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Aufgaben mit Mind Maps planen und visualisieren

Eine Mind Map kann man für vieles nutzen. Die Visualisierungsmethode nach Tony Buzan ist das „Allzweckmesser“ unter den Kreativ- und Denkmethoden. Sie können mit ihr besser lernen, schreiben, denken – und Ihre Selbstorganisation verbessern. Zum Beispiel, indem Sie Ihre Aufgaben mit einer Mind Map planen und visualisieren.

Eine Mind Map kann man für vieles nutzen. Die Visualisierungsmethode nach Tony Buzan ist das „Allzweckmesser“ unter den Kreativ- und Denkmethoden. Sie können mit ihr besser lernen, schreiben, natürlich denken – und auch Ihre Selbstorganisation verbessern. Zum Beispiel, indem Sie Ihre Aufgaben mit einer Mind Map planen und visualisieren.

Das ist nicht immer sinnvoll. Für vieles reicht eine einfache Strichliste mit zwei oder drei Punkten, die man erledigen will. Doch bei komplexeren Aufgaben ist Mind Mapping eine gute Wahl, um sich in die Tiefe zu hangeln und möglichst viele Einzelheiten zu erfassen. Und manche können mit nüchternen Aufzählungen generell nicht viel anfangen. Ihnen kommt die grafische, bunte, gern auch (scheinbar) leicht chaotische Arbeitsweise des Mind Mapping entgegen.

Nehmen wir mein bewusst einfach gehaltenes Beispiel. Ihre Aufgabe lautet, Ihre Schuhe zum Schuster zu bringen, um vielleicht den Absatz erneuern zu lassen.

Die einzelnen Arbeitsschritte für diese Aufgabe lauten: Sie stellen Ihre Schuhe bereit, um sie nicht zu übersehen. Sobald Sie Zeit haben, bringen Sie sie zum Schuster. Sie erteilen ihm einen „Auftrag“, sprich, Sie sagen ihm, was genau an den Schuhen gemacht werden soll. Sie lassen sich einen Abholtermin geben. Sie holen die Schuhe ab und bezahlen sie.

Als Mind Map sieht das etwa so aus:

Wie gesagt, für so etwas brauchen Sie keine Map, eine einfache Aufzählung reicht. Interessanter wird Mind Mapping, wenn Sie noch gar nicht wissen oder aber nicht sofort überschauen können, welche Details oder einzelnen Schritte zu Ihrer Aufgabe gehören. Dann können Sie sich Stück für Stück an Ihre Aufgabe herantasten.

Zum Beispiel so:

Sie machen sich einen Vermerk: Achtung, ich will meine Schuhe zum Schuster bringen. Was muss ich dafür tun?

Sie fangen mit den Schuhen an: Mmh, ich sollte sie irgendwo sichtbar hinstellen, damit ich die Aufgabe nicht vergesse. Und es wäre hilfreich, den gröbsten Schmutz zu beseitigen. Einmal für den Schuster, aber auch für meine eigene Tasche und meine Hände.

Vielleicht weiß ich noch nicht genau, zu welchem Schuster ich gehe. Dann muss ich als erstes klären, welche Schuster es überhaupt vor Ort gibt, wo sie sich befinden, und eventuell auch, welche Öffnungszeiten sie haben. Ich nutze die Gelegenheit und denke den ganzen Bereich „Schuster“ in die Tiefe: Was muss ich alles für und beim Besuch des Schusters bedenken?

Was gibt es zu beachten oder zu tun, wenn ich die Schuhe wieder abholen will? Falls ich sie nicht schon bezahlt habe, sollte ich sichergehen, genug Geld dabei zu haben. (Zumindest ich war schon einmal völlig überstürzt beim Schuster und durfte dann „anschreiben lassen“. ;-)) Ich sollte sie kontrollieren, ob alles so geworden ist, wie ich mir das vorgestellt habe. Und anderes mehr.

Eine Mind Map wird (zumindest im westlichen Kulturkreis) in der Regel im Uhrzeigersinn und von oben nach unten gelesen. Wenn Sie Ihre einzelnen Punkte oder Unterpunkte entsprechend ordnen, können Sie damit eine logische Reihenfolge nachahmen.

Sie können Ihre Punkte aber auch einfach durchnummerieren und damit eine Reihenfolge festlegen.

Übrigens sind Sie völlig frei, wie Sie eine Aufgabe durchdenken. Ich habe mir im Beispiel oben die Punkte Schuhe, Schuster und Abholung vorgenommen. Jedes Mal habe ich mich gefragt: Was muss ich bei den Schuhen berücksichtigen, was beim Schuster und so fort.

Sie können Ihre Aufgabe gedanklich aber auch anders aufrollen.

Überlegen Sie beispielsweise: Welche Vorbereitungen sollte ich treffen? Antwort: Zu den Vorbereitungen gehört es nicht nur, die Schuhe bereit zu stellen und zu säubern. Dazu gehört es auch, nach einem Schuster zu recherchieren und mich für einen zu entscheiden. Dazu gehört es, dass ich nicht planlos ohne Geld loslaufe, und anderes mehr.

Indem Sie den Ansatz leicht verschieben, bekommen Sie teils andere Reihenfolgen und Prioritäten, teils aber auch ganz neue Punkte wie etwa bei der anschließenden Bewertung: War ich mit dem Schuster zufrieden? Komme ich wieder? Oder verzichte ich im Gegenteil in Zukunft darauf und kaufe mir gleich neue Schuhe?

Es sind noch etliche weitere Möglichkeiten denkbar, eine Aufgabe aufzuschlüsseln und gedanklich zu durchdringen. Spielen Sie einfach mal ein wenig damit.

Wie gesagt, eine Mind Map macht längst nicht bei jeder Aufgabe Sinn, und natürlich habe ich dieses Beispiel absichtlich sehr einfach gehalten. Sie werden sich in der Regel keinen „Schlachtplan“ machen, nur um ein Paar Schuhe zum Schuster zu bringen. 😉

Doch das Prinzip bleibt sich gleich, ob es nun um Schuhe oder, sagen wir, den Bau eines Hauses oder die Gründung einer neuen Abteilung geht.

Viel Spaß noch mit Ihren Aufgaben und dem Mappen. 😉

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 13.11.2010

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