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Krisen kreativ bewältigen: Sehen Sie Krisen als Chance

Krisen will wohl niemand freiwillig haben. Dennoch sind sie ein Bestandteil unseres Lebens. Wir können ihnen nicht entkommen. Es fällt leichter, sie zu bewältigen, wenn Sie sie als Chance sehen. Lesen Sie, wie Sie kreativ an Krisen wachsen.

Eines vorweg: Eine Krise will wohl niemand freiwillig haben. Krisen sind unangenehm. Sie kosten Energie. Man fühlt sich schlecht. Sie bescheren einem Kummer, Schmerz und Leid. Sie zerstören Träume. Sie hinterlassen Narben. Und vieles andere mehr, je nachdem.

Aber Krisen sind auch eine Chance.

Denn so schmerzhaft Krisen sein können, sie erlauben uns, die Dinge zum Positiven oder Besseren zu ändern. Sie kurbeln unsere Kreativität an, aus ihnen zu lernen und an ihnen zu wachsen.

Warum sind Krisen eine Chance?

Ich denke, Sie wissen es selbst: Wir Menschen sind Gewohnheitstiere. Wir wollen, dass alles seinen gewohnten Gang geht. Jede Änderung reißt uns aus unserem geliebten Trott.

Wir sagen zwar, dass wir uns oder unser Leben verändern wollen. „Ab morgen werde ich mehr Sport treiben, abnehmen, mich mehr um meine Familie kümmern“, heißt es da. Und wir meinen es auch durchaus ernst. Aber die wenigsten von uns verändern sich freiwillig.

Warum auch? Es ist unbequem. Es macht Arbeit. Unser Gehirn will es nicht, denn es ruiniert, wie gesagt, unseren geliebten gewohnten Gang. Es vermasselt uns unser Nest, in dem wir uns schön sicher und behaglich eingerichtet haben.

Wir ändern uns in der Regel nur, wenn wir dazu gezwungen werden. Wenn es wirklich notwendig ist. Bevor es weh tun würde, rappeln wir uns missmutig auf. Vorher tun wir das keinen Meter.

Wenn wir nicht wirklich davon überzeugt sind, dass wir abnehmen wollen oder müssen, nehmen wir auch nicht ab. Wir sinken nach der zweiten Sport-Stunde ins Sofa zurück. Und auch alle anderen Wünsche nach Veränderung verblassen schnell wieder.

Eine Krise ist so ein Schmerz oder Zwang, der uns unser Nest verdirbt und zum Handeln treibt. Manchmal freiwillig, öfter unfreiwillig.

Krisen fordern dazu auf, sich zu verändern

Doch selbst die unfreiwilligen Krisen und Veränderungen enthalten viel Potenzial.

  • Krankheiten können unser Bewusstsein dafür schärfen, dass unser Leben begrenzt ist. Sie können dazu aufrufen, es nach unseren Wünschen zu gestalten, bevor es zu spät ist.
  • Der Verlust eines Jobs kann die Bahn freimachen für den alten Traum von der Selbstständigkeit, den wir vorher, aus unserem sicheren Nest heraus, niemals verfolgt hätten.
  • Beziehungskrisen können an der Beziehung arbeiten oder neue Partner suchen lassen. Oder sie lassen uns „schlicht“ zu uns selbst finden.

Oft legt eine Krise auch den Finger auf eine Wunde, die wir gespürt haben, der wir aber nicht nachgegangen sind. Bis die Dinge ihre eigene Dynamik entwickelt und uns mit einer Krise überrascht haben.

Welche Krise auch immer Sie treffen wird: Sie wird Sie nicht unverändert lassen.

Deshalb hat es bei Krisen keinen Sinn, die Zähne zusammenzubeißen und weiterzumachen wie bisher. Das ändert die Lage nicht. Sie werden sich anpassen und aus ihr lernen müssen. Nur so können Sie sie bewältigen.

Das ist aber auch eine Chance. Eine Chance, die Gunst oder das Gebot der Stunde zu nutzen und sich zu verändern.

Krisen kreativ bewältigen

Wenn Sie so wollen, profitieren Sie von dieser Zwangslage. Denn es gibt jetzt nur noch einen Weg: Den nach vorn. Sie können nicht mehr dorthin zurück, wo Sie einmal waren. Warum also nicht gleich eine Richtung einschlagen, die in Ihrem Sinne ist und Ihnen gut tut?

Krisen sind ein Ausnahme-Zustand. Ihre Wirklichkeit ist auf den Kopf gestellt. Nutzen Sie den Impuls, um sich eine neue Wirklichkeit zu erschaffen.

1. Machen Sie Kassensturz

Arbeiten Sie die Krise mental und emotional auf. Machen Sie Kassensturz.

Was können Sie aus der Krise lernen? Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Ist etwas schiefgelaufen? Wenn ja, welche Lehren wollen Sie daraus für die Zukunft mitnehmen?

Sehen Sie sich die Trümmer an, mit denen Sie zurückgeblieben sind. Was ist Ihnen davon wichtig? Dinge, Werte, Menschen? Was möchten Sie sich gern erhalten?

Schauen Sie sich aber auch Ihr Leben an. Was kann, darf oder soll sich in der neuen Wirklichkeit ändern?

2. Suchen Sie nach Möglichkeiten

Lösen Sie sich von der Krise. Schauen Sie voraus.

Wie kann oder soll es weitergehen? Sehen Sie Lösungen oder Möglichkeiten?

Gibt es Dinge, die Sie bisher nie zu tun wagten? Dinge, auf die die Krise Sie aber mit der Nase hingestoßen hat?

Haben Sie sich zum Beispiel mit Ihrem Partner schon längst auseinandergelebt, weil jeder in andere Richtungen strebt? Können Sie diese Richtung dann auch ohne Partner ansteuern und Türen für Neues öffnen?

Oder ist Ihnen Ihr bisheriges Leben zu eng und schal geworden? Und die Krise hat Ihnen das vor Augen geführt und Ihnen gleichzeitig die Gelegenheit gegeben, einen neuen Kurs einzuschlagen?

Lassen Sie sich gegebenenfalls auch helfen. Suchen Sie zusammen mit anderen nach solchen Möglichkeiten.

3. Sehen Sie den Sinn darin

Ich weiß, das kann jetzt zynisch klingen, wenn alles noch frisch ist und Sie nicht wissen, wo Ihnen der Kopf steht. Aber versuchen Sie, einen Sinn in der Krise zu sehen.

Dazu muss man gar nicht metaphysisch werden und höhere Ordnungen zitieren. Es ist viel simpler: Unser Gehirn hat den starken Drang, einen Sinn in allem zu sehen. Das macht es, weil es unsere Welt begreifen und sich ihr weniger ausgeliefert fühlen will.

Wenn Sie es schaffen, Ihrer Krise einen Sinn zuzuweisen, können Sie sie auch leichter tragen.

Es ist eine Frage der Bewertung: Fühle ich mich als Opfer und hadere mit meinem Schicksal? Oder suche ich nach dem, was mir die Krise an Positivem gebracht hat und akzeptiere es in meinem Leben?

Jede Krise ist auch eine Chance. Lassen Sie sich Zeit, die Zeit heilt alle Wunden. Und wenn der Schmerz abgeklungen ist, dann nutzen Sie diese Chance.

Überwinden Sie den inneren Schweinehund. Wachsen Sie als Mensch. Verlassen Sie das Nest. Was auch immer.

Ihre Kreativität wird Ihnen dabei helfen.

Mmh? :-)

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