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20 Möglichkeiten, wie Sie Probleme lösen

Probleme haben wir alle. Und sicher hat jeder seine Patent-Rezepte, wie er diese lösen kann. Und falls diese nicht ausreichen, ruft man auch gern nach dem Helfer Kreativität. Doch ob nun mit oder ohne Kreativität: Hier habe ich 20 Tipps für Sie, wie Sie Ihren Problemen zu Leibe rücken. Zudem hänge ich Ihnen diverse weiterführende Artikel an – damit Sie auch ganz genau wissen, wie es geht. 😉

Wie löse ich ein Problem? Für viele ist Kreativität immer noch vorrangig interessant, um Probleme zu lösen oder innovative neue Produkte zu erschaffen. Nun, das sind zumindest die Bereiche, in denen man sichtbar mit ihr „Geld verdienen kann“. Doch Kreativität ist erheblich mehr als nur ein „simpler Problemlöser“. Und es gibt auch viele Möglichkeiten, ein Problem ohne Kreativität zu lösen.

Hier stelle ich Ihnen einmal 20 Möglichkeiten vor, wie Sie Ihren Problemen mal mit und mal ohne Kreativität zu Leibe rücken. Die Auswahl ist natürlich rein subjektiv, ich hätte noch eine ganze Weile so weitermachen können. Und auch Sie selbst werden sicher Ihre eigenen Tipps haben. Lassen Sie sich also einfach von meinen inspirieren.

1. Suchen Sie nach dem wahren Problem

Nicht nur, wer hektischem Aktionismus frönt, kann am Kern des Ganzen vorbeirudern. Wenn Sie nicht wissen, wo Ihr eigentliches Problem liegt, verlieren Sie zumindest Zeit – und vielleicht werden Sie Ihr Problem auch nie wirklich lösen.

Sie können natürlich zum Beispiel – wie ursprünglich ich – um jeden Preis umziehen wollen. Und das macht auch Sinn, wenn es konkrete Gründe dafür gibt. Wenn es aber nur darum geht, die Nachteile Ihrer jetzigen Wohnung abzustellen, ist Ihr Problem nicht der Umzug, sondern es sind die Mängel Ihrer aktuellen Wohnung. Und die Lösung für dieses Problem kann erheblich günstiger, einfacher und besser sein, als es jeder Umzug wäre. 😉

Fragen Sie sich als erstes immer: Worum geht es hier eigentlich? Womit habe ich ganz genau ein Problem? Umso zielgerichteter können Sie nach Ideen und Lösungen dafür suchen.

2. Machen Sie es so wie immer

Das ist ein Klassiker, und aus gutem Grund: Meist reicht es wirklich, wenn wir unser Erfahrungswissen aktivieren und überlegen, wie wir solche oder ähnliche Probleme früher gelöst haben.

Doch Achtung, mitunter geht diese Haltung auch daneben: Hüten Sie sich dann vor der Betriebsblindheit, der Gewohnheitsfalle und anderen Denkfehlern.

3. Fördern Sie Ihre Inspiration

Manche nennen es Bauchgefühl, manche den „7. Sinn“. Tatsache ist, dass wir oft intuitiv spüren, wo der Hund begraben liegt und wie wir unser Problem lösen könnten. Oder genauer: Wir würden es spüren, wenn wir es uns a) selbst erlauben würden (viele trauen ihrem Instinkt da leider nicht) und wenn wir b) natürlich besagte Intuition „griffbereiter“ hätten.

4. Fördern Sie Ihre Kreativität

Kreativität und Intuition gehen Hand in Hand und bedingen sich oft gegenseitig. Wenn es nicht Ihr Bauch ist, der Ihnen hilft, kann es eine spontane Idee oder ein Geistesblitz sein. Fördern Sie also zu diesem Zweck mindestens genauso intensiv Ihre Kreativität.

5. Fragen Sie andere

Eine ganz einfache Sache, die Sie tun können, wenn Sie Ihre eigenen spontanen Ideen ausgeschöpft haben und auch Ihre Intuition nicht so recht will: Fragen Sie andere.

