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25 Regeln für Ihre Ziele

Viele Menschen träumen oder wünschen. Davon bleibt etliches ein kreatives Spiel mit Ideen und Gedanken, das ist völlig in Ordnung. Andere Träume oder Wünsche sollen verwirklicht und in die Tat umgesetzt werden. Dabei können Ihnen Ziele helfen. Hier stelle ich Ihnen kurz und knapp 25 „Regeln“ für Ziele vor. Wenn Sie möchten, können Sie sich von ihnen führen lassen.

1. Was ist ein Ziel?

Ein Ziel verdichtet Ihre womöglich noch unscharfen Träume, Wünsche und Überlegungen zu konkreten Handlungen und Aufgaben, die Sie Stück für Stück angehen, bearbeiten und verwirklichen können.

2. Welchen Vorteil haben Ziele?

Wenn Sie klare Ziele haben, haben Sie davon zum Beispiel folgende Vorteile:

  • Ein Ziel hilft Ihnen, Ihre Wünsche besser zu verwirklichen. (Umsetzungshilfe)
  • Es zeigt Ihnen die Richtung, die Sie einschlagen wollen. Es hält Sie auf Kurs und verhindert, dass Sie in die Irre gehen oder sich verzetteln. (Richtungshilfe)
  • Es lässt Sie erkennen, was Sie tun könnten oder sollten, um das von Ihnen Gewünschte zu erreichen. Es ermöglicht ein konsequentes Handeln. (Handlungshilfe)
  • Selbstbestimmte Ziele lassen Sie Ihre Aufgaben mit mehr Freude angehen. Mit einem Ziel vor Augen können Sie sich an Ihren Fortschritten erfreuen. (Motivationshilfe)
  • Ziele helfen Ihnen, sich auf das für diese Ziele Wichtige zu konzentrieren und Ihre Energien nicht mit Abseitigem zu verlieren. (Energiehilfe)
  • Nicht zuletzt lenken Ziele Ihre Wahrnehmung. Sie machen Sie auf das aufmerksam, was für Ihre Ziele wichtig sein kann. Peter Prange nennt das schön: „Ein Ziel öffnet Ihnen den Blick für Chancen.“ (Wahrnehmungshilfe)

3. Regeln, um Ziele zu finden

1. Achten Sie darauf, die richtigen Ziele zu haben. Ziele sind nur dann eine Hilfe, wenn sie auch wiedergeben, was für Sie gut und richtig ist. Für persönliche oder Lebensziele sollten Sie deshalb sich selbst, Ihre Bedürfnisse und Wünsche möglichst gut kennen. Verdichtete Lebensziele sind oft die Freude an etwas oder die Vorfreude auf etwas. „Aufgabenziele“ können Sie auch analytischer herleiten. („Als nächstes ist es sinnig ..“)

2. Hören Sie auf Ihr Unterbewusstsein, achten Sie auf alles, was Sie anzieht oder anspricht.

3. Analysieren Sie mit dem Verstand. Fragen Sie sich, was als nächstes zu tun wäre.

4. Halten Sie gern alles schriftlich fest. (Dazu kommen wir noch.)

5. Nutzen Sie gern auch (Kreativ-) Methoden, um Ziele zu finden. Ich stelle Ihnen hier beispielhaft drei Methoden vor.

  • Ziele finden über Bilder (das Unterbewusste freisetzen): Lauschen Sie auf alles, was Sie „bildlich“ anspricht. Beispiel: Ihr Blick fällt immer wieder auf Seminarräume oder potenzielle Seminarräume. (Bei denen Sie instinktiv denken: Hier könnte man Kurse geben.) Das könnte für Ihr Bedürfnis stehen, Seminare zu halten. Dieses „bildhafte Denken“ können Sie auch mit einer Zielcollage fördern.
  • Ziele finden über Idealzustand (Ihren Wünschen Raum geben): Malen Sie sich den idealen Job oder Arbeitgeber, den idealen Tag oder die ideale Wohnung aus. Schauen Sie, welche Wünsche in diesen Idealen stecken. Beispiel: Eine Wohnung mit Höfchen, Terrasse oder Garten. –> Wunsch: Eine kleine Ecke im Grünen.
  • Ziele finden über Fragen (eine Situation analytisch durchdenken): Klopfen Sie etwas, was Sie erreichen oder verbessern möchten, mit Fragen ab. Fragen Sie sich zum Beispiel: Was möchte ich erreichen? (Eine neue Wohnung.) Warum möchte ich es erreichen? (In der alten ist es im Sommer viel zu heiß und im Winter zu kalt.) Bis wann will ich es erreichen? (Termin) Wie will ich es erreichen? (Mögliche Lösungen) Spielen Sie ruhig mit weiteren Fragen.

6. Suchen Sie sich gegebenenfalls eher kleine Ziele. Große Ziele können abschrecken oder unmöglich erscheinen. Kleine Ziele lassen sich schneller und leichter verwirklichen. Den Schwung solcher Erfolge können Sie wieder in die nächsten kleinen Ziele stecken.

4. Regeln, um Ziele zu formulieren

7. Halten Sie Ihre Ziele am besten schriftlich fest. So werden Sie sie klarer durchdenken, leichter im Gedächtnis und im Auge behalten und motivierter verfolgen.

