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6 Tipps, wie Sie mit Mind Mapping besser lernen

Mind Mapping ist bekannt. Aber wissen Sie auch, was Sie damit alles machen können? Allein beim Lernen können Sie sich mit einer Mind Map vieles erleichtern. Hier habe ich einige Anregungen für Sie.

Sehr viele haben schon mal was von Mind Mapping gehört. Die meisten davon haben wohl auch schon mal darüber gelesen oder damit experimentiert. Aber da hört es oft auf. Nur wenige beschäftigen sich damit, was man genau alles mit Mind Mapping machen kann.

Deshalb habe ich hier einige Anregungen für Sie, wie Sie mit Mind Mapping zum Beispiel besser lernen.

Sind das Prinzip, die Haupt- und Nebenäste einer Mind Map, für Sie doch böhmische Dörfer? Dann bringen Sie sich mit dieser kleinen Mind Map in Stimmung:

1. Mit Mind Maps können Sie Ihren Lernstoff besser ordnen und darstellen

Ich erinnere mich, dass ich in der Vorbereitung aufs Abi oder später auf die Abschlussprüfung an der Uni zwischen Irrsinns-Mengen von Lernstoff saß. Allein Geschichte mit seinen langen Datenkolonnen und Ereignissen konnte einen erschlagen. Wenn ich da nicht zeitig System in dieses Chaos von Mitschriften und Unterlagen gebracht hätte, hätte ich es vielleicht nicht durch die Prüfung geschafft. Zumindest hätte ich aber nicht sonderlich gut abgeschnitten.

Die Unterlagen selbst können Sie in einer logischen Reihenfolge in Ordnern o.ä. abheften. Aber um herauszufinden, was denn nun eine logische Reihenfolge ist, sprich welche Struktur hinter dem Ganzen steckt, bietet sich eine Mind Map an.

Verschaffen Sie sich beispielsweise einen Überblick, welcher Stoff inhaltlich wohin gehört, oder was in welcher Reihenfolge gelernt werden muss, und ordnen Sie dann alles passend an.

2. Eine Mind Map hilft Ihnen, die Zusammenhänge besser zu verstehen

Logisch, wenn Sie Lernstoff oder Unterlagen ordnen, sind Sie schon munter dabei, nach Zusammenhängen zu suchen. Aber auch sonst müssen Sie sich bei einer Mind Map immer für eine bestimmte Struktur entscheiden. Was schreiben Sie auf die dicken Hauptäste? Was auf die dünnen Nebenäste? Was ist also ein übergeordneter Punkt? Was ist ein Detail? Mind Mapping hilft Ihnen, Ordnung in Ihre Gedanken zu bringen und Zusammenhänge zu erkennen.

3. Mit Mind Mapping können Sie Texte besser planen und gliedern

Damit ist Mind Mapping auch gut geeignet, um Texte etwa für eine Hausarbeit oder ein Referat zu planen und zu gliedern.

Ordnen und strukturieren Sie Ihr Material wieder mit der Map. Schreiben Sie übergeordnete oder zusammenfassende Gesichtspunkte auf die Hauptäste der Mind Map. Arbeiten Sie sich anschließend mit den Nebenästen in die Tiefe.

Beispiel: In einer Hausarbeit über London wollen Sie ein Kapitel über die Königsfamilie bringen (ein Hauptast) und eines über berühmte Verbrecher (ein anderer Hauptast).

Bei der Königsfamilie fallen Ihnen beispielsweise Prinz Charles, Prinzessin Diana, die Queen, die Queen-Mum und andere Beteiligte ein, über die Sie schreiben könnten. (Alles Nebenäste.) Bei den Verbrechern vielleicht Jack the Ripper, oder aber Sherlock Holmes und Scotland Yard. (Als Gegner der Verbrecher.) Und so weiter, und so fort.

4. Mit Mind Mapping können Sie Wissenskarten, Checklisten, Exzerpte pp. erstellen

Oder nutzen Sie Mind Mapping, um Wissenskarten oder Ähnliches zu erstellen. Unser Gehirn denkt sowieso in Netzen und versucht immer, neue Informationen mit möglichst vielen schon vorhandenen zu verknüpfen. Mit einer netzartigen Struktur wie einer Mind Map fällt es ihm leichter, Informationen einzuordnen, Lücken zu schließen und sich alles zu merken.