Andere sind vielleicht schon über Ihr Problem gestolpert und haben es gelöst bekommen. Oder sie können zumindest Tipps und ihre eigene Perspektive beisteuern oder mit lösungsfördernden Fragen weiterhelfen. Und auch Ihre Kreativität profitiert davon, wenn Sie nicht nur still für sich an etwas knabbern, sondern sich vernetzen.

6. Schreiben Sie Ihr Problem auf

Gut, Ihre spontanen, leicht auf der Hand liegenden Möglichkeiten sind Sie durchgegangen. Ihr Problem ist immer noch da. Dann schreiben Sie es auf.

Zum einen können Sie dadurch den bislang ausgebliebenen Geistesblitz fördern. Wenn Sie Ihr Problem in allen Einzelheiten aufschreiben und gern auch noch entsprechende Informationen hinzufügen, schaffen Sie in Ihrem Gehirn ein bestimmtes „Problemlösungs-Netz“. Das ist die Basis für Ihre Geistesblitze.

Je öfter Sie sich jetzt mit Ihrem Stoff auseinandersetzen, desto wahrscheinlicher wird es, dass Ihr Unterbewusstsein den einen oder anderen „Schub“ oder „Impuls“ für einen Geistesblitz bekommt.

Und zum anderen ist es auch grundsätzlich eine gute Idee, sich schriftlich mit seinem Problem zu befassen. Unser Kopf springt gern zwischen Gedanken hin und her, er verwirft oder bremst sich aus mit einem „ach, nun lass mal den Quatsch“.

Schriftlich ist es viel einfacher, am Ball zu bleiben und systematisch diverse Lösungen durchzuspielen. Viele Denk- und Kreativtechniken funktionieren nach diesem Prinzip.

7. Nehmen Sie Ihr Problem mit Fragen auseinander

Wie gesagt, andere können helfen, Ihr Problem zu lösen, indem sie Ihr Denken (und Ihre Betriebsblindheit) durch schlaue Fragen in eine andere Bahn werfen. Die Frage „musst Du eigentlich umziehen“ ist so eine Frage. 😉

Sie können Ihr Problem aber auch selbst mit Fragen auseinandernehmen. Achten Sie nur darauf, die „richtigen“ Fragen zu stellen. Wie Sie eine Frage formulieren, entscheidet darüber, in welcher Richtung Sie nach Lösungen suchen.

Wenn Sie sich fragen „mit welcher Diät kann ich abnehmen“, beschränken Sie vielleicht unnötig Ihre Möglichkeiten. Wenn Sie sich dagegen fragen „was kann mir alles helfen abzunehmen“, könnten Ihnen auch Dinge wie „mehr Sport“ oder „kein üppiges Essen mehr vor dem Zubettgehen“ einfallen.

Sie sehen den Unterschied? Eine „falsche“ Frage kann auch „falsche“ oder zumindest stark eingeschränkte Lösungen ergeben. Je präziser Sie Problem und Frage aufeinander abstimmen, desto besser können Sie Ihr Denken lenken und entsprechende Assoziationen und Ideen abrufen. Und: Desto besser werden Ihre Antworten ausfallen.

8. Nehmen Sie Ihr Problem mit dem kreativen Prozess auseinander

Auch der kreative Prozess ist eine Möglichkeit, sich systematisch mit Ihrem Problem auseinanderzusetzen und gezielt nach Lösungen zu suchen. Dazu verknüpfen Sie eine bestimmte Vorgehensweise mit ausgewählten Kreativtechniken – und das so lang, bis Sie eine akzeptable Lösung gfunden haben.

9. Wenden Sie Kreativitätstechniken an

Wenn Sie schon beim Kreativen Prozess und seinen Techniken sind, können Sie auch generell zu Kreativitätstechniken greifen. Manche von ihnen helfen Ihnen, ein Problem besser zu durchschauen, andere sind gut, um nach Ideen zu suchen.

