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2005 - 2008
Heike Thormann Alle Rechte vorbehalten. Abdruck & Verwendung nur mit schriftl. Genehmigung. |
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von Heike Thormann Wenn Sie einen Geistesblitz oder den richtigen Riecher haben, dann war sie wieder am Werk – Ihre Intuition. Aber Sie müssen nicht darauf warten, dass sie sich aus heiterem Himmel zu Ihnen gesellt, Sie können sie auch trainieren. Zum Beispiel mit dieser Übung. Verstand ist gut, Bauch nicht selten besser – könnte man neuere wissenschaftliche Erkenntnisse vielleicht auf den Punkt bringen. Ob es darum geht, Entscheidungen zu treffen, komplexe Situationen zu überblicken oder Ideen zu finden – oft ist unser Unterbewusstsein unserem rationalen Denken weit überlegen, haben wir eine Ahnung oder den richtigen Riecher. Wir – oder genauer unsere Intuition. Aber was ist das eigentlich, Intuition? Das intuitive Denken ist ein unbewusstes Denken. Es läuft sozusagen im Untergrund ab und speist sich aus den Informationen, die unserem Unterbewusstsein zur Verfügung stehen. Vieles von dem, was wir wahrnehmen und erleben, was wir denken, lernen oder fühlen, wird dort verarbeitet und gespeichert. Ohne aktives Zutun und in einem erheblich höheren Maße, als das bei unserem Bewusstsein der Fall ist. Einige Beispiele:
Letzteres, das im Laufe eines Lebens angesammelte Erfahrungswissen, ist auch der Grund dafür, warum wir besonders gut auf den Gebieten intuitiv sind, auf denen wir Experten sind, ein entsprechendes Wissen angesammelt haben. Dieses Wissen blitzschnell wiederzuerkennen oder aber mit neuen Informationen zu kombinieren, ist eine Basis der Intuition. Wir müssen nur einen Zugriff darauf finden. D.h. wir sollten nicht nur möglichst viel Wissen ansammeln, sondern auf dieses Wissen auch unbewusst zugreifen können. Und das lässt sich trainieren - etwa mit der Scheibchen-Methode. Ein Beispiel: Sie sind ein langjähriger Verkäufer, haben unzählige Verkaufsgespräche geführt. Sie brauchen nur Ausschnitte eines solchen zu sehen – und können mit hoher Treffsicherheit voraussagen, wie das Gespräch ausgehen wird. Instinktiv und intuitiv. Woran liegt das? Als „alter Hase“ haben Sie sich ein umfangreiches Wissen angeeignet. Was ein Anfänger noch lernen muss, nämlich Argumentation, Körpersprache und Umfeld zu deuten, können Sie auf den ersten Blick einordnen. Sie brauchen nur eine Momentaufnahme und es öffnen sich in Ihrem Gehirn die richtigen Schubladen: Diese Nuance könnte dies, jene scheinbar beiläufige Bemerkung das bedeuten. Oder mit anderen Worten: Auf der Basis Ihrer Erfahrungen ist Ihr Unterbewusstsein in der Lage, kleinste Momente davon in einer gegenwärtigen Situation wiederzuerkennen, Muster ausfindig zu machen. Es schneidet das angesammelte Wissen sozusagen in dünne Scheiben und überträgt diese dann vergleichend auf die neue Situation. Und das können Sie fördern – indem Sie zum Beispiel üben,
Denn eines ist sicher: Wir alle sind mit der Gabe der Intuition geboren und wir alle sind intuitiv. Wir achten nur zu selten darauf und erst im Rückblick stellen wir fest, ob und dass wir mit unserem "siebten Sinn" richtig gelegen haben. Diese Gelegenheiten wahrzunehmen und die Gründe dafür zu erkennen, kann unserem Unterbewusstsein dabei helfen, Erfahrungen in Scheiben zu schneiden und Muster zu sehen – kurz, eine Situation intuitiv einzuschätzen, eine Ahnung oder den richtigen Riecher zu haben. © 2007 Heike Thormann, Erstveröffentlichung
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