Bleiben Sie auf dem Laufenden:
Newsletter lesen »
Feed lesen »




15 Tipps für mehr Energie bei kreativen Ideen und Taten

Viele Kreative brennen vor Energie und Tatendrang. Doch Kreativität kostet auch viel Energie, wie jede geistige Arbeit. Lesen Sie deshalb, wie Sie weniger kräftezehrend arbeiten, mehr Energie gewinnen und obendrein auch noch mehr Zeit sparen.

Viele Kreative brennen vor Begeisterung und basteln hemmungslos an ihren kreativen Ideen, Werken und Taten. Sie scheinen zunächst einmal keine Tipps für noch mehr Energie zu brauchen. Ihr inneres Feuer brennt hell genug, um sie voran zu treiben.

Doch Kreativität zehrt auch stark an Ihren Ressourcen. Sie kostet viel Energie. Wer einmal versucht hat, wochenlang jeden Tag Vollzeit zu schreiben, der weiß, was ich meine. Das Gleiche gilt auch für viele andere kreative Tätigkeiten.

Wieder andere mögen im Schaffensrausch nicht merken, dass sie sich überhitzen und ihre Ressourcen stark beanspruchen. Wenn sie Pech haben, rächt sich das mit dem „Stecker-raus-Syndrom“. Sprich, sobald sie einmal eine etwas ruhigere Phase haben, wird der Körper seine Rechte einfordern und sie wie einen nassen Sack zusammenklappen lassen.

Ein kluges Energie-Management täte hier not. Und da ich bekannt dafür bin, von Natur aus nicht die allermeiste Energie zu haben, ist das natürlich genau mein Thema. 😉 Sprich, wenn Sie klug mit Ihrer Energie umgehen und entsprechend umsichtig kreativ arbeiten, haben Sie auch mehr davon.

Wobei das Thema „mehr Energie“ vielschichtig ist. Sie können es von verschiedenen Seiten angehen. Es gibt kaum einen Bereich oder eine Disziplin, die Ihnen nicht verspricht, mehr Energie zu gewinnen. Ob das bestimmte Nahrungsmittel, Duftstoffe, Yoga, Qi Gong und andere körperliche Übungen, ja selbst klassische Zeitmanagement-Methoden sind.

Meine Tipps beschränken sich auf das kreative Arbeiten. Wenn Sie noch weitere Unterstützung wie Yoga und Qi Gong möchten – nur zu.

Sind Sie bereit? Und los geht es.

1. Gehen Sie es langsam an

Zügeln Sie Ihre Ungeduld. Ja, ich weiß, das ist leichter gesagt als getan: Ich stecke auch bis unters Dach voller Ideen, die ich lieber heute als morgen umgesetzt sähe. Das geht aber nicht. Entweder übernehme ich mich selbst. Oder ich überstrapaziere meine Ressourcen, wenn ich andere dafür ungehemmt einsetze.

Versuchen Sie eher, mit steter Flamme zu brennen und sich immer auf den nächsten Schritt und den nächsten kleinen Erfolg zu freuen. Gerade wenn Sie Einzeltäter sind, werden Sie Ihre Energie nicht nur für einen Schub, sondern permanent über Jahre brauchen.

2. Planen Sie realistisch

Das geht in die gleiche Richtung: Zu viele Ideen, die man in zu kurzer Zeit umsetzen will, sprengen Ihr Zeitkonto. Ergebnis: Sie sind vielleicht ausgebrannt, und Ihre Ideen sind noch keinen Schritt weiter.

Wie schon mein Brüderchen meinte: „Wenn Du nur die Hälfte von dem schaffst, was Du Dir vorgenommen hast, bist Du gut. Also streich lieber was.“

Planen Sie deshalb nicht, was Sie machen wollen. Planen Sie, was Sie machen können. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied. 😉

3. Schleppen Sie nicht zu viele offene Baustellen mit sich herum

Jedes angefangene Vorhaben oder Projekt, jede Idee oder jeder Traum, den Sie umsetzen wollen, kostet Energie. Er kostet Sie physische Energie, die Sie in die Umsetzung stecken. Und er kostet Sie mentale Energie, weil Sie sich in Gedanken mit der Sache beschäftigen.

