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10 Tipps, wie Sie leichter Prüfungen bestehen

Die wenigsten von uns gehen begeistert in eine Prüfung. Auch wenn sich die allgemeine Nervosität nicht zu einer regelrechten Prüfungsangst und –panik steigern muss. Sehen Sie zu, dass Sie zumindest gut vorbereitet sind. Dann werden Sie Ihre Prüfungen auch leichter bestehen. Hier finden Sie ein paar Tipps und Ideen.

Die wenigsten von uns lieben Prüfungen oder Klausuren. Vorher macht man sich völlig verrückt, opfert Zeit und Nerven. Und hinterher kann man mit dem Lernstoff vielleicht sogar nie wieder etwas anfangen. (Das war zumindest bei meinem Altgriechisch so. Es wäre eine Aufgabe für Prüfungsordnungen und Lehrpläne, dies stärker zu berücksichtigen.)

Und doch wollen die meisten von uns irgendetwas in der Hand haben, mit dem sie nachweisen können, was sie da eigentlich die ganze Zeit gelernt haben. Und zwar nicht nur, weil es sich beim Arbeitgeber gut macht oder ein „gesellschaftlicher Druck“ nach Scheinen und Titeln besteht. Nein, es ist auch unser eigenes kleines Ego, das gern ein paar Qualifizierungsnachweise für sich hätte. 😉

Und für diesen Nachweis müssen wir, genau, durch eine Prüfung. Doch keine Bange, man kann sich Prüfungsstress und Prüfungsangst auch ein wenig leichter machen. Zum Beispiel mit diesen 10 Tipps, wie Sie eine Prüfung bestehen.

1. Sorgen Sie für ein gutes Zeitmanagement

Viele fangen erst auf den letzten Metern an, für eine Prüfung zu lernen. Bei manchen mag das noch funktionieren. Sie brauchen eine gewisse „Betriebstemperatur“ (auf gut Deutsch: Druck), um in die Puschen zu kommen.

Doch darunter leidet oft die Qualität, und auf jeden Fall machen Sie sich mehr Stress als nötig. Arbeiten Sie lieber ein Lernprogramm aus und gehen Sie nach Plan vor. Mein Lernplaner kann Ihnen dabei helfen.

Stellen Sie sich vor, Sie laufen ein Rennen, und am Ende steht das Ziel „Prüfung“. Was sollten Sie dann wann tun, um dieses Ziel so gut wie möglich zu erreichen? Vergessen Sie auch Puffer für die Unwägbarkeiten des Lebens nicht. Und feiern Sie kleine Meilensteine und Teilerfolge.

2. Lernen Sie zielgerichtet

Lernen Sie nicht alles oder nichts. Bereiten Sie sich lieber gut auf Abschlussprüfung und Co. vor. Welche Themen werden (voraussichtlich) überprüft und abgefragt werden? Manchmal werden Sie sogar wählen können. In anderen Fällen ist der Prüfer bekannt dafür, bestimmte „Lieblingsthemen“ zu haben.

Schrumpfen Sie den Berg dessen, was Sie zu lernen haben, so gut wie möglich zusammen. Versuchen Sie, ein „Skelett“ herauszuarbeiten und das Wichtigste zu erkennen. Dazu noch ein, zwei Beispiele, um alles anschaulich erklären zu können, und das war’s.

3. Prägen Sie sich das Wichtigste ein

Wenn Sie gute Vorarbeit geleistet haben, fällt es Ihnen leichter, sich ausschließlich das wirklich Wichtige einzuprägen. Ein unschätzbarer Vorteil gegenüber allen, die zwischen dicken Büchern verzweifeln. Merke: Wer sich nur wenig einprägen muss, der braucht auch kein Super-Gedächtnis dafür. 😉

Diesen Rest, dieses „Skelett“, würde ich dann so gut es geht auswendiglernen. Und sei es nur als Schlagworte, zu denen Sie aus Ihrer Erfahrung und dem Gelernten weitere Details anfügen können. Ein solches Gerüst gibt Ihnen Halt und bewahrt Sie davor, ins Schwimmen zu geraten.

Meine Checkliste Vokabeln lernen oder meine ABC-Liste Leichter merken und besser behalten geben Ihnen ein paar Tipps, wie Sie sich etwas besser einprägen.

4. Simulieren Sie die Prüfung

Bereiten Sie sich tatsächlich und mental auf die Prüfung vor.

