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Tipp: Einen klaren Kopf bewahren
und Probleme besser lösen


von Heike Thormann

Nicht nur, wer wie ich schon mal aus dem Häuschen zu geraten droht, weiß einen klaren Kopf zu schätzen. Um Probleme zu lösen, kann er sogar von entscheidender Bedeutung sein. Dumm nur, dass es oft gerade unsere Probleme sind, die uns unsere Gelassenheit und besagten Kopf rauben. Versuchen Sie es dann einmal mit folgendem Dreischritt.

In den letzten Tagen habe ich einen Artikel für einen Auftraggeber zum Thema Gelassenheit geschrieben. Übrigens mal wieder eine gute Übung für mich, um angesichts diverser Dinge nicht so schnell aus dem Häuschen zu geraten. ;-)

Nun, etwas, was wirklich gut darin ist, uns unsere Gelassenheit zu rauben, sind Probleme.

Nicht nur, weil sie hartnäckig unsere Aufmerksamkeit fordern – egal, ob wir Zeit für sie haben oder dadurch in Stress geraten. Sie bedrohen auch den Status Quo, die Art, wie wir unser Leben eingerichtet haben. Und sie können zu Fehlern, Rückschlägen, Misserfolgen führen.

Damit wird die Sache aber ziemlich vertrackt. Denn auf der einen Seite brauchen wir einen klaren Kopf, um unsere Probleme zu lösen. Und auf der anderen Seite sind es genau diese Probleme, die uns um besagten Kopf bringen.

Tja, und nun?

Wenn Sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen und unter Ihren Problemen zu verschwinden drohen, dann versuchen Sie es mal mit folgendem Dreischritt:
  • Verzetteln und erschlagen Sie sich nicht mit Ihren Problemen, sondern gewichten Sie. Nehmen Sie sich das wichtigste Problem zuerst vor und danach dann Schritt für Schritt die anderen. Nicht alle gleichzeitig auf einmal. ;-)

  • Gehen Sie auf Abstand zu Ihren Problemen. Nutzen Sie zum Beispiel ein wichtiges Prinzip der Kreativitätstechniken, um Probleme zu lösen, und verfremden Sie.

    Überlegen Sie etwa: Was würden Sie einem anderen mit diesem Problem raten?

    Denn da sage ich Ihnen sicher nichts Neues: Meistens sind wir erheblich besser darin, die Probleme anderer zu lösen als unsere eigenen. Einfach, weil wir uns nicht betroffen fühlen und leichter einen klaren Kopf wahren können.

  • Und vor allem: Machen Sie sich nicht verrückt oder geraten in Panik. Ja, ich weiß, einfacher gesagt, als getan. Aber wenn Sie erst mal im Tunnelblick drin sind, ist es schwer, noch Abzweigungen oder Wahlmöglichkeiten mitzubekommen. 

    Vielleicht hilft Ihnen dann ein Kniff:

    Wiederholen Sie einfach stur einen Ihrer Lieblingssätze so lange, bis Ihr Kopf wieder frei ist. Und zwar vorzugsweise einen Satz, der Sie aufbaut. ;-)

    Bei mir ist das zum Beispiel der Satz: "Es gibt immer eine Alternative." Der wirkt nicht nur schön beruhigend, sondern lenkt mein Denken auch weg von den Problemen und hin zu Lösungen.
Probieren Sie es aus.

© 2008 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 27.04.08


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