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Selbst wenn wir das, was wir tun, lieben, brauchen wir oft noch einen kleinen Schubs, um wirklich damit zu beginnen. Größere Blockaden können ein paar Schreibtricks natürlich nicht lösen. Aber sie können Aufschieberitis und Anfangswiderstände zumindest etwas kleiner machen.

1. Tipp gegen das Aufschieben: Affirmationen schreiben

Greifen Sie zu Affirmationen. Affirmationen (von lateinisch firmus = stark, fest, kräftig) sind kleine, inspirierende Sätze, mit denen Sie Ihr Vorhaben bekräftigen und sich selbst Mut zusprechen.

Nehmen wir an, Sie wollen sich ein frisches Äußeres zulegen und zu diesem Zweck Ihre Garderobe aufbessern.

Achten Sie dann bei Ihren Affirmationen darauf, dass Sie sie

  • positiv formulieren und Verneinungen meiden („Ich bin gut gekleidet und fühle mich wohl.“ statt „Ich laufe nicht mehr wie eine graue Maus rum.“ Das lässt Sie das „gut gekleidet“ sehen, und nicht die graue Maus.)
  • eher in der Gegenwart, statt in der Zukunft formulieren („Ich bin gut gekleidet.“ statt „Ich werde gut gekleidet sein.“ Das macht Ihrem Unterbewusstsein unter anderem klar, dass es jetzt Zeit ist, zu handeln, nicht irgendwann in der Zukunft. Ausnahme: Sie formulieren kleinschrittig etwa „Ich werde jeden Tag ein bisschen besser gekleidet sein.“)
  • möglichst kurz und knapp formulieren („Ich fühle mich wohl.“ oder Ähnliches; je griffiger die Formulierung, desto intensiver sind die Gefühle, die Sie mit ihr verbinden.)

2. Tipp gegen das Aufschieben: Mission Statement schreiben

Ähnlich wie Affirmationen funktionieren auch andere Methoden. Die Unterschiede liegen im Detail. Affirmationen nehmen unter anderem ein bestimmtes Ziel gedanklich vorweg und sorgen dadurch für den nötigen Schwung, es zu erreichen.

Eine Alternative dazu wäre zum Beispiel ein Mission Statement (grob: Absichtserklärung). Das macht nicht nur bei Militär und Sport Sinn. Sich seine Vorhaben und Leitlinien vor Augen zu führen, kann auch Ihnen helfen, beherzt zu beginnen.

Beispiel:

„Ich werde mit einer individuellen Farbtabelle bewaffnet jedes Kleidungsgeschäft in meiner Nähe aufsuchen. Dort werde ich das vorhandene Farbangebot mit meinen eigenen Farben vergleichen. Alle Geschäfte, die meine Farben nicht oder nur selten führen, werde ich von meiner Liste streichen. Dieses strukturierte Vorgehen hilft mir, bei Spontankäufen nicht wieder zur falschen Farbe zu greifen.“

3. Tipp gegen das Aufschieben: Parolen schreiben

Eine andere Alternative wären schlagkräftige Parolen, mit denen Sie bei der Stange bleiben. Je kürzer und einprägsamer Sie Ihre Parole formulieren, desto effektiver wird sie Sie zum Handeln und Durchhalten auffordern.

Beispiel:

  • Kleider machen Leute.
  • Jeder hat seinen eigenen Stil.
  • Ich krieg das hin.
  • Eile mit Weile.

Spielen Sie ruhig ein bisschen mit Affirmationen und Co. Bekommen Sie ein Gefühl für die Sache. Wiederholen Sie sie auch regelmäßig beziehungsweise behalten Sie sie deutlich sichtbar vor Augen. Umso leichter werden Sie Ihnen in Fleisch und Blut übergehen und helfen, Aufschieberitis und Anfangswiderstände zu überwinden.

© 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 02. Juli 2009

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