Üben Sie zum Beispiel allein oder mit Freunden ein Prüfungsgespräch, stehen Sie sich (gegenseitig) Rede und Antwort. Oder erklären Sie den Lernstoff einem fiktiven Zuhörer. Halten Sie kleine Vorträge. Gehen Sie den Lernstoff in Gedanken noch einmal durch oder fertigen Sie kleine Schaubilder dazu an.

Zum einen wiederholen und festigen Sie damit das Gelernte. Wenn Sie über etwas stolpern, weil Sie es nicht verstanden haben, können Sie es jetzt noch nachholen.

Zum anderen gibt es Ihnen Sicherheit und Halt, etwas mental bereits einmal durchgespielt zu haben. Es ist Ihnen vertraut, Sie haben es in Gedanken bewältigt. Umso leichter werden Sie es auch in der Realität bewältigen.

5. Lernen Sie Meditations- und Entspannungstechniken

Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Meditieren die geistigen Fähigkeiten verbessert. Wer regelmäßig meditiert, konzentriert sich, lernt und denkt besser.

Zudem hilft Meditieren dabei, Stress abzubauen, ruhiger zu werden und Grübeleien oder Angst vor der Prüfung zu reduzieren.

Das Gleiche gilt natürlich auch für andere Entspannungsmethoden wie Autogenes Training.

Fangen Sie damit am besten schon deutlich vor der Prüfung an. Erstens braucht jede neue Methode Zeit, bis Sie sie beherrschen. Und zweitens können Sie so auch die Wochen vor der Prüfung gelassener angehen und mit mehr Ruhe lernen. In der Prüfung selbst können Sie sich immer kurz „sammeln“, wenn Panik oder Chaos in Ihrem Kopf Sie zu überwältigen drohen.

6. Lassen Sie das Gelernte sacken

Lernen Sie kurz vor einer Prüfung besser nichts Neues mehr. Wiederholen Sie alles und lassen Sie es sacken. Oder schließen Sie gegebenenfalls noch einige Lücken.

Das neue Wissen braucht Zeit, um sich in Ihrem Gedächtnis zu setzen, und es braucht Wiederholungen, um wirklich zu sitzen. Achten Sie auch darauf, es nicht mehr mit neuem Lernstoff zu überlagern und es so ungewollt zu „löschen“.

Und machen Sie sich nicht damit verrückt, noch in der letzten Minute die Nase in die Bücher zu stecken. Sie werden nur gestresst in die Prüfung gehen und die Hälfte unterwegs vergessen.

Schlafen Sie lieber darüber. Ihr Gehirn wird das neue Wissen im Schlaf verarbeiten und abspeichern.

7. Gehen Sie gut vorbereitet in die Prüfung

Gut, das ist jetzt Definitionssache, was für Sie „gut vorbereitet“ ist.

Manche behaupten zum Beispiel, dass man unbedingt ein gesundes Frühstück als Grundlage brauche, aber die Finger von Kaffee lassen sollte. Anderen dreht sich der Magen schon beim Gedanken an Frühstück um, und Kaffee in Maßen könnte die letzte Müdigkeit verscheuchen. Probieren Sie einfach aus, was gut für Sie ist.

Sehen Sie allerdings zu, dass Sie zumindest pünktlich oder deutlich früher zum Prüfungstermin erscheinen. Wenn Sie hektisch und gestresst anrauschen, wird Sie dieser Stress sonst in die Prüfung begleiten.

Und machen Sie sich auch besser nicht damit verrückt, noch in letzter Minute auf dem Gang mit anderen den Stoff durchzuhecheln oder Hiobs-Botschaften auszutauschen. Schotten Sie sich ab und schalten Sie auf Durchzug. Kollektive Panik war noch nie sonderlich sinnvoll.

Manche schwören auch auf kleine Glücksbringer oder Talismane, die ihnen helfen, sich zu sammeln und zuversichtlich in die Prüfung zu gehen. (Tipp: Legen Sie sich am besten zwei zu, falls Sie mal einen zuhause vergessen, Ihr Glück in Gefahr sehen und damit rechnen, durchzufallen. ;-))

Vielleicht ist es Ihnen auch möglich, sich generell in eine positive Stimmung zu versetzen. Locken Sie sich damit, dass bald alles vorbei ist. Versprechen Sie sich eine Belohnung. Erinnern Sie sich an bereits erfolgreich bestandene Prüfungssituationen.

