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Summertime: 16 Ideen, wo Sie im Sommer schreiben können

Viele, die schreiben, arbeiten am Schreibtisch. Doch das muss nicht darauf beschränkt bleiben. Mit Kladde in einem Café zu sitzen und zu schreiben ist ein gängiges Klischee – und mehr als ein Klischee. Hier habe ich 16 Impulse für Sie, wie Sie „von zuhause ausrücken“, den Sommer genießen und schreiben.

Vor etwas mehr als einem Jahr kündigte ich an, nicht mehr so viel in der „virtuellen Welt“, am Computer, am Schreibtisch arbeiten zu wollen. Daraufhin schrieb mir ein Leser, dass es bei ihm genau umgekehrt sei: Da er ein Buch schreiben wolle, seien bei ihm Computer und Schreibtisch ein wenig dichter ans Zentrum seines Lebens und Wirkens gerückt. Doch wolle er immerhin den Computer im Wesentlichen für das Tippen reservieren und sich noch diverse weitere Orte fürs Schreiben suchen.

Ich hatte damals die Idee, daraus einen Artikel zu machen, wo man überall schreiben könne. Nun, jetzt ist es Sommer, ich entfleuche so gut es geht dem schnöden Rechner und habe mal ein bisschen gesammelt, wo Sie *im Sommer* überall schreiben können. Schnappen Sie sich Stift und Papier (oder den nicht minder schnöden Laptop) und lassen Sie sich inspirieren.

Zuhause

Fangen wir bei den eigenen vier Wänden an und lassen die üblichen Schreib-Ecken beiseite.

In der Küche:

Manche haben noch eine große Bauernküche. Sie auch? Hier schlägt das eigentliche Herz des Hauses. Feste werden gefeiert, Menschen plaudern und schnacken, Katzen schnurren und dösen. Geben Sie dem Unbewussten Raum oder schreiben Sie den neuesten Klatsch mit.

Auf dem Balkon oder im Garten:

Machen Sie es sich gemütlich und lassen Sie die Seele baumeln. Die Gedanken treiben ab – wer weiß, welche Texte jetzt entstehen.

In der Stadt

Begleiten Sie mich auf einem Rundgang durch meine kleine Stadt und sitzen Sie mit mir …

In einem kleinen, versteckten Café:

Bei einer leckeren Eisschokolade mit Sahne, ohne jede Rücksicht auf irgendwelche Kalorien. Natürlich mit der Kladde fürs genußvolle Schreiben.  😉

In der Eisdiele auf dem Markt:

Für alle, die die Anregung durch „Besuchermassen“ brauchen – oder damit klarkommen.

In einer urigen Altstadtkneipe:

Schon die Atmosphäre atmet Geschichte(n). Schreiben Sie sie auf.

In der Kirche:

Die Häuser Gottes laden zum Nachdenken ein.

Ihnen steht der Sinne eher nach Asphalt-Cowboy und Großstadt-Fieber? Kein Problem, das geht auch. Mich werden Sie da zwar meist nur „wider Willen“ antreffen, doch die (Groß-) Stadt hat ihre eigenen Reize. Sammeln und ergänzen Sie selbst.

In der Natur

Immer wieder haben Menschen, die schreiben, die Natur gesucht. Die Natur bedeutet nicht nur Rückzug, Erholung, Entspannung. Sie lässt sie auch intensiver beobachten, wahrnehmen, fühlen. Der kleine Spatz, der sich schwankend auf dem Zaunpfahl hält und gegen die Windbö ankämpft – der junge Hund, der noch unsicher den Park kennenlernt – das sind Dinge, die im Getriebe größerer Menschenmassen und Städte schnell verloren gehen. Halten Sie sie fest.

Auf der Wiese:

Werfen Sie sich ins Gras und ziehen Sie sich den Sonnenhut ins Gesicht. Die Welt da draußen ist noch da, doch Sie schaffen in Ihrem Innern neue Räume und ganz andere Welten. Mit Pausen fürs Beobachten und Aufnehmen, versteht sich. 😉

Im Park:

Wenn Ihre Stadtväter und -mütter weise waren, haben sie Ihrer Stadt einige grüne Oasen erhalten beziehungsweise gegeben. Hier können Sie wunderbar mit Laptop oder Kladde Ihr Lager aufschlagen.

An Fluss oder See:

Ich bin ein „Wassermensch“. Dem nur drei, vier Fußminuten vor meiner Haustür liegenden See mache ich regelmäßig meine Aufwartung und laufe meine Runden. Das macht den Kopf frei. Vielleicht ist das auch etwas für Sie?

Im Wald:

Manchmal drohen zwar Bussard-Angriffe von oben (jedenfalls bei uns ;-)), doch es gibt auch viele schöne Stellen zum Schreiben – und Lesen.

An Strand oder Küste:

Herrscht wieder eine „steife Brise“ von rechts, die Sie sich eher in den Windschutz krallen und verheddern lässt, statt von diesem abgeschirmt zu werden? Nun ja, das gehört halt auch dazu. Nach einem erlebnisreichen Tag könnten später die Worte nur so aus Ihnen herauspurzeln.

An besonderen Orten

Manche verreisen im Sommer, andere bleiben zuhause. Für alle, die verreisen, habe ich hier noch ein paar spezielle Tipps. (Die Kategorien gehen fließend ineinander über.)

Im Zelt:

Schreiben Sie Tagebuch bei 3 Wochen Radeln durch Schottlands Regen. Ich bin auf Ihren Erfindungsreichtum an „farbigen Ausdrücken“ gespannt. 😉

Im Kloster:

Für alle, die die Stille suchen und lieben. Wer zuhause nicht abschalten kann, der schafft das vielleicht hier.

Im Landhäuschen einer Freundin oder beim bezahlten „House-Sitting“:

Tapetenwechsel sorgt für Abwechslung und schenkt Ihnen neue Ideen.

Im Schreibcamp:

Treffen Sie Gleichgesinnte und schreiben Sie zum Beispiel „auf der Burg“.

Auf dem Segelboot:

Träumen Sie sich in den Sonnenuntergang.

Ihnen viel Spaß beim Schreiben.

PS: Brauchen Sie noch etwas Hilfe beim Schreiben? Dann könnte mein Paket  „Schreib dein Buch“ etwas für Sie sein. Drei Selbstlernkurse und ein Trainingsbuch zeigen Ihnen, wie Sie schreiben lernen.

© 2013 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 22.07.13

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