
|
|
||
![]() |
||
|
©
2005 - 2008
Heike Thormann Alle Rechte vorbehalten. Abdruck & Verwendung nur mit schriftl. Genehmigung. |
||
|
von Heike Thormann Laterales Denken ist ein vom britischen Psychologen Edward de Bono in den 1960er Jahren geprägter Begriff. Dabei bedeutet lateral "seitwärts". Wer also lateral denkt, geht nicht mehr geradeaus, sondern biegt um die Ecke, springt zur Seite und kommt von dort vielleicht zu einer neuen Sichtweise. Begriff Laterales Denken ist ein vom brit. Psychologen Edward de Bono in den 1960er Jahren geprägter Begriff. Dabei bedeutet lateral „seitwärts“. Wer also lateral denkt, geht nicht mehr geradeaus, sondern biegt um die Ecke, springt zur Seite und kommt von dort vielleicht zu einer neuen Sichtweise. Warum? Seinen Blickwinkel zu ändern kann helfen, Vorhandenes zu hinterfragen, blinde Flecken zu erkennen und das berühmte Brett vorm Kopf wieder loszuwerden. Immer nützlich, wenn man zum Beispiel neue Ideen, Alternativen finden will. Ob in Produktentwicklung oder festgefahrenen Diskussionen. Merkmale Beim Denken „seitwärts“ zu springen bedeutet unter anderem:
Methoden Hilfreich ist dabei eine offene, fragende, auch provozierende Grundeinstellung („was wäre wenn“) und der Einsatz entsprechender Methoden. Zum Beispiel: Die Sechs Hüte des Denkens: Jeder Hut steht für einen Aspekt, unter dem man ein Problem betrachtet (Fakten, Emotionen, Risiken & Negatives, Ideen usw.). Durch den Wechsel der Betrachtungsweise kann man ein Problem genauer durchdenken, neue Perspektiven finden und eine Frontenbildung bei Diskussionen vermeiden. Die Umkehrmethode: Überlegen Sie nicht, wie Sie ein Problem lösen, sondern wie Sie es verschlimmern können – und leiten Sie dann Gegenmaßnahmen ab. Beispiel: Was können wir tun, um unseren Service ins Bodenlose gleiten zu lassen? Die Random-Input-Methode: Nehmen Sie beliebige Worte oder Dinge, die nichts mit Ihrem Problem zu tun haben und konfrontieren Sie sie dann damit. Versuchen Sie, Verbindungen herzustellen und daraus neue Ansatzpunkte zu gewinnen. Beispiel: Was können wir aus einem Regenschirm für den Bau einer Gefrieranlage lernen? Und viele andere mehr. De Bonos Methodenprogramm ist sehr umfangreich, auch wenn sich viele davon in ähnlichen Kreativitättechniken wiederfinden. (Vgl. zum Beispiel Umkehrmethode als Kopfstandtechnik, Random-Input-Methode als Reizwort- / Lexikonmethode.) Gemeinsamkeiten Im Grunde geht es immer darum, zunächst neue Ansatzpunkte für ein Problem zu finden – und erst danach diese logisch-analytisch zu überprüfen. Also etwa:
Laterales Denken und Kreativität Laterales Denken und kreatives Denken sind nicht allzu weit voneinander entfernt. De Bonos Denkmethoden haben oft Ähnlichhkeit mit Kreativitätstechniken. Warum dann ein eigener Begriff?
Dieser Artikel wurde zuerst veröffentlicht im workshopwelt-magazin, April 2007. © 2007 Heike Thormann
Artikeltipp Diesen Spickzettel gibt es auch als PDF-Dokument zum Downloaden. Mehr zu Edward de Bono gibt's auch in meiner Übung Mit Edward de Bonos OPV die Perspektive wechseln. Alle Artikel finden Sie bequem zum Nachschlagen in der Seitenübersicht. Und immer auf dem Laufenden bleiben Sie mit meinem Newsletter. Er informiert Sie regelmäßig über die neuesten Tipps, Downloads und Übungen. Kostenlos und unverbindlich.
nach
oben
|
|
||||||||||||||||||||||||