Feed lesen: Kurzübersicht Icon RSS-Feed
Newsletter lesen: Downloads und Artikel
Schon über 18.000 Abonnenten




Für alle neuen Leser: eBook "Kreative Helfer in Alltag und Beruf"

Bitte klicken Sie hier, um sich das eBook anzusehen (ca. 50 S.) ...

Alle Jahre wieder ist es soweit: Weihnachten und Neujahr stehen vor der Tür. Plätzchen werden gebacken, Tannenbäume geschmückt – und Weihnachtskarten geschrieben. Wenn Sie unsicher sind, wie Sie Ihre Neujahrswünsche und Weihnachtsgrüße rüberbringen sollen, habe ich hier ein paar Tipps für Sie.

Als ich noch als Texterin gearbeitet habe, hatte ich auch einmal eine Kundin, die die Weihnachtskarten für ihre Kunden von mir schreiben ließ. Oder genauer ließ sie die Texte für diese Weihnachtskarten von mir schreiben.

Sie hatte damit einen Teil der Arbeit ausgelagert, und vor allem musste sie sich nicht mehr mit der Frage herumschlagen: Wie zum Kuckuck schreibe ich eigentlich originelle Weihnachtsgrüße oder auch Neujahrswünsche?

Offenbar ist es gar nicht so einfach, ein paar Zeilen zu Weihnachten zu schreiben. Es soll sich vom Einheitsbrei abheben. Es soll etwas Persönliches sein. Der festliche Anlass setzt höhere Maßstäbe. Man möchte anderen eine Freude machen oder bei Kunden einen guten Eindruck hinterlassen. Und so fort.

Und da Weihnachten und Neujahr gerade wieder vor der Tür stehen, kommen hier ein paar Tipps und Ideen, wie Sie Worte für Ihre Weihnachtskarte finden oder aufbauende Jahreswünsche für das neue Jahr schreiben.

Nebenbei: Kreative Schreibimpulse bekommen Sie auch in meinem Kurs “Kreativ Schreiben lernen”. Auch gern für Weihnachtskarten …

Einige allgemeine Tipps vorab

Bei der Recherche für diesen Artikel habe ich öfter die Warnung gelesen, man solle keine „abgedroschenen Standard-Motive“ für die Karte wählen. Also bitte keine Tannenbäume, Schornsteinfeger und so weiter.

Ich muss sagen, ich bin da deutlich weniger anspruchsvoll. Wenn mir eine Karte gut gefällt, gefällt sie mir. Punkt. Und wenn ein ganzer Wald von Tannenbäumen darauf abgebildet sein sollte. (Obwohl das vermutlich schon wieder kreativ ist. Mal etwas anderes als der Standard-Baum. ;-))

Auch habe ich die Warnung gelesen, dass die Karte unbedingt handgeschrieben und keinesfalls vom Computer sein solle.

Nun ist Handgeschriebenes immer sehr stilvoll. Ich schreibe meine Weihnachtskarten selbst alle mit der Hand. Doch ich habe auch schon viele schöne elektronische Karten bekommen oder sogar phantasievoll aus ASCII-Code zusammengesetzte Weihnachtsbilder.

Was ich allerdings in der Tat wichtig finde, ist ein persönlicher Gruß. Den Vordruck „ein frohes neues Jahr“ oder „merry Christmas“ nur mit seiner Unterschrift zu zieren, käme bei mir nicht so gut an. Da schließe ich mich der Meinung der anderen Autoren an: Ein paar Minuten für einen individuellen, herzlichen Gruß sollten drinsitzen. Sonst kann man das ganze Unterfangen gleich sein lassen. ;-)

Der Aufbau einer Weihnachts- oder Neujahrskarte

Wie gesagt, meistens bringt eine Karte schon eine vorgedruckte Grußformel mit. Noch ein, zwei nette Sätze dazu, Unterschrift – fertig, das war’s. Mehr muss nicht sein.

Vor allem Karten an Geschäftskunden folgen dem Muster

  • Ein paar Gedanken zum Anlass (Weihnachten oder Neujahr)
  • Ein kleiner Rückblick auf das vergangene Jahr (gegebenenfalls inklusive Art der Geschäftsbeziehung und mit Dank für die Zusammenarbeit)
  • Ein Vorausgriff auf das nächste Jahr (gegebenenfalls mit Wunsch nach einer ähnlich guten Zusammenarbeit)
  • Ein persönlicher Wunsch an den Adressaten (je nach Zielgruppe von „Mega-Silvesterparty“ bis „Gesundheit, Glück, Erfolg im neuen Jahr“)
  • Die Unterschrift

Bitte mit Gefühl

Der Ton darf übrigens ruhig etwas „besinnlicher“, sprich gefühlvoller sein. Also weder amtlich, noch geschäftlich, noch wie eine kurze Steno-Nachricht. Selbst mit einer SMS kann man noch Gefühl und Herz ausdrücken, also bitte keine Ausreden. ;-)

Zu Weihnachten sind alle ein wenig feierlicher drauf, man macht sich Gedanken über das vergangene oder neue Jahr – lassen Sie das gern in Ihre Texte einfließen.

