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2005 - 2008
Heike Thormann Alle Rechte vorbehalten. Abdruck & Verwendung nur mit schriftl. Genehmigung. |
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von Heike Thormann Noch immer lernt man an Schulen und Unis eher, Texte zu interpretieren, als zu schreiben. Kein Wunder, dass die Angst vor dem weißen Blatt weit verbreitet ist. Kreatives Schreiben kann Mut machen und neue Impulse geben. Seine Methoden gehen leichter von der Hand und führen doch zum selben Ziel: Schreiben zu lernen. Wozu Kreatives Schreiben? Schreiben wird immer noch oft als Fähigkeit gesehen, die man hat oder nicht hat. (Sogenannter Geniekult.) Mit der Folge, dass man an Schulen und Unis eher lernt, Texte zu interpretieren, als zu schreiben. Kein Wunder, dass die Angst vor dem weißen Blatt weit verbreitet ist. Was man nicht gelernt hat, kann man nicht leisten. Kreatives Schreiben kann Mut machen und neue Impulse geben. Denn es zapft das visuelle, kreative Denken an, erleichtert das Spiel mit Gedanken und Worten. Seine Methoden gehen leichter von der Hand und führen doch zum selben Ziel: Schreiben zu lernen. Begriff Kreatives Schreiben oder auch Creative Writing:
Geschichte Kreatives Schreiben ist nicht wirklich neu. Einzelne Formen des heutigen Kreativen Schreibens sind durch die Jahrhunderte und Kulturen belegt. Hat als „Bewegung“ seinen Sitz in den USA der 1920er Jahre. Dort wurde erstmals systematisch versucht, Schreibstörungen mit überlieferten Methoden des Kreativen Schreibens zu bekämpfen. Bald auch auf journalistisches und literarisches Schreiben übertragen. Seit 1960er Jahren in amerikanischer Hochschulszene fest verankert. In Deutschland erst seit den 1970er Jahren als Schreibform vertreten. Vom Lehrbetrieb teils noch skeptisch beäugt, aber im Kommen. Elemente Kreatives Schreiben dient als Sammelbegriff für verschiedene Ansätze. Einige populäre sind: Kreatives Schreiben als Spiel mit der Sprache
Methoden Eine kleine Auswahl kreativer Schreibmethoden. Manche sind eigens für das kreative Schreiben entwickelt (z.B. Freewriting und Clustering). Manche stammen aus anderen (Kreativitäts-) Bereichen (z.B. Mind Mapping). Automatisches Schreiben / Freewriting: Bestimmte Zeit lang ununterbrochen schreiben. --> Unbewusstes freisetzen, inneren Zensor austricksen. Clustering: Gedanken über Assoziationsketten folgen und netzartig verbinden. --> Ideen gewinnen, Zusammenhänge bewusst machen. Mind Mapping: Ideen oder Textfragmente ordnen und systematisieren. --> Konzepte entwickeln und rotem Faden folgen. Prämisse / Leitidee verändern: Unterschwellige Annahmen eines Textes erfassen und umwandeln. --> Argumentationsgang oder –schwächen erkennen. Perspektivwechsel: Einen Text aus einer anderen Perspektive neu erzählen. --> Neue Sichtweisen gewinnen, sich in Figuren oder Leser hineinversetzen. © 2008 Heike Thormann. Erstveröffentlichung 06.02.2008.
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