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2005 - 2008
Heike Thormann Alle Rechte vorbehalten. Abdruck & Verwendung nur mit schriftl. Genehmigung. |
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von Heike Thormann Warum sollten wir das Verfolgen eines Zieles vermissen, wenn wir doch endlich bei dem angekommen sind, was wir haben wollen? Ziele sind eine etwas zwiespältige Sache: Man kann sie erreichen – das ist schön. Oder man kann sie verfehlen – das ist weniger schön. Man kann ständig auf der Suche nach ihnen sein – und sich mehr Orientierung wünschen. Oder man kann den Weg für das Ziel halten – und damit vielleicht einer ganz eigenen Bestimmung folgen. Um Ziele geht es auch im heutigen Beitrag. Allerdings weniger um Wege, als vielmehr ums Wandern. "Am Ziel deiner Wünsche wirst du jedenfalls eines vermissen: dein Wandern zum Ziel." formuliert es Marie von Ebner-Eschenbach. Und mal ehrlich: Ist das nicht zumindest auf den ersten Blick eine etwas merkwürdige Aussage? Warum sollten wir das Wandern vermissen, wenn wir endlich bei dem angekommen sind, was wir haben wollen? Können wir nicht froh sein, die Strapazen überwunden zu haben, die Durststrecke hinter uns gebracht zu haben und im gelobten Land angekommen zu sein? Können wir nicht froh sein, endlich erfolgreich abgenommen, eine Ausbildung glücklich abgeschlossen, eine Wohnung komplett durchrenoviert oder einen neuen Job gefunden zu haben? Warum dann all die Diäten, Prüfungen, Handwerksdesaster oder Bewerbungstorturen vermissen? Was sind Ziele? Fangen wir deshalb am Anfang an und überlegen, was eigentlich Ziele sind. Ziele sind das,
Was passiert beim Wandern? Das heißt, wenn wir zum Ziel wandern, dann gehen wir mit ganzem Herzen, denn wir wollen etwas erreichen. Vielleicht brennen wir sogar vor Leidenschaft, beseelt von dem Wunsch, etwas, was uns wichtig ist zu bekommen. Wir glühen vor Begeisterung, fühlen uns beschwingt und lebendig. Keine Arbeit ist uns zu schwer, die Tage viel zu kurz. Selbst Hindernisse sind nur dazu da, überwunden zu werden. Auf das leuchtende Ziel konzentriert finden wir Antrieb und Motivation, mobilisieren unsere Kräfte – und stellen im Nachhinein erstaunt fest, was wir alles geschafft haben. Ein Glücksgefühl, das sich nicht nur aus dem erreichten Ziel speist, sondern allein schon aus der Tatsache, sich auf den Weg gemacht zu haben und schrittweise seine Ziele zu erreichen. Etwas aus eigener Kraft zu tun, einfach, weil man es will, nicht, weil man es muss. Ziele geben uns aber nicht nur die Kraft und Energie durchzuhalten. Sie geben vor allem dem, was wir tun, einen Sinn. Wenn wir auf ein Ziel zusteuern, gibt uns das Richtung und Halt – egal, wie weit das Licht entfernt sein mag. Wir haben etwas, worauf wir uns freuen können, und wir können aktiv daran arbeiten, es zu erhalten. Wobei es relativ egal ist, worauf Sie sich da freuen. Ob die Geburtstagsfete, die allen Beteiligten Spaß machen und in guter Erinnerung bleiben soll und deshalb von Ihnen nach allen Regeln der Kunst durchorganisiert wird. Oder eine Ausstellung, ein Hausbau, ein Lebenswunsch. Oder anders formuliert: Das Wandern zum Ziel ist ein bestimmter Lebenszustand, eine Geistes- und Gemütsverfassung. Es gibt einem die Möglichkeit, zu lernen und sich zu entwickeln. Es fordert einen heraus und belohnt damit, über sich selbst hinauszuwachsen. Es ist eine Reise zu sich selbst und zu dem, was man will. Ein Ausdruck für sein Ich und eine Quelle seiner Kraft. Mit allen Haken und Ösen. ;-) Was hat das mit mir zu tun? Und wie steht es mit Ihren Zielen und Ihrem Wandern? Überlegen Sie vielleicht einmal:
Halten Sie auch Rückschau, wenn Sie Ihr Ziel erreicht haben:
Dieser Artikel wurde zuerst veröffentlicht im workshopwelt-magazin, April 2007. © 2007 Heike Thormann Artikeltipp Alle Artikel finden Sie bequem zum Nachschlagen in der Seitenübersicht. Und immer auf dem Laufenden bleiben Sie mit meinem Newsletter. Er informiert Sie regelmäßig über die neuesten Tipps, Downloads und Übungen. Kostenlos und unverbindlich.
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