Bleiben Sie auf dem Laufenden:
Newsletter lesen »
Feed lesen »




Neun Gebote bei Veränderungen

Veränderungen gehören zum Leben dazu, machen aber auch Angst. Was also tun? Versuchen Sie es einmal mit den folgenden Neun Geboten, um mit Veränderungen fertig zu werden. Vielleicht fällt Ihnen Ihr Weg dann etwas leichter.

Veränderungen gehören zum Leben dazu. Sie machen aber auch Angst.

Panta rhei – alles fließt, das wussten schon die alten Griechen. Alles ist in Bewegung, alles ist im Fluss. Nichts bleibt, wie es war.

Veränderungen gehören nicht nur zum Leben dazu, Veränderungen sind das Leben.

Der Käse, den wir uns so mühsam gesichert haben, wird immer wieder verschwinden. Das Umfeld, das wir uns geschaffen haben, ist in permanentem Wandel begriffen. Und auch wir selbst erschaffen uns tagtäglich neu, bauen hier etwas an, setzen dort ein wenig um.

Veränderungen gehören also zum Leben dazu.

Veränderungen machen aber auch Angst.

Wir wollen nicht, dass unser Käse verschwindet, denn wir wissen nicht, ob wir ihn je wiedersehen oder einen neuen finden werden. Wir wollen nicht, dass sich unser Umfeld wandelt, denn wir haben gerade angefangen, uns darin wohl zu fühlen. Und wir wollen uns auch oft genug nicht selbst (neu) erschaffen, denn der Mensch, der uns dann aus dem Spiegel ansieht, ist uns unbekannt – und das Unbekannte fürchten wir.

Was also tun?

Versuchen Sie es einmal mit den folgenden Neun Geboten, um mit Veränderungen fertig zu werden. Vielleicht fällt Ihnen Ihr Weg dann etwas leichter. :-)

1. Gebot: Lerne dich selbst kennen.

Finde heraus, wer du bist und was dir wichtig ist. Verschaffe dir Klarheit über deine Wünsche und Ziele. Spiele die Veränderung geistig durch, wäge Pro und Contra ab. Wenn du weißt, warum du dich verändern willst oder musst, fällt es dir auch leichter, die Ärmel hochzukrempeln und dich an die Arbeit zu machen.

Tipp: Versuche auch, in dich hineinzuhören und dich bewusst wahrzunehmen. Frage dich: Was macht die Veränderung mit mir? Was ist gut daran? Was bringt mich weiter?

2. Gebot: Hol dir Unterstützung.

Niemand hat gesagt, dass du dich allein auf den Weg machen musst. Hol dir Hilfe. Tausch dich aus. Frage Freunde, Kollegen und Bekannte. Sammle Informationen oder bilde dich weiter. 😉

Zu zweit geht nicht nur vieles besser, der zusätzliche Blickwinkel kann dir auch dabei helfen, Sinn und Zweck von Veränderungen zu erkennen, Möglichkeiten und Lösungen zu finden.

Tipp: Wenn du dich nicht aus eigenem Entschluss veränderst, sondern weil dich jemand anders dazu veranlasst (zum Beispiel durch Scheidung, Kündigung oder ähnliches), dann versuche, die Sichtweise des Verändernden zu verstehen. Oft genug steckt hier noch Potenzial drin, aus dem du lernen kannst.

3. Gebot: Sei gut zu dir.

Sei nicht zu streng mit dir. Nimm dich und deine Gefühle ernst. Lass auch Kummer und Zorn zu. (Möglichst, ohne jemanden zu verletzen. ;-)) Ärger über eine unbefriedigende Situation kann eine mächtige Energiequelle sein.

Noch besser aber: Versuche herauszufinden, was dich motiviert und in Schwung bringt. Ergreife positive Stimmung wie Gefühle und lass dich von ihnen tragen … durch die Veränderungen und das Leben.

4. Gebot: Vertraue auf dich.

Vertraue auf dich und deine Fähigkeit, mit Veränderungen fertig zu werden. Besinne dich auf deine Stärken. Niemand wird allwissend geboren, aber jede Hürde, die wir nehmen, bringt uns ein Stückchen weiter. Mach dir klar, was du schon alles geleistet hast und wo du dich nicht hast unterkriegen lassen.

Nutze diesen berechtigten Stolz auf dich und deine Leistungen, um loszulassen und Grenzen zu überwinden. Nicht nur der Appetit kommt beim Essen – auch die Kraft beim Gehen.

Tipp: Vertraue auch dem Leben und deinen Mitmenschen. Nicht alle wollen dir an den Kragen und das Leben ist nicht so schwer, wie wir oft meinen. Kannst du aus der Opferrolle rauskommen, dich deiner Angst stellen und den Mut aufbringen, mit Gewohntem zu brechen? Dann hast du auch gute Karten, mit dem, was dir an Veränderungen über den Weg laufen mag, fertig zu werden.

