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6 Tipps gegen das Chaos auf dem Schreibtisch vieler Kreativer

Wer im kreativen Chaos versinkt, hat oft keine Zeit mehr für seine Kreativität. Ein paar einfache Tipps helfen Ihnen, dieses Chaos am Lieblings-Arbeitsplatz vieler Kreativer in Schach zu halten: Am Tatort Schreibtisch.

Wenn sie nicht gerade mit Pinsel und Staffelei oder Ähnlichem zugange sind, sitzen Kreative notorisch viel am Schreibtisch.

Architekten schwingen Winkel und Dreieck, Schriftsteller natürlich Feder und Tinte (oder Tastatur und Maus ;-)), Marketing-Experten oder Produkt-Entwickler brüten über Konzepten, Plänen und Ideen.

Dabei kann dieser Schreibtisch schon mal zur Nahkampf-Zone werden. Nicht nur bei chaotisch veranlagten Zeitgenossen wie einem Arbeitskollegen von mir, dessen Arbeitsplatz einem mittleren Schlachtfeld glich. 😉

Deshalb habe ich hier 6 Tipps für Sie, wie Sie Ihren Arbeitsplatz auf Vordermann bringen, um Ihre Zeit voll Ihrer Kreativität widmen zu können und nicht der Bändigung des Chaos.

Tipp 1: Entmisten Sie Ihre Arbeitsmittel

In Büros ist sie immer wieder anzutreffen: Die Hamsterhaltung. Schließlich kommt der nächste Winter bestimmt. 😉

Besonders effizient sind diese Stapel von Stiften, Papieren, nie gelesenen Zeitschriften und so fort aber nicht. Sie blockieren kostbaren Platz, laden zur Umschichterei ein und lösen schon rein optisch Beklemmung aus. Weg damit. Heben Sie nur das an Ihrem Arbeitsplatz auf, womit Sie auch wirklich arbeiten.

Extra-Tipp: Machen Sie es wie ich und werden Sie zum Minimalisten. Ich habe einen Kugelschreiber und 3, 4 kleine Zettel als Erinnerungshilfen zum Beispiel für Arbeitsaufgaben oder Ähnliches auf meinem Schreibtisch liegen. Alles andere sind Dateien im Rechner. Sie glauben gar nicht, wie sehr diese leere Fläche einem mental die Last nehmen kann, jetzt arbeiten zu müssen. Was nicht wie Arbeit aussieht, wird auch oft nicht wie eine wahrgenommen.

Tipp 2: Entrümpeln Sie Datenträger und Rechner

Das ist die elektronische Variante der Vorratshaltung: Dateien oder Datenträger, die Sie entweder nie gebraucht haben oder nie mehr brauchen werden. Selbst wenn Ihre Festplatte pp. groß genug sein sollte, um das alles zu verdauen, kann das nicht die Lösung sein. Je mehr Sie speichern, desto mehr müssen Sie wälzen, suchen, durchforsten. Weg damit.

Tipp 3: Bekämpfen Sie die Papierflut

Ihr Arbeitsplatz könnte nicht unter einem Berg von Papieren versinken, wenn Sie die nicht horten würden. 😉

  • Trennen Sie sich von besagten alten Zeitschriften, Berichten, Info-Blättern und Co.
  • „Lesen Sie mit dem Messer“: Scheiden Sie das aus, was Sie noch bearbeiten oder abspeichern wollen, und vernichten Sie den Rest.
  • Arbeiten Sie, wann immer möglich, mit Dateien statt mit Papieren. (Eine Ausnahme sind natürlich Liebhaber-Kladden für Ihre kreativen Entwürfen, Texte oder Ähnliches. Es gibt viele, die immer noch etwas „haptisch“ anfassen und berühren müssen, um ihre Kreativität zum Fließen zu bringen.)
  • Wenn Sie nur wenige Seiten aus einem Buch brauchen, kann es sinnvoll sein, sich das Buch auszuleihen und die Seiten zu kopieren. Ich habe dafür zum Beispiel ein kleines Mäppchen angelegt, das Material für meine Texte hortet. Andere Kopien wandern in mehrere Aktenordner. Und so komme ich locker mit zwei Bücherregalen aus. Vieles finden Sie auch mittlerweile als Datei im Internet.

Extra-Tipp: Auch hier wieder die mentale Erleichterung: Entmisten Sie alles, worüber Sie hinausgegangen sind oder was keine Funktion mehr für Sie hat. Machen Sie es nicht wie zum Beispiel ein Kollege von mir, der die Absagen auf seine Bewerbungen in einem meterlangen Regal in seinem Keller aufgehoben hat. Das blockiert nicht nur Platz, das drückt aufs Gemüt.

Tipp 4: Gewöhnen Sie sich daran, alles ordentlich abzulegen

Ich weiß, ich weiß, der Kreative und sein Chaos. 😉 Trotzdem: Ein ordentliches Ablage-System ist möglich und muss auch gar nicht aufwändig sein. Wie gesagt, mir reichen mein Mäppchen, meine Handvoll Aktenordner, zwei Bücherregale und ein paar Dateien im Rechner.

Weniger ist auch hier mehr.

  • Überlegen Sie, was Sie überhaupt aufheben wollen.
  • Legen Sie sich ein System von „Kurzzeit-Speichern“ (Mäppchen, noch zu bearbeiten) und „Langzeit-Speichern“ (Aktenordner, zum Aufheben und Nachschlagen) bzw. deren elektronische Varianten zu.
  • Ordnen Sie Ihr Material entsprechend ein.
  • Vernichten Sie so viel wie möglich.
  • Fertig.

Tipp 5: Halten Sie alles griffbereit in Ihrer Nähe

Manchmal kann es anregend sein und für einen Schub neuer Ideen sorgen, wenn man sich von seinem Arbeitsplatz entfernt und durch die Gegend wandert. Wenn Sie das aber alle Naselang tun, weil Sie etwas brauchen, ist das kontraproduktiv. Je mehr Zeit Sie mit Suchen verbringen, desto weniger Zeit haben Sie für Ihre Kreativität.

Suchen Sie sich deshalb alles zusammen, was Sie für Ihr aktuelles Projekt brauchen und legen Sie es geordnet (!) griffbereit hin. Umso entspannter können Sie arbeiten.

Tipp 6: Geben Sie allem einen Stammplatz

Und ein letzter Tipp: Unser Gehirn ist ein Gewohnheitstier. Such- und Umräum-Aktionen, die Sie vielleicht noch sportlich nehmen, hasst es wie die Pest. Tun Sie ihm deshalb den Gefallen und geben Sie allem einen Stammplatz.

Ordnen Sie zum Beispiel auf der linken Seite Ihres Schreibtisches die Fachbücher an, in denen Sie recherchieren wollen. Bauen Sie vor Ihrem Bildschirm die handschriftliche Skizze auf, die Ihnen als Muster dient. Und legen Sie rechts von sich Zettel und Stift für Notizen bereit. (Oder links, wenn Sie Linkshänder sind, versteht sich.)

Eine Erleichterung für Ihr Gehirn, ein schnelleres und besseres Arbeiten für Sie und mehr Ruhe und Zeit für Ihre Kreativität.

Na, wer sagt’s denn. Geht doch. 😉

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 23.06.10

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