Bleiben Sie auf dem Laufenden:
Newsletter lesen »
Feed lesen »




Synchronizität: Geh den ersten Schritt, und Türen werden sich öffnen

Sie kennen es vielleicht als Sprichwort: „Selbst der längste Weg beginnt mit einem kleinen Schritt.“ Oder auch als japanische Spruchweisheit: „Selbst ein Weg von tausend Meilen beginnt mit einem Schritt.“ Und sicher gibt es noch weitere Varianten dieses Zitats.

Das ist aber nicht nur eine Tatsache beim Zeit- und Selbstmanagement, wenn man mal wieder am Fuß eines (Arbeits-) Berges steht und angesichts des meilenweit entfernten Gipfels die Dinge entsetzt am liebsten bleiben lassen will – statt sie schrittweise, langsam, aber sicher zu bewältigen.

Das ist auch die tiefere Wahrheit, die hinter dem Phänomen der Synchronizität steckt. Eine Wahrheit, die man vielleicht formulieren könnte als: „Geh den ersten Schritt, und Türen werden sich öffnen.“

Drei Beispiele für Synchronizität

Es war der Psychoanalytiker C.G. Jung, der als erster für diese Wechselwirkung von Innen- und Außenwelt den Begriff Synchronizität verwendete.

Wenn innere und äußere Ereignisse im Leben plötzlich „synchron“ (also etwa deckungsgleich, übereinstimmend) zu laufen scheinen, dann kann das Absicht, das Eingreifen des Schicksals oder auch purer Zufall sein. Manchmal ist es aber auch noch etwas völlig anderes. Manchmal ist es Synchronizität. 😉

Das kann zum Beispiel so aussehen:

Vielleicht haben Sie mit einer Entscheidung gerungen, haben sich zum Beispiel überlegt, ob Sie sich selbstständig machen sollen – und plötzlich, wie aus dem Nichts tauchen überall Seminare, Bücher oder Veranstaltungen zum Thema Selbstständigkeit auf.

Vielleicht haben Sie auch beim Kaffeeklatsch Ihren Angehörigen erzählt, dass Sie „auf Ihre alten Tage“ am liebsten noch mal die Schulbank drücken und etwas Neues lernen würden – und am nächsten Tag hören Sie im Radio, dass Ihre lokale Uni ein „Studium-im-Alter“-Angebot einführen wird.

Oder vielleicht haben Sie seit Ihrer Kindheit den Wunsch, Autorin zu werden, trauen sich aber nicht so recht und bestücken „aus Jux“ nur diverse Hobby-Zeitschriften mit Ihren Texten – und eines Tages klopft der Programmleiter eines kleinen Verlags bei Ihnen an und fragt, ob Sie nicht für ihn schreiben wollen.

Chancen wahrnehmen und ergreifen

Oder anders formuliert: Ja, Glück und Schicksal gehören dazu. Aber oft muss man so weit gar nicht gehen.

Wenn Ihre Gedanken, Wünsche, Träume, Ihre „innere Welt“, aus heiterem Himmel auf ein Echo oder gar die Erfüllung in der „äußeren Welt“ stoßen, wenn es also zur Synchronizität kommt, kann das schlicht

1. eine Frage der Wahrnehmung sein: Erst die Beschäftigung mit der Selbstständigkeit lässt Sie überall auf Angebote dazu stoßen. Vorhanden waren sie sicher schon früher. Sie sind nur Ihrer Aufmerksamkeit entgangen, weil Sie nicht an sie gedacht haben.

Genauso beim Radio-Beitrag zum „Studium im Alter“. Auch hier haben Sie sich aktiv in Gedanken und gegenüber anderen mit dem Thema auseinandergesetzt. Und diese Sensibilisierung lässt Sie aufhorchen, wenn sich Ihnen entsprechende Chancen und Möglichkeiten bieten.

2. eine Frage der Ausstrahlung sein: Mehr noch, wenn Sie sich mit etwas identifizieren, werden Sie diese Chancen und Möglichkeiten sogar buchstäblich anziehen. Sie werden Ihre Begeisterung für etwas oder Ihre Sehnsucht danach ausstrahlen, oder – besser noch – entsprechend handeln.

Und mit dieser Ausstrahlung, diesem Tun könnten Sie beim Autorenbeispiel dann etwa Programmleiter von Verlagen anziehen, in der Kantine auf Mitstreiter stoßen, einen Tipp für eine Weiterbildung bekommen, und und.

Geh den ersten Schritt …

Warten Sie deshalb nicht, bis Sie Ihre Träume oder Ideen in trockenen Tüchern zu haben meinen. Und erst recht versagen Sie sich diese Träume und Ideen nicht. Denn dann kann auch die Synchronizität nicht wirken. Springen Sie einfach.

Vertrauen Sie Ihrer Kreativität. Machen Sie sich daran, etwas zu erschaffen. Ob Lebenstraum, Buch oder Unternehmensprodukt, das ist egal. Wichtig ist nur, dass Sie anfangen und den ersten Schritt tun.

Die Synchronizität wird dafür sorgen, dass Sie immer wieder Chancen und Möglichkeiten für den nächsten bekommen.

© 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 21.04.09

Möchten Sie meinen Beitrag weiterempfehlen? Dann sage ich mal: Danke. :-)