5. Gebot: Geh neugierig durch die Welt.

Geh auf Entdeckungsreise, blicke über deinen Tellerrand, öffne deine Sinne und fördere deine Wissbegier. Um so leichter wird es dir fallen, Blockaden zu überwinden und Chancen zu ergreifen.

Und vor allem: Hab keine Angst vor Fehlern. Wenn wir Angst vor Fehlern haben, führt das dazu, dass wir uns immer schön bedeckt halten, keine Risiken eingehen und auch so wenig wie möglich Neues beginnen. Auf diese Weise verhalten wir uns aber passiv, nicht aktiv. Und verändern uns vielleicht erst, wenn es schon zu spät ist.

6. Gebot: Mal dir dein Ziel in leuchtenden Farben aus.

Stell dir ganz konkret vor, wie du dich fühlen wirst, wenn du dein Ziel erreicht hast. Mal es dir in allen Farben aus. Kannst du es sehen? Dann halte es fest. Mit einem klaren Ziel vor Augen fällt dir nicht nur das Losgehen leichter, sondern vor allem auch das Durchhalten. Und Durstphasen werden dir unterwegs noch genug begegnen, glaub mir.

Tipp: Wenn du gelegentlich ein kleines, sagen wir, Motivationsproblem hast, dann arbeite nicht nur mit dem Zuckerbrot (dem leuchtenden Ziel), sondern auch mit der Peitsche.

Stell Dir drastisch vor, was passieren wird, wenn du dein Ziel nicht erreichst. Wenn du vielleicht gar nicht erst losgehst. Wenn dich die unangenehmen Dinge einholen, denen du eigentlich durch die Veränderung entkommen wolltest. Ist das jetzt Ansporn genug für dich? 😉

7. Gebot: Mache einen Plan B.

Du hast ein Ziel anvisiert, einen Plan aufgestellt und dich auf den Weg gemacht? Aber irgendetwas ist unterwegs schief gegangen? Das kann passieren. Davor ist keiner gefeit. Gut für den, der dann noch ein As im Ärmel hat.

Mache also einen Plan B und überlege dir vorher, welche Wege du gehen kannst, wenn dein Favorit versagt. Du musst sie auch nicht bis ins letzte Detail ausarbeiten. Stell dir einfach verschiedene Lösungen vor, die du einschlagen kannst, wenn du an einer Wegkreuzung angekommen bist.

Tipp: Bevor ich es vergesse … Lerne vielleicht auch, Entscheidungen zu treffen. Sonst könnte es dir passieren, dass du zu lange an der Kreuzung stehen bleibst – und der Zug längst abgefahren ist.

8. Gebot: Übernimm dich nicht.

Du bist also losgegangen und hast die Veränderung in Angriff genommen. Prima. Aber damit dir jetzt unterwegs nicht die Puste ausgeht (und du wieder in alte Gewohnheiten zurückfällst), verändere dich am besten in kleinen Schritten und nicht radikal auf einen Schlag. Erstens ist das besser für die Gesundheit und zweitens erkennt dich sonst keiner wieder. 😉

Geh in Etappen vor. Das Ergebnis ist das Gleiche, aber der Weg ist viel angenehmer. Und belohne dich auch ruhig selbst, wenn du ein Etappenziel erreicht hast. Das spornt an – für den nächsten Abschnitt.

9. Gebot: Denk immer daran – die Welt ist das, wofür wir sie halten.

Du kennst das Sprichwort „wie man in den Wald hineinruft, so schallt es wieder heraus“? Dann weißt du ja, was ich meine.

Wenn du glaubst, dass dir eine Veränderung schwer fallen wird, dann wird sie das auch. Und wenn du glaubst, dass du es nicht schaffen wirst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass du dein Ziel verfehlen oder gar nicht erst losgehen wirst.

Nenn es self-fulfilling prophecy (sich selbst erfüllende Prophezeiung) oder Murphys Gesetz (was schief gehen kann, geht schief). Das Ergebnis bleibt das Gleiche: Du hast ein Problem.

Denk also immer daran: Die Welt ist das, wofür wir sie halten. Das bedeutet aber auch, dass wir sie zu dem machen können, was wir gern hätten. Habe keine Angst vor Veränderungen, sondern gehe sie aktiv und selbstverantwortlich an. Die Neun Gebote wollen dir dabei helfen.

© 2006 Heike Thormann, Erstveröffentlichung Oktober 2006

Möchten Sie meinen Beitrag weiterempfehlen? Dann sage ich mal: Danke. :-)