An je weniger Sie denken müssen, desto mehr Energie bleibt für den Rest. Einfache Mathematik.

4. Lassen Sie die Finger vom Multitasking

Noch nicht mal Computer können es, wie soll es dann der Mensch schaffen: Echtes Multitasking, also mehrere Dinge zur selben Zeit erledigen.

Das geht vielleicht noch bei Routine-Tätigkeiten, an die Sie nicht mehr bewusst denken müssen. Jeder, der darüber hinaus zwischen Telefon, eMail, Social Media, den Kollegen, den Kunden, den Kindern, der Arbeit und anderem mehr hin und her turnt, verliert kostbare Energie.

Achten Sie darauf, was Sie noch wirklich gut kombinieren können. Und verschieben oder knicken Sie den Rest.

5. Setzen Sie Prioritäten

„Knicken Sie den Rest“, das war das Stichwort. Wer mich kennt, weiß auch, dass ich ein Freund des Prinzips „weniger ist mehr“ bin. Mag sein, dass ich anders mehr rausholen könnte. Darunter würde aber auch mit Sicherheit meine Lebensqualität leiden.

Zeitmanagement bedeutet für mich weniger, die Zeit bestmöglich auszunutzen. Es bedeutet eher, das zu tun, was (mir) wichtig ist und was ich sinnvoll finde, und mich vom Rest zu verabschieden.

Und dazu gehört ganz klar, Prioritäten zu setzen, um die verfügbare Energie in die Dinge zu stecken, die mir am meisten bedeuten.

6. Setzen Sie sich Limits

Nicht nur Perfektionisten bosseln gern überlang an einer Aufgabe herum. Wenn wir uns nicht bremsen, neigen wir alle dazu, sagen wir, Stunden über Stunden nach dem günstigsten Hotel zu recherchieren, statt 20 EUR mehr zu bezahlen und sich über die gewonnene Zeit zu freuen.

Setzen Sie sich selbst Grenzen. Sagen Sie sich zum Beispiel: Dieses Buch wird in einem Jahr fertig sein. So oder so. Oder: In dieses Bild investiere ich 20 Stunden, dann höre ich auf. Und so weiter, und so fort. Das spart Energie für die nächste Sache.

7. Setzen Sie Ihre Ressourcen optimal ein

Überlegen Sie, wo und wie Sie Ihre Kräfte am besten und sinnvollsten einsetzen.

Wenn Sie gut darin sind, Ideen auszuarbeiten, aber die Umsetzung Ihnen nichts gibt, dann schauen Sie, ob Sie dafür jemand anderen begeistern können. Wenn Sie sehr gut schreiben, dann bauen Sie das als Flaggschiff auf und überlassen Sie Dinge, die andere genauso gut können, besagten anderen. Kurz:

Konzentrieren Sie sich auf Ihre Stärken und trennen Sie sich vom Rest beziehungsweise geben Sie ihn in andere Hände.

8. Entwickeln Sie Routinen

Eine befreundete Kollegin schrieb mir, dass sie jedes Mal wahnsinnige Energie verbrauche, wenn sie sich wieder an einen Newsletter für ihre Kunden setze. Ich gab ihr den Tipp, sich dafür eine Routine zuzulegen. Wenn Sie etwas regelmäßig, routiniert machen, ist der Anfangswiderstand geringer und Sie verbrauchen weniger Energie.

9. Arbeiten Sie nach Ihrem Biorhythmus

Wir alle sind verschieden und haben unsere persönlichen Bestzeiten und Tiefpunkte. Es spart Energie, konsequent nach diesem sogenannten Biorhythmus zu arbeiten.

