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Testen Sie mal: Was
für ein Schreibtyp sind Sie?
Der Schreibblockaden-Selbsttest.
von Heike Thormann
Ein
nicht ganz ernst gemeinter Selbsttest für alle,
die
an
einem durchaus ernsten Problem leiden.
1. Selbstmanagement
Fangen wir gleich unangenehm an: Wie halten Sie es eigentlich mit Ihrem
Selbstmanagement? Und ganz ehrlich bitte. :-)
- Ich bin total durchorganisiert, ein bekannter
Zeitmanagement-Experte und meinen eigenen Zeitplänen um
Längen voraus.
- Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich meinem
Zeitplan schon wieder hinterherhinke.
- Ich mache generell alles auf den letzten
Drücker. Dabei komme ich erst so richtig auf Touren.
2. Arbeitsplatz
Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus? Was sehen Sie von Ihrem Arbeitsplatz
aus? Wo arbeiten Sie eigentlich?
- Mein Arbeitsplatz sieht aus wie geleckt. Ich
weiß, wo alles geht und steht. Ich habe alles unter Kontrolle.
- Ich bin ein Freund des kreativen Chaos und
brauche Lebendigkeit und Abwechslung, um zu Inspiration und Ideen zu
finden.
- Ich arbeite nicht. Wer hat gesagt, dass ich
arbeite?
3. Anerkennung
Anerkennung hätten wir alle gern. Viele von uns
müssen trotzdem darum kämpfen. Überlegen Sie
mal, wo und wie Sie Unterstützung bekommen.
- Die Menschen in meinem Leben stehen mir
hilfreich zur Seite. Ich fühle mich sicher und geborgen.
- Das gegenseitige Vertrauen und die Offenheit
zwischen mir und meinen Mitmenschen könnte besser sein.
- Ich bin der klassische Einzelkämpfer.
Ich beiße mich schon durch. Irgendwie.
4. Informationen
... sind die Basis allen Schreibens. Ohne dem ist nicht. Nur, wie
halten Sie es mit den Informationen?
- Ich bin ein notorischer Datensammler. Mir
entgeht nichts auf der Jagd auch nach dem letzten Bit.
- Ich habe das Gefühl, in der
Informationsflut zu ertrinken und den Wald vor lauter Bäumen
nicht mehr zu sehen. Der „information overkill“ ist
bei mir längst angekommen.
- Informationen brauche ich nicht. Alles, worauf
es ankommt, habe ich im Kopf.
5. Stress
Stress ist heutzutage eine Landplage. (Fast) jeder hat ihn. Keiner will
ihn. Und was ist mit Ihnen? Sind Sie im Stress, beim Schreiben?
- Stress ist für mich ein Fremdwort. Ich
bin ausgeglichen, ruhig und gelassen.
- Ich fühle mich oft
überfordert, mache Fehler, kann mich nicht mehr konzentrieren,
bin nervös und gereizt.
- Ich verbeiße mich in meine Arbeit und
lasse nicht locker, bis ich es hinter mir habe. Da bin ich wie ein
Terrier, Ehrensache!
6. Ängste
... gehören für die meisten von uns zum Leben dazu.
Haarig wird es allerdings, wenn sie uns so sehr blockieren, dass gar
nichts mehr geht. Und wie steht es mit Ihnen? Wovor haben Sie Angst
beim Schreiben?
- Ich akzeptiere meine Ängste und
räume ihnen genügend Raum ein. Ich weiß
aber auch, dass viele von ihnen hausgemacht sind. Mit den richtigen
Ansätzen habe ich das schnell wieder im Griff.
- Ich habe Angst davor, dass ich nicht
weiß, was ich schreiben soll. Ich habe Angst davor, etwas
Falsches oder Dummes zu schreiben. Ich habe Angst davor, dass ich mich
nicht ausdrücken kann und dass das, was ich schreibe, nicht
gut
genug ist.
- Ich habe keine Angst beim Schreiben. Warum
sollte ich? Schreiben kann doch jeder, oder?
7. Techniken
Die nötigen Techniken zu beherrschen, ist das A und O beim
Schreiben. Wer hier über Methoden und Know-how
verfügt, kann sich viel Zeit und Nerven sparen.
Überlegen Sie einmal, wie solide Ihr Handwerkskoffer
bestückt ist.
- Schreiben habe ich von der Pike auf gelernt.
Rechtschreibung, Grammatik, Wortschatz und Methodik – alles
paletti.
- Ich würde gern noch weitere Techniken
kennen lernen. Techniken, die mir helfen, meinen Horizont zu erweitern,
Blockaden zu durchbrechen, meine Gedanken zu ordnen und vom Kopf aufs
Papier zu bringen.
- Techniken brauche ich nicht. Ich bin ein
spontaner Mensch und schreibe immer, was mir so in den Sinn kommt.
Die Auswertung
- Haben Sie fünfmal oder öfter den
Buchstaben A angekreuzt? Dann sind Sie entweder zu beneiden, weil Sie
Ihr (Schreib-) Leben ganz offensichtlich im Griff haben oder Sie stehen
kurz davor, sich zu einem Überperfektionisten zu entwickeln.
Der Grat ist schmal und wo Sie stehen, dürften wohl nur Sie
selbst wissen.
- Haben Sie fünfmal oder öfter den
Buchstaben B angekreuzt? Dann sind Sie entweder ein Normalsterblicher
oder auch ein Suchender. Einer, der seine Schwächen kennt und
noch an ihnen arbeiten will.
- Haben Sie fünfmal oder öfter den
Buchstaben C angekreuzt? Dann bewundere ich Ihren Mut, der
sie trotzdem weitermachen lässt. ;-)
- Haben Sie eine wilde Mischung von allem
angekreuzt? Dann dürften Sie so ziemlich im Durchschnitt
liegen, vielleicht aber doch noch den einen oder anderen
Handlungsbedarf sehen.
PS: Für alle, die diesem „Handlungsbedarf“ jetzt nachgehen wollen, gibt es auch einen dazu passenden Kurs ...
© 2006 Heike Thormann
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