Sie sollten nur nicht gar zu tief in die Mottenkiste greifen und schwülstig werden. Geben Sie Ihre Karten vorsichtshalber jemand anderem zum Gegenlesen, wenn diese „Gefahr“ bestehen sollte.

Dies ist auch eine schöne Gelegenheit, sich von Floskeln und Beamtendeutsch zu trennen. „Anlässlich des Weihnachtsfestes“ geht man nicht in Kirche oder Restaurant. Man feiert dort allenfalls Weihnachten. ;-)

Sprüche und Zitate bringen

Zitate erfreuen sich generell großer Beliebtheit. Zu Weihnachten gilt das erst recht. Auch ich habe die Karten für meine Kundin mit einem Zitat begonnen und ihnen einen kleinen Text folgen lassen. Dabei bezog sich der Text immer auf das Zitat und schlug gleichzeitig einen Bogen zu Wünschen an den Kunden, Dank für die Zusammenarbeit und Ähnlichem mehr.

Sie selbst können variieren. Wenn Sie nur das Zitat schreiben, lädt auch das bereits zum Innehalten und Nachdenken ein. Oder Sie machen es wie ich und setzen das Motto, die Grundstimmung oder andere Elemente aus dem Zitat in Ihrem Text fort.

Persönlich werden

Wenn Sie Karten an Ihr privates Umfeld verschicken, dürfte es nicht allzu schwer fallen, den Grüßen noch einige persönliche Zeilen anzuschließen. Nehmen Sie Bezug auf den Umzug der Freundin, das neue Kind, das unterwegs ist, die neue berufliche Herausforderung. Was war im alten Jahr los? Was liegt für das neue an? Welche Wünsche könnten dem anderen gerade „gut tun“? Was möchten Sie von sich selbst erzählen?

Hier ist Platz für alles das – immer auch gern mit Bezug auf Weihnachten und Neujahr.

Doch auch bei offizielleren Adressaten wie Kunden, Mitarbeitern oder Geschäftspartnern dürfen und sollen Sie persönlich werden. Was gibt es über den Mitarbeiter zu sagen? Wie gut kennen Sie seine Lebensumstände? Das Gleiche gilt für den Kunden. Manche Firmen führen zu diesem Zweck sogar eine umfangreiche Kundendatei mit persönlichen Vorlieben, Geburtstagen und so fort.

Oder können Sie die eine oder andere Anekdote aus Ihrer Zusammenarbeit wieder aufgreifen? Möchten Sie eine kleine Geschichte erzählen oder einen Vergleich zum Beispiel zwischen dem Werden des neuen Jahres und Ihrer eigenen Geschäftsbeziehung ziehen?

Tipp: Achten Sie im Fall des Falles darauf, dass man Sie nicht missverstehen und etwas „in den falschen Hals bekommen“ kann. Da ich selbst sehr viel schriftlich kommuniziere, weiß ich, wie schnell das geht. Menschen denken verschieden und interpretieren etwas verschieden. Lassen Sie Ihren Text zur Not wieder gegenlesen.

Bedanken und achtsam sein

Wenn man sich bei Kunden oder Mitarbeitern für die nette Zusammenarbeit bedanken kann, warum dann nicht auch bei seinem persönlichen Umfeld dankbar sein? Bedanken Sie sich für die Freundschaft. Den schönen Besuch. Die großzügige Hilfe. Was immer es im vergangenen Jahr an Highlights oder für Sie Wichtigem gegeben hat.

Steht für das neue Jahr etwas „Besonderes“ an? Trudelt Nachwuchs ein, werden Häuser gekauft oder wird umgezogen? Will sich jemand beruflich verändern oder haben Sie einen gemeinsamen Urlaub geplant? Dann beziehen Sie sich doch in Ihren Weihnachts- oder Neujahrswünschen darauf.

Ihnen inspirierende Ideen für Ihre Weihnachtskarten.

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 26.11.2010

Mehr Futter? Lesen Sie Hunderte Artikel, Downloads, Kolumnen u. Rezensionen.
Wie? Besuchen Sie hin und wieder diese Seite oder bestellen Sie den Newsletter.

Ich freue mich, wenn Sie meinen Beitrag Ihrem Netzwerk empfehlen. Danke!