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Spickzettel: Wissensziele setzen und erreichen


von Heike Thormann

Sich informiert zu halten und weiterzubilden, kostet Zeit. Setzen Sie sich deshalb Wissensziele und überlegen, wie Sie diese auch erreichen können. 


Warum Wissensziele?

Kommt Ihnen das bekannt vor?
  • Immer mehr Menschen müssen immer mehr Arbeit in kürzer werdender Zeit erledigen.

  • Das dem zugrunde liegende (Fach-) Wissen verdoppelt sich in rasantem Tempo.

  • Um up to date zu bleiben ist kontinuierliche Weiterbildung ein Gebot der Stunde.

  • Sich informiert zu halten und weiterzubilden kostet Zeit – womit wir wieder auf Feld 1 wären. ;-)
Die Lösung? Setzen Sie sich Wissensziele – und überlegen Sie, wie Sie diese auch erreichen können.


Was muss ich wissen?

Bestimmen Sie Ihre Wissensziele: Was müssen oder wollen Sie wissen bzw. lernen?

Fragen Sie sich – und zwar so konkret wie möglich:
  • Was muss ich für meine tägliche Arbeit wissen? Für die Führung meines Unternehmens? Für die Bewältigung des Alltags? (Kernwissen definieren)

  • Wo will ich (beruflich) hin? Welche unternehmerischen Ziele will ich erreichen? Was muss ich dafür an Wissen haben? (Kompetenzbedarf definieren)

  • Wo habe ich noch Lücken? Welches Wissen ist in meinem Unternehmen nicht oder nicht ausreichend vorhanden? Mit welchen Maßnahmen will ich diese Lücken schließen? (Wissensziele setzen)

Wo finde ich mein Wissen?

Überlegen Sie, wo und wie Sie an noch fehlendes Wissen herankommen.

Fragen Sie sich wieder:
  • Habe ich alle relevanten Informationen griffbereit? Wenn nein: Wie kann ich möglichst schnell darauf zugreifen?

  • Wie sieht mein Umfeld, mein Hintergrund aus? Was bringe ich mit? Wen kenne ich? Wer kann mir weiterhelfen?

  • Wie kann ich externes Wissen nutzen? Kenne ich mich mit Bibliotheken, Datenbanken, Internet, Netzwerken usw. aus? Soll ich externe Dienstleister einschalten?

  • Ist mein (Berufs-) Wissen sehr kurzlebig? Weiß ich, wie ich mich über aktuelle Trends und Entwicklungen auf dem Laufenden halten kann?

Wie kann ich das Wissen besser integrieren?

Überlegen Sie, wie Sie mehr aus dem neuen Wissen machen, wie Sie es besser verarbeiten können.

Stellen Sie sich dazu wieder die folgenden Fragen:
  • Suche ich mir neues Wissen nach dem Zufallsprinzip oder überlege ich mir vorher, worauf ich eine Antwort haben möchte und wie diese aussehen könnte?

  • Bereite ich das neue Wissen auf, strukturiere es, fasse es zusammen und nehme es in meinen (Arbeits-) Alltag auf?

  • Kenne ich meine Stärken und Schwächen? Weiß ich, wo ich noch an Arbeitstechniken feilen muss? Wie ich effektiver lernen kann?

  • Dokumentiere ich alle Erfahrungen, die ich im Zusammenhang damit gemacht habe? Welche Fehlschläge ich hinter mir und was ich aus ihnen gelernt habe?

  • Bitte ich aktiv um Feedback für meine Ergebnisse? Nehme die Anregungen anderer auf und überlege mir, was ich beim nächsten Mal besser machen werde?

Wohin soll es gehen?

Überlegen Sie, welche Fähigkeiten Sie weiterentwickeln wollen, welchen zukünftigen Anforderungen Sie eventuell begegnen müssen.

Fragen Sie sich wieder:
  • Was werde ich in absehbarer Zukunft noch wissen müssen? Welche Fähigkeiten werde ich auch in Zukunft noch nutzen können? Wie kann ich mir diese Schritt für Schritt aufbauen?

  • Woran erkenne ich, dass ich meine Wissensziele erreicht haben werde? Nach welchen Kriterien bewerte ich mein Wissen?

  • Sind meine Wissensziele präzise gehalten, in machbare Zwischenschritte unterteilt, überprüfbar, messbar und realistisch?

Konnten Sie alle Fragen (positiv ;-)) beantworten und letzte Unklarheiten beseitigen? Haben Sie sich einen Maßnahmeplan erarbeitet, eine Marschrichtung vorgegeben?

Gut, dann dürfte Ihnen ja nichts mehr im Wege stehen, wenn Sie  sich Wissensziele setzen und erreichen wollen.

Viel Erfolg dabei! 

Dieser Artikel wurde zuerst veröffentlicht im workshopwelt-magazin, Oktober 2006. © 2006 Heike Thormann


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