8. Formulieren Sie Ihre Ziele positiv. Wenn Sie sich zu etwas gezwungen fühlen, wird Ihr Unterbewusstsein schneller mauern und Ihre Ziele gegebenenfalls torpedieren. 😉

9. Es hat sich als hilfreich erwiesen, Ziele nach der sogenannten SMART-Formel zu formulieren. Das bedeutet, es ist gut für Ihre Ziele, wenn diese

  • spezifisch (specific; so konkret und eindeutig wie möglich)
  • messbar (measurable; so messbar und nachvollziehbar wie möglich)
  • angemessen (achievable; zu Ihnen, Ihrem Leben, Werten, Wünschen passend)
  • realistisch (relevant; für Sie erreichbar und innerhalb Ihrer Möglichkeiten liegend)
  • terminiert (timely; durch klare Zeitangaben so verbindlich wie möglich)

sind.

5. Regeln, um Ziele zu visualisieren

10. Wie oben schon erwähnt, kann es hilfreich sein, Ziele schriftlich festzuhalten oder zu visualisieren. Eine kleine Erinnerungshilfe zum Beispiel am Badezimmerspiegel oder an der Kühlschranktür kann Sie immer wieder neu auf Ihr Ziel hinweisen und motivieren. Das kann ein Bild sein, das zu Ihrem Ziel passt, ein kleiner Spruch, ein festes Vorhaben. Sie können auch eine Messlatte anfertigen, Ihr Zielbild auf eine Dartscheibe kleben oder einen Abreißkalender mit den einzelnen Schritten zu Ihrem Ziel basteln.

11. Stellen Sie sich Ihr Ziel gedanklich in Bildern oder als „Film“ vor. Auch Ihre mentalen Bilder werden Ihre Motivation und Willenskraft stärken.

12. Halten Sie auch gern Ihre Teilziele oder die zu Ihrem Ziel gehörenden Aufgaben bildlich fest. Das geht mit einer Tabelle genauso gut wie mit einer Mind Map. (Zu den Teilzielen und Aufgaben kommen wir gleich.)

6. Regeln, um Teilziele und Aufgaben herauszuarbeiten

13. Überlegen Sie, wie Sie Ihre Ziele verwirklichen wollen. Machen Sie einen Plan.

14. Setzen Sie sich dazu als erstes Teil- oder Zwischenziele. Teilziele brechen Ihre Ziele auf kleinere Einheiten herunter. Nach jedem erreichten Teilziel ist das nächste Teilziel dran. Um Teilziele zu finden, könnten Sie zum Beispiel „rückwärts denken“: Gehen Sie von Ihrem Ziel in Gedanken rückwärts und fragen Sie sich, welche Zwischenschritte Sie Stück für Stück zu Ihrem Ziel gebracht haben können.

15. Leiten Sie zu jedem Teilziel einzelne Aufgaben ab. Fragen Sie sich, was Sie tun müssen, um ein bestimmtes Teilziel zu erreichen. Achten Sie auch auf den Unterschied zwischen Teilzielen und Aufgaben, beide können, müssen aber nicht identisch sein. Ein Teilziel bei der Wohnungssuche könnte beispielsweise sein: „Mir einen Überblick über den Wohnungsmarkt verschaffen.“ Dazu passende Aufgaben könnten sein: „Wöchentlich die Zeitungsanzeigen studieren“ und „die Immobilienbörsen im Internet studieren“.

16. Bringen Sie die Teilziele und die Aufgaben in eine sinnvolle Reihenfolge und versehen Sie sie gegebenenfalls mit Terminen oder Zeitangaben. Bauen Sie Puffer für Unvorhergesehenes ein. Achten Sie auf Abhängigkeiten und Überschneidungen. Streichen oder kürzen Sie alles, was die zur Verfügung stehende Zeit sprengt.

7. Regeln, um Ziele anzusteuern

17. Vermeiden Sie nach Möglichkeit Zielkonflikte. Das heißt, achten Sie einerseits wieder auf ungute Abhängigkeiten und Überschneidungen. Achten Sie aber auch darauf, dass Sie zum Beispiel nicht zu viel Kraft oder Ressourcen in Ziel A stecken müssen, so dass Ihnen nicht genügend Kraft oder Ressourcen für ein womöglich gleichermaßen wichtiges oder aber immer wichtiger werdendes Ziel B bleibt / bleiben.

18. Überprüfen Sie Ihre Ziele und den Weg zu Ihren Zielen regelmäßig. Sind Sie noch auf Kurs? Gibt es Probleme? Müssen Sie Ihre Ziele oder den Weg anpassen / korrigieren?

19. Legen Sie sich je nach Ziel einen langen Atem zu. Viele Ziele brauchen Zeit, auch wenn Ihnen Teilziele den Weg leichter machen. Zudem kann und wird es immer wieder zu Hängern und Rückschlägen kommen.

20. Genießen Sie das Wandern zum Ziel. Ziele können hilfreich sein, doch Sie sollten Ihre Freude am Leben nicht von erreichten Zielen abhängig machen. Jeder Tag ist ein Geschenk und wertvoll um seiner