Zeichnen Sie zum Beispiel eine Mind Map zum Thema Hunde. Und schauen Sie, was Ihnen alles zu Herkunft, Rassen, Aussehen, Einsatzmöglichkeiten (vom Blindenhund bis zum Drogenschnüffler) und anderen Oberpunkten einfällt.

Mit solchen thematischen Überblickskarten können Sie Wissen auf einen Blick erfassen und später weiterbearbeiten oder auch auswendiglernen.

Oder legen Sie Checklisten an. („Für Ostern muss ich noch erledigen: Hauptast 1 Essen mit den Nebenästen Brunchen am Ostersonntag und Kaffee am Ostermontag, weiter in die Tiefe mit Details wie Lachs kaufen, Baguette bestellen pp.; Hauptast 2 Tischschmuck, usw. usf.“)

Fertigen Sie Exzerpte an. Und und.

5. Mind Maps lassen sich prima für schnelle Mitschriften nutzen

Nicht nur die berüchtigten und oft ermüdenden Vorlesungen an der Uni arten schnell zu reinen Mitschreib-Schlachten aus. Auch in der Schule, in Sitzungen, bei Vorträgen wird fleißig geschrieben.

Nun ist das einerseits sinnvoll, denn wenn ich die Informationen nicht irgendwo festhalte, sind sie am nächsten Tag meistens schon wieder weg. Andererseits gibt es auch viele, die das Wort „Mitschreiben“ wörtlich nehmen und versuchen, das Gehörte Wort zu Wort zu erfassen. Dass das nicht machbar ist (außer Sie sind sehr gut in Stenografie), liegt auf der Hand. Es ist aber meines Erachtens auch nicht wirklich sinnvoll.

Notieren Sie die Informationen lieber in Stichpunkten. Das geht nicht nur schneller. Jetzt sind auch Sie selbst gefragt, diese Stichpunkte passend zu verknüpfen und wiederzugeben. Und erst damit zeigt sich, ob Sie die Materie wirklich verstanden haben.

Sie können diese Stichpunkte natürlich einfach in einer Kladde oder so notieren. Aber auch hier hat Mind Mapping seine Vorteile. Denn mit einer Mind Map können Sie zusätzlich die Struktur und innere Logik der Inhalte wiedergeben. Also was wohin gehört, was womit zusammenhängt, und Ähnliches mehr.

Extra-Tipp: Halten Sie selbst Vorträge und Co.? Dann halten Sie wieder die wichtigsten Informationen stichpunktartig in einer Mind Map fest. So müssen Sie Ihre Vorträge nicht mehr vom Blatt ablesen. Hangeln Sie sich einfach an den Stichpunkten entlang. Das hilft Ihnen, freier zu sprechen.

6. Eine Mind Map hilft Ihnen, sich neues Wissen besser zu merken

Und natürlich können Sie sich mit einer Mind Map neues Wissen besser merken.

Und zwar nicht nur, weil Sie sich alles, was Sie selbst schreiben, zeichnen, anfertigen und damit verarbeiten, besser merken können. Es ist das grundsätzliche Prinzip von Mind Mapping, das Ihnen beim Merken und Auswendiglernen hilft.

Denn Wissen, das Sie in ein größeres Umfeld einordnen, das Sie strukturieren oder mit anderen Informationen netzartig zusammenbringen können, können Sie sich auch leichter merken.

Und Wissen, das Sie grafisch vor Augen haben, das Sie nicht nur als Worte, sondern auch als Bild im Gedächtnis abspeichern, können Sie sich ebenfalls leichter merken.

Mit anderen Worten: Zeit für die eine oder andere kleine Mind Map. 😉

© 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 12.06.09

Literaturtipp: Mehr zu Mind Mapping samt Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie unter anderem bei Tony Buzan und Barry Buzan, Das Mind-Map-Buch. (Partner-Link, kleine Umsatzbeteiligung für mich.)

Möchten Sie meinen Beitrag weiterempfehlen? Dann sage ich mal: Danke. :-)