Wenn Sie zum Beispiel nachmittags kaum die Augen offen halten können, hat es nicht viel Sinn, jetzt hoch-kreativ tätig werden und etwa an Ihrem Buch schreiben zu wollen. Die Zeit wäre verschenkt und Ihr Energie-Aufwand höher, als nötig wäre.

10. Sorgen Sie für Ordnung

Ja, ich weiß, das geliebte kreative Chaos. 😉 Doch Tatsache ist: Es frisst entsetzlich viel Energie, sich durch das Schlachtfeld im Büro oder auf dem Schreibtisch wühlen zu müssen. Von der Zeit mal ganz abgesehen. Sollten Sie nicht das Allermeiste für Ordnung übrig haben, sorgen Sie zumindest dafür, dass Ihr Chaos ein System hat. 😉

11. Machen Sie externe Störquellen ausfindig

Energiefresser müssen nicht nur in Ihnen selbst liegen. Es können auch die lieben Mitmenschen sein, die daran nicht ganz unschuldig sind. 😉

Schauen Sie, ob Sie solche oder andere externe Störquellen finden und beheben können. Holen Sie die Staffelei raus, wenn die Kinder im Kindergarten sind. Halten Sie keinen Kreativ-Workshop ab, wenn die Temperaturen in den Schmerzbereich klettern.

Je weniger Sie gegen äußere Störungen ankämpfen müssen, desto mehr Energie bleibt für Sie.

12. Hebeln Sie Blockaden aus

Auch das kann uns viel Energie kosten: Wenn wir uns an Dingen aufreiben, die uns nicht voranbringen.

Vielleicht hat sich Ihr Kreativ-Workshop aufgehängt. Dann brechen Sie ihn ab oder sorgen zumindest für eine Pause. Vielleicht streikt die Feder. Dann schreiben Sie an etwas anderem, beschäftigen sich mit Routine-Tätigkeiten oder lassen es ganz sein.

Gegen Blockaden anzukämpfen, hat keinen Sinn. Wenn Sie sie nicht lösen können, brauchen Sie eine Alternative.

13. Bauen Sie Pausen und Ruhe-Inseln ein

Übrigens Pausen: Logisch, dass auch Pausen Ihren Energie-Vorrat hoch halten. Eine Pause ist keine Zeitverschwendung. In einer Pause laden Sie Ihren Akku wieder auf, um anschließend umso energischer (genau, kommt auch von Energie) vorgehen zu können. Sie sind kein Luxus, sondern ein Muss.

Sie können ja gleichzeitig auf schöne Pausenfüller achten, auf Dinge, die Sie gern tun. Dann können Sie Ihre Pausen auch wirklich genießen, ohne das Gefühl zu haben, zur Untätigkeit verdammt zu sein. 😉

14. Legen Sie sich aufs Ohr

Eine Pause muss nicht immer gleich eine kreative Auszeit von längerer Dauer sein. Auch ganz normale Arbeitspausen gehören dazu. Immer beliebter wird auch der sogenannte Power Nap, das Mittagsschläfchen.

Ein Nickerchen in der Mittagspause lässt Sie nicht nur das gefürchtete Mittagskoma kreativ umschiffen. Es ist auch gut, um Ihren Energie-Vorrat wieder aufzufüllen. Und, das Tüpfelchen auf dem i: Es fördert konkret Ihre Kreativität.

15. Entspannen und meditieren Sie

So, jetzt bin ich doch wieder bei Yoga und Co. von oben angekommen. Ich mag eben kreisförmige Schlüsse. Das hat so etwas Ästhetisches, Rundes.

Wenn Sie nicht schlafen wollen oder können, können Sie auch zu Entspannungsübungen, Meditationstechniken und so weiter greifen. Meditieren baut nicht nur Ihre Energie wieder auf. Es hilft Ihnen sogar, besser und kreativer zu denken. Na, wer sagt’s denn: Gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Ich wünsche Ihnen noch viel Energie für Ihre kreativen Aktivitäten.

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 21.07.10

Möchten Sie meinen Beitrag weiterempfehlen? Dann sage ich mal: Danke. :-)