10. Nehmen Sie das Ergebnis vorweg

Kennen Sie die gute Fee aus dem Märchen? Die gute Fee erfüllt Wünsche, die Kreativitätstechnik „Wunderfrage“ tut das auch, und beide helfen Ihnen, Ihr Problem zu lösen. Wie? Indem Sie das Ergebnis vorwegnehmen.

Nehmen wir an, ein Wunder geschieht und Ihr Problem wäre gelöst. Was genau hat sich dann verändert oder muss sich verändern, damit Ihr Problem gelöst ist? Können Sie diesen Lösungsweg vor sich sehen? Dann gehen Sie ihn.

11. Wechseln Sie die Perspektive und verfremden Sie

Viele Kreativitätstechniken basieren auf dem Prinzip von Perspektivwechsel und Verfremdung. So können Sie Blockaden wie etwa blinde Flecken leichter überwinden und teils ganz neue Lösungen finden.

12. Verfremden Sie und suchen Sie sich fiktive Helfer

Gut, wir sind immer noch bei der Verfremdung. Sie wollten ja blinde Flecken und Co. überwinden. 😉 Fragen Sie andere, das ist die einfachste Methode. Das hatten wir oben. Aber manchmal sind vielleicht keine anderen zur Hand, oder deren Tipps reichen nicht aus, oder Sie wollen Ihren Handwerkskoffer einfach noch ein wenig erweitern.

Dann suchen Sie sich „fiktive Helfer“. Befragen Sie „mentale Vorbilder“. Wie könnte Ihr Lieblingsheld das Problem gelöst haben? Wie würde Ihre verehrte Großtante vorgehen?

13. Suchen Sie Helfer in sich selbst

Natürlich sind auch Ihre fiktiven Helfer irgendwo Sie selbst, Sie übernehmen ihre „Stimme“ und stellen sich ihre Antworten vor. Immerhin versuchen Sie hier, der Persönlichkeit und den Lösungen Ihres mentalen Vorbilds so nah wie möglich zu kommen.

Mehr mit sich selbst und den verschiedenen Seiten Ihrer eigenen Persönlichkeit beschäftigen Sie sich beim sogenannten „Inneren Team“.

Jeder von uns hat unterschiedliche Wesensanteile, die sich mal mehr, mal weniger deutlich „zu Wort melden“. (Das heißt, unser Denken und unser Verhalten bestimmen.) Lassen Sie dieses „innere Orchester“ bei Ihrer Problemlösung helfen. So bekommen Sie verschiedene Perspektiven und Herangehensweisen aus einer Hand.

14. Nach Alternativen suchen

Nun gut, Sie bekommen Ihr Problem nicht so gelöst, wie Sie es gern gelöst hätten? Dann suchen Sie nach Alternativen. In den meisten Fällen wird es nicht nur einen Lösungsweg geben, sondern verschiedene Möglichkeiten. Halten Sie dann nicht krampfhaft an Ihrer Lieblings-Variante fest, sondern die Augen nach weiteren Wegen offen.

15. Sehen Sie Ihr Problem positiv

Sie haben Ihr Problem immer noch nicht gelöst? Versuchen Sie es dann mit positivem Denken.

Vielleicht ist Ihr Problem gar kein Problem? Mein ausgefallener Umzug war zum Beispiel gar kein Problem. Im Gegenteil, wenn ich umgezogen wäre, hätte ich all die Verbesserungen und Renovierungsmaßnahmen verpasst, die der Vermieter netterweise in meine Wohnung gesteckt hat beziehungsweise noch stecken wird.

Oder vielleicht ist Ihr Problem in Wirklichkeit halb so wild und wird von Ihnen nur unnötig aufgebauscht? Vieles ist in der Tat eine Frage der Sichtweise.

16. Machen Sie Ihr Problem zu einer Herausforderung

Wie gesagt, vieles ist eine Frage der Sichtweise. Und manchmal haben wir unser Problem vielleicht nur deshalb noch nicht gelöst, weil wir dazu gewisse Ängste, Selbstzweifel, einen inneren Widerwillen oder einen ebenso schädlichen inneren Kritiker überwinden müssen, der uns erzählt, dass wir das ja alles sowieso nicht können.

