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Mit unseren Ideen, Wünschen, Plänen ist das so eine Sache. Sie sind schnell gefasst – und ebenso schnell wieder verworfen. Sie aus dem Kopf zu holen und aufs Papier zu bannen, kann helfen, sie machbar werden zu lassen und zu verwirklichen. Lesen Sie, warum.

In meinem Online-Kurs „Schreiben Sie die Geschichte Ihres Lebens“ lasse ich meine Teilnehmer gern ein Bild von ihrer Zukunft malen. Es soll sie inspirieren und ihnen als Leuchtfeuer auf dem langen Weg zum Ziel dienen. Oder genauer: Ich lasse sie dieses Bild in allen Einzelheiten mit Worten und Geschichten beschreiben.

Eine Teilnehmerin meinte dazu, dass dieses Zukunftsbild, wenn man es so auf Papier geschrieben sieht, sogar so wirke, als ob es machbar wäre.

Genau, das ist auch der Sinn und Zweck davon, etwas aufzuschreiben. Es wird plötzlich machbar. Was uns sonst an wildem Geplapper durch den Kopf gehen mag, an hauseigenen Blockaden zerschellen kann, nicht ernst genommen wird, vorschnell verworfen wird oder in den Mühen des Alltags untergeht, wird durch das Schreiben machbar.

Warum das so ist?

Das lesen Sie in den 7 Gründen, warum Ideen, Wünsche, Pläne durch Aufschreiben machbar werden.

1. Seine Gedanken und sich selbst wahrnehmen

Viele von uns betäuben sich absichtlich mit immer neuen Ablenkungen und Zerstreuungen, um sich selbst nicht zu hören und damit vielleicht auch hinterfragen zu müssen. Aber so weit brauchen Sie gar nicht zu gehen: Das Hamsterrad des Alltags genügt schon, um uns erfolgreich am Denken zu hindern. Dann reicht es vielleicht noch zu Routine-Handlungen, aber mehr auch nicht.

Wenn Sie etwas machen, umsetzen oder erreichen wollen, was über die Routine hinausgeht, müssen Sie sich zunächst einmal mit sich selbst beschäftigen. Damit, was Sie wollen, wie Sie etwas sehen und was machbar sein soll.

Schreiben hilft Ihnen bei dieser Selbsterfahrung und Selbstwahrnehmung. Schreiben deckt Ihre Gefühle, Gedanken und Wahrnehmungen auf.

2. Die Selbstkontrolle abschütteln und zum Kern vorstoßen

Oft denken wir aber noch sehr kontrolliert. So sehr haben wir verinnerlicht, was von uns gewünscht wird oder wie wir uns zu geben haben, damit wir von den anderen angenommen werden. Manchmal stimmt dieses „das macht man halt so“ sogar mit unseren Wünschen überein, oft aber auch nicht.

Wenn Sie die Routine verlassen wollen, müssen Sie sich trauen, das Undenkbare zu denken. Schreiben, und vor allem auch Kreatives Schreiben, hilft Ihnen dabei. Es lässt Sie Ihre normale Selbstkontrolle und den inneren Zensor abschütteln.

Wovon Sie sonst vielleicht nur zu träumen wagen, kann das kreative Schreiben freilegen und deutlich machen. Seine Stärke ist der Zugang zu Ihrem Unbewussten und damit zum eigentlichen Kern Ihres Selbst.

3. Die Gedanken und Pläne ordnen und strukturieren

Mit Gedanken und Gefühlen ist es aber nicht getan. Wenn etwas machbar sein soll, sollten Sie es auch in eine machbare Form bringen. Und das bedeutet in aller Regel, den ganzen Kladderadatsch an Gedanken und Ideen erst einmal zu ordnen und zu strukturieren.

