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2005 - 2008
Heike Thormann Alle Rechte vorbehalten. Abdruck & Verwendung nur mit schriftl. Genehmigung. |
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von Heike Thormann Die Methode 6-3-5 ist die bekannteste Technik des Brainwriting. Dabei kombiniert das Brainwriting die Vorteile des Brainstorming mit denen kreativer Schreibtechniken wie etwa der kreativen Schreibmeditation. In der Regel wird 6-3-5 in der Gruppe durchgeführt. Dadurch, dass Ideen aber schriftlich – und weitgehend kommentarlos – gesammelt werden,
Wie funktioniert es? Die Methode 6-3-5 steht für 6 Teilnehmer, 3 Ideen und 5 Weitergaben. Aber natürlich lässt sich 6-3-5 auch mit weniger Teilnehmern durchführen, im Extremfall auch nur mit sich selbst (sozusagen 1-3-5). Jeder Teilnehmer erhält dabei ein vorgefertigtes Blatt Papier, auf dem die Aufgabenstellung und drei mal sechs Felder eingetragen sind. In die erste Spalte trägt jeder seine eigenen Ideen ein, danach wird das Blatt an den Nachbarn weitergegeben. Dieser baut mit seinen drei Ideen entweder auf denen des vorhergehenden auf oder entwickelt eigenständig neue. Und so geht es reihum. Nach Abschluss der fünf Runden können dabei maximal 108 (6 x 3 x 6) Ideen zusammengekommen sein. Allerdings ist es nicht verpflichtend, jeweils drei weitere Ideen beizusteuern. Wenn jemandem nichts (mehr) einfällt, fällt ihm nichts mehr ein. Punkt. Das muss dann auch respektiert werden. Die Methode 6-3-5 wurde von Professor Bernd Rohrbach entwickelt und empfiehlt sich immer dann, wenn innerhalb verhältnismäßig kurzer Zeit eine hohe Zahl von Ideen gefunden werden soll. Da die Zeit für die einzelnen Durchgänge auf 5 bis 10 Minuten begrenzt wird, ist der ganze Spuk nach etwa 20 bis 90 Minuten vorbei. 6-3-5 ist ebenso wie Brainstorming bei eher weit gestellten Fragen von Nutzen (also z.B. „wie können wir unseren Kundenservice verbessern“), weniger bei Detailfragen (wie etwa „wie können wir den Produktionsausstoß von Maschine xyz verbessern“). Im Gegensatz zu Brainstorming kann die Methode 6-3-5 aber auch bei komplexeren Problemen eingesetzt werden, die an der Spontaneität und unsystematischen Herangehensweise einer Gruppendiskussion scheitern würden. An Nachteilen von 6-3-5 lassen sich nennen:
© 2005 Heike Thormann, Erstveröffentlichung
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