Nun können Sie dazu ein wenig an sich selbst arbeiten. Hier habe ich ein paar Anregungen für Sie:

Oder arbeiten Sie an der Sichtweise Ihres Problems. Nehmen Sie ihm zum Beispiel den Ruch des „Himmel, jetzt muss ich mich auch noch damit befassen“. Machen Sie es zu einer interessanten, attraktiven Herausforderung, der Sie mit Feuereifer nachgehen.

Wie das geht? Zum Beispiel mit NLP (= Neurolinguistisches Programmieren). Stellen Sie sich Ihr Problem im Geiste vor, verändern Sie es. Nehmen Sie die hässlichen Farben des „ich will nicht“ von ihm und kleiden Sie es in ein leuchtend gelbes „ja, endlich wieder ein Problem, das ich lösen kann“. 😉 Und so fort.

Hier bekommen Sie ein paar Tipps dafür: „Wie Sie mit NLP Ihre Gefühle ändern“

17. Überstürzen Sie nichts

Lassen Sie sich Zeit, überstürzen Sie die Dinge nicht. Ja, ich kenne das von mir selbst, dass man ein Problem möglichst schnell vom Hals haben will. Aber das ist nicht immer möglich und manchmal auch nicht sinnvoll. Sie reiben sich in dem Fall nur daran auf oder lösen Ihr Problem bestenfalls halb.

Es hat durchaus seine Vorteile, langsam zu denken und langsam vorzugehen. Manches Problem will geduldig gelöst werden. Für manche Probleme finden Sie erst im Laufe der Zeit eine Lösung. Und manche Probleme lösen sich mit der Zeit sogar von selbst. Also wozu der Stress. 😉

Achten Sie nur darauf, nicht ewig zu zaudern und zu zögern und auf den richtigen Zeitpunkt zu warten. Soviel Urteilsvermögen, das eine vom anderen zu unterscheiden, sollte schon sein.

18. Meditieren Sie

Auch das geht in Richtung Entschleunigung. Zudem geben Sie Ihrem Unterbewusstsein die Gelegenheit, sich ohne Zwang und krampfhaftes Nachdenken mit einer Sache zu befassen: Meditieren Sie.

Die besten Ideen findet man nicht umsonst entspannt unter der Dusche. Und für so manches Problem tragen wir eine Lösung vielleicht schon längst in uns. Wir sind nur noch nicht entspannt genug, sie zu sehen.

19. Schlafen Sie drüber

Ich hätte diesen Tipp ganz am Anfang bringen können, doch so schließt sich schön der Kreis. 😉 Schlafen Sie über Ihr Problem.

Mit ein bisschen Abstand sehen die Dinge oft ganz anders aus. Auch im Schlaf ist Ihr Unterbewusstsein entspannt und „zweckfrei bei der Arbeit“. Und Sie können den Schlaf sogar nutzen, um Ihr Unterbewusstsein ein bisschen gezielt in die richtige Richtung zu stupsen. Zum Beispiel, indem Sie sich Ihr Problem noch einmal eingehend zu Gemüte führen, einschließlich diverser Details – und sich dann hinhauen.

Denn während Sie friedlich vor sich hinschlummern, ist Ihr Gehirn unterdessen fleißig damit beschäftigt, eine Lösung für die Aufgabe zu suchen, die Sie ihm gestellt haben.

Oder anders formuliert: Manches findet man tatsächlich einfach im Schlaf. 😉

20. Lassen Sie den Perfektionismus sein

So, und hier kommt noch ein kleiner, feiner Lieblings-Tipp von mir, denn ich mache diesen Fehler so gern. 😉 Lassen Sie den Perfektionismus sein.

Müssen Sie Ihr Problem wirklich in sämtlichen Einzelheiten so perfekt wie möglich und so schnell wie möglich lösen? Nein? Oder kann daraus vielleicht sogar selbst eine handfeste Blockade werden?

In diesem Sinne: Viel Erfolg mit Ihren Problemen.

© 2011 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 25.11.11

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