühlt es sich an? Gut?

Genießen Sie das Gefühl, ein Buch in der Hand zu haben, und stellen Sie sich vor, es wäre Ihr eigenes. Na? Immer noch nicht inspiriert?

10. Ihren Namen gedruckt sehen

Und für alle gesunden Narzissten unter Ihnen: Stellen Sie sich vor, Ihren Namen gedruckt zu sehen. Oder sich über die Ehre zu freuen, gelesen zu werden. Machen wir uns nichts vor: Das ist eine Hauptquelle schriftstellerischer Inspiration. 😉

Natürlich gibt es noch viele weitere Möglichkeiten, sich inspirieren zu lassen. Nicht nur als Autor. Viele schätzen zum Beispiel auch den Austausch mit Freunden oder Kollegen. Auch das Feedback von Lesern kann zu neuen Ideen und Taten führen.

Aber das sind einige Hauptpunkte. Schauen Sie mal, ob sie Sie selbst weiterbringen.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei.

© 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 26. November 2009

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