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Fünf etwas andere Tipps, wie Sie Ihre Kreativität fördern

Es gibt viele Möglichkeiten, seine Kreativität zu fördern. Techniken, Denksportübungen, ein kreativitätsfreundliches Umfeld – das sind schon gute Maßnahmen. Hier habe ich noch ein paar weitere, nicht ganz so übliche Tipps. Denn Kreativität ist mehr als nur eine Frage der richtigen Technik. Sie sitzt in unserem Kopf und in unserem Herzen.

Es gibt viele Möglichkeiten, seine Kreativität zu fördern. Sie können Kreativitätstechniken lernen. Sie können mit Denksportübungen oder Kreativübungen spielen. Sie können auf ein kreativitätsförderndes Umfeld achten oder möglichst viel von dem ausräumen, was Ihre Kreativität blockiert.

Hier habe ich ein paar nicht ganz so übliche Tipps gesammelt, wie Sie noch Ihre Kreativität und Ihr kreatives Schaffen fördern können. Denn Kreativität ist mehr als nur eine Frage der richtigen Technik. Sie sitzt in unserem Kopf und in unserem Herzen.

1. Werfen Sie ausbremsende Gedanken über Bord.

Logisch, jemand, der nicht daran glaubt, kreativ sein oder etwas Kreatives erschaffen zu können, dürfte damit auch nicht sonderlich erfolgreich sein. Vielleicht fängt er gar nicht erst an. Vielleicht ist er nur halbherzig bei der Sache. Oder er wirft beim geringsten Gegenwind alles hin.

Trotzdem plagen sich viele mit nur halb bewussten Gedanken wie: Das schaffe ich sowieso nicht. Ich bin nun mal nicht kreativ. Das lohnt sich nicht, interessiert eh keinen. Oder schlimmer noch: Das macht man nicht. 😉

Hier wäre der erste Schritt, sich solche tiefsitzenden Blockaden bewusst zu machen. Erst dann können Sie nach einer individuellen Lösung dafür suchen.

Beispiel: Wenn Sie von Ihrer Erziehung her darauf geeicht sind, alle Künstler als „nutzlos und arbeitsscheu“ zu betrachten, wird es Ihnen schwerfallen, selbst zu Pinsel oder Stift zu greifen. Erst wenn Sie solche Gedanken erkennen und wissen, woher sie stammen, können Sie sie bekämpfen.

Genauso bei allem „das kann ich nicht“ oder „das lohnt sich nicht“. Erkennen Sie solche nur halb bewussten Tretminen, und steuern Sie gegen. Zum Beispiel damit, Ihre Fähigkeiten zu schulen, positive Gegenargumente zu suchen, Ihre Motivation zu stärken oder Ihre Ideen und kreativen Produkte besser zu verkaufen.

2. Her mit der kreativen Leidenschaft.

Wie gesagt, Kreativität sitzt im Kopf und im Herzen. Damit wird sie sowohl vom Verstand als auch von den Gefühlen geprägt. Wenn Sie gegen etwas eine starke Abneigung haben oder zu wenig an der Sache interessiert sind, dürfte es Ihnen auch wieder schwerfallen, Ihre Kreativität dafür zu mobilisieren.

Andererseits sind eine brennende Leidenschaft und der starke Wunsch nach etwas ideale Triebfedern für Ihren kreativen Erfolg.

Überlegen Sie mal: Was begeistert Sie? Was lässt Ihre Augen leuchten? Wobei schlägt Ihr Herz höher?

Leben Sie das, wofür Sie brennen. Dann kommt Ihre Kreativität von ganz allein.

3. Machen Sie Pläne.

Nanu? Ausgerechnet Pläne machen, um die Kreativität zu fördern? Ja, Sie haben ganz richtig gelesen. Auch wenn ich immer mal gegen starre Arbeitsanweisungen wettere, die den Spielraum begrenzen und die Kreativität ausbremsen.

Denn Kreativität braucht auch konkrete Vorgaben, an denen sie sich entlanghangeln – und aufblühen kann. Erst mit Plänen, die Sie verfolgen, Problemen, die Sie lösen, und Dingen, die Sie anstreben wollen, haben Sie auch eine Richtung, in der Ihre Kreativität tätig werden kann. Das ist wie beim Blumenspalier an der Hauswand: Weisen Sie dem „Grünzeug“ den Weg – und es wird ausschlagen wie irre. 😉

4. Entwickeln Sie eine Terrier-Mentalität.

Sie können vor Leidenschaft noch so brennen und noch so interessante Pläne haben – wenn Sie die Flinte zu früh ins Korn werfen, wird aus all Ihrer schönen Kreativität nichts.

Kreativität braucht Selbstdisziplin, um sich entfalten zu können. Nur wenn Sie diszipliniert bei der Sache bleiben, haben Sie eine Chance, über den „man könnte ja mal“-Zustand hinauszukommen und tatsächlich aktiv und kreativ zu werden.

Entwickeln Sie eine Terrier-Mentalität. Verbeißen Sie sich in Ihr Projekt oder Ihre Idee und lassen Sie nicht locker, solange Sie noch eine Chance sehen. Das wird Ihrer Kreativität ungeahnten Auftrieb geben.

5. Kämpfen Sie gegen Ihre Ängste.

Nicht nur dem Bestseller-Autor Stephen King geht es so. Auch wenn er als einer der wenigen offen darüber spricht: Ein großes Hindernis für Ihre Kreativität ist Ihre Angst.

Die Angst davor, seinen eigenen Ansprüchen nicht zu genügen, seine Leser zu enttäuschen oder von seinen Kritikern verrissen zu werden. Die Angst davor, sich mit seinen Ideen lächerlich zu machen oder beim Chef anzuecken. Die Angst vor Misserfolgen oder Fehlschlägen, und und.

Kreativität braucht Mut.

Sie brauchen den Mut, Sie selbst zu sein und zu Ihren Ideen und Überzeugungen zu stehen. Nur dann werden Sie auch welche entwickeln und über das stille Kämmerlein hinaustragen.

Sie brauchen den Mut, den Widerstand gegen und die Ausgrenzung durch andere zu riskieren. Nur dann werden Sie Ihre Ideen auch vertreten und vielleicht erfolgreich durchsetzen.

Und Sie brauchen den Mut, auszuprobieren und zu experimentieren. Denn so sorgfältig Sie auch planen und abwägen mögen – ob Ihre Ideen etwas taugen oder Ihre Produkte ankommen, kann Ihnen letztlich nur die Praxis zeigen.

Sie dürfen sich von Ihrer Angst nicht aufhalten lassen.

Oder um es leicht abgewandelt mit Bertolt Brecht zu sagen: Wer gegen seine Ängste kämpft, kann mal verlieren. Wer aber nicht kämpft, der hat schon verloren. Chancen, Ideen, Träume und Wünsche. Ein hoher Preis – für Sie selbst und für Ihre Kreativität.

© 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 03. September 2009

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