8. Gehen Sie in der Prüfung strategisch vor

Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick: Was wird alles gefragt?

Peilen Sie anschließend über den Daumen, wie viel Zeit Sie jeder Aufgabe zugestehen können.

Nehmen Sie sich zunächst die Aufgaben vor, die Ihnen besonders einfach erscheinen. Kleine Erfolgserlebnisse lassen Sie beschwingter weitermachen.

Beißen Sie sich nicht an Aufgaben fest. Wenn Sie nicht weiterwissen, lassen Sie diese Aufgabe ruhen. Vielleicht haben Sie später noch Zeit, zu ihr zurückzukehren und sie erneut anzugehen.

Machen Sie sich bei jeder Aufgabe zunächst ein paar Notizen, was Sie in etwa schreiben wollen. Schreiben Sie nicht einfach drauflos. Erstens kann Sie das den roten Faden kosten, Sie kommen vom Kurs ab und sagen nicht (mehr) das, was Sie eigentlich sagen wollten. Und zweitens kann es Zeit kosten, wenn Sie zu viel schreiben oder aber über Formulierungen brüten und den Inhalt aus den Augen verlieren.

Ähnlich gilt das auch bei mündlichen Prüfungen:

Wenn Sie können, machen Sie sich Notizen. Diese können Sie im Gespräch „abarbeiten“ beziehungsweise als kleine Gedächtnishilfen nutzen.

Und hängen Sie sich nicht auf, wenn Sie einmal nicht weiterwissen. Erzählen Sie vom Nächstliegenden, das Ihnen einfällt. Beobachten Sie den Prüfer, wie er darauf reagiert, und ob Sie mehr vom Thema abkommen oder sich ihm nähern. Bleiben Sie im Dialog. Meistens werden Sie Hinweise bekommen, die Sie aufgreifen können.

Geben Sie es ruhig zu, wenn Sie etwas nicht wissen. Doch bieten Sie immer auch Alternativen und Teil-Lösungen an. Das ist besser, als sich in ein Schneckenhaus zu verkriechen und total zu verstummen. Das ist sogar der Vorteil einer mündlichen Prüfung. Sie können sich mit dem Prüfer die Bälle zuwerfen und fachsimpeln, statt über dem weißen Blatt zu verzweifeln. 😉

9. Schreiben Sie sich Ihre Prüfungsangst von der Seele

Wie gesagt, die wenigsten gehen mit Begeisterung in eine Prüfung. Nervosität ist eigentlich immer normal, bei vielen kann sich diese auch zu Angst und Panik auswachsen.

Gute Vorbereitung kann helfen, Entspannungsmethoden können helfen. Doch ein Tipp ist ganz simpel und zugleich sehr ergiebig: Schreiben Sie.

Schreiben Sie sich beispielsweise Ihre Angst von der Seele. Es ist ebenfalls wissenschaftlich erwiesen, dass Angst, die man im Kopf hin und her bewegt oder lähmend sitzen hat, blockiert. Ihr Gehirn wird sich nicht mit dem Thema, sondern mit Ihrer Angst beschäftigen, und das ist kontraproduktiv. Lassen Sie sie raus, dann geht es leichter.

Und schreiben Sie mit einem kleinen Free Writing etwas zu Ihrem Thema oder auch einfach irgendetwas, und sei es Gedanken über das Wetter. Auch das hebt den Block auf und bringt Sie ins Handeln. Haben Sie sich warmgeschrieben, geht’s mit der eigentlichen Aufgabe weiter.

10. Rekapitulieren Sie und lernen Sie aus der Prüfung

Logisch, wenn Sie die Prüfung bestanden haben, ist Ihnen erst einmal nach Feiern zumute. Und das sollten Sie auch tun, inklusive der kleinen Belohnungen, die Sie sich versprochen haben.

Trotzdem kann es nicht schaden, aus einer Prüfung zu lernen. Wie ist es gelaufen? Was war gut? Was würden Sie beim nächsten Mal anders machen? Wo haben Sie Ihr Thema noch nicht im Griff gehabt oder noch Lücken?

Sie wissen ja: Die nächste Prüfung kommt bestimmt. Und dann sind Sie zumindest eines: Gut vorbereitet. 😉

Kurstipp:

Selbstlernkurs „Kreativ lernen“
Mit Kreativität leichter, schneller und besser lernen

© 2011 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 27.01.11

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