Schreiben hilft Ihnen dabei. Denn Schreiben ist Denken auf Papier. Wenn Sie Ihre Gedanken aufschreiben, können Sie sie leichter ordnen und strukturieren, ihnen einen Sinn verleihen. Das, was bislang noch unklar war und nur als vager Schemen existierte, wird so endlich greifbar.

4. Mögliche Hindernisse und Blockaden aufdecken

Aber auch Hindernisse und Blockaden werden greifbar. Hier hilft vor allem das Autobiografische Schreiben. Erscheint Ihnen zum Beispiel Ihre Idee, eine Praxis als Heilpraktiker aufzumachen oder allein nach Indien zu fliegen, völlig abwegig? Dann forschen Sie in Ihrer Vergangenheit, um zu klären, warum.

Denn ein großer Teil unserer Verhaltensweisen lässt sich direkt aus unserer Vorgeschichte erklären. Die Art und Weise, wie wir groß werden, die Werte, mit und zu denen wir erzogen werden, die Erfahrungen, die wir im Laufe des Lebens machen – alles hat Einfluss auf unsere Denk- und Handlungsweisen.

Decken Sie solche Zusammenhänge auf und Sie sind ein Stück näher dran, Ihre Ideen, Wünsche und Pläne „machbar“ werden zu lassen.

5. Systematisch nach Lösungen suchen

Gut, Sie haben sich also mit Ihren Gedanken, Wünschen und Ideen beschäftigt und versucht, diese zu strukturieren. Damit sie machbar, also umsetzbar werden, werden Sie in der Regel auch Ideen brauchen, wie diese Umsetzung aussehen könnte.

Schriftlich nach solchen Möglichkeiten und Lösungen zu suchen, ist viel erfolgversprechender, als nur mal im Kopf darüber nachzudenken. Wie gesagt, unser Kopf springt gern zwischen Gedanken hin und her, er verwirft oder bremst sich mit einem „ach, nun lass mal den Quatsch“ aus.

Schriftlich ist es viel einfacher, am Ball zu bleiben und systematisch diverse Lösungen durchzuspielen. Viele Denk- und Kreativtechniken funktionieren nach diesem Prinzip.

6. Eine Verpflichtung mit sich selbst eingehen

Und schließlich ist Schreiben Handeln. Wenn Sie schreiben, nehmen Sie die Tat in Gedanken vorweg. Sie zeigen Ihrem Gehirn einen Lösungsweg, auf den es sich einschießen kann. Da ist nichts mehr mit „ach, Quatsch“. Da ist plötzlich ein machbarer, gangbarer Weg.

Zudem gehen Sie so sozusagen eine Verpflichtung mit sich selbst ein. Ideen, die Sie vage im Kopf haben, sind schnell verworfen und Sie sind fein raus. 😉 Auf dem Papier sieht die Sache ganz anders aus.

Ein Papier (oder eine Datei, das Material ist egal) hat Substanz, die Worte nehmen buchstäblich Gestalt an. Sie haben mit diesen Worten Ihren Willen erklärt. Ihnen jetzt den Garaus zu machen, fällt erheblich schwerer, als die vagen Schemen in Ihrem Kopf zu killen. Die Ergebnisse, die Sie produzieren, rücken der Umsetzung so ein gutes Stück näher.

7. Erinnert werden und nicht aus den Augen verlieren

Und um nicht allzu „metaphysisch“ zu werden, will ich ganz praktisch schließen. 😉 Wenn Sie etwas aufschreiben, können Sie es natürlich auch nicht so schnell vergessen und aus den Augen verlieren.

Das gilt für Todo-Listen, die Ihre Schritte zur Umsetzung beinhalten, genauso, wie für die oben erwähnten Zukunftsbilder, die Sie sich beispielsweise an den Kühlschrank kleben können.

Beide werden Sie immer wieder an Ihr Vorhaben erinnern – und dieses dadurch machbar werden lassen.

In diesem Sinne: Schreiben Sie’s auf. 😉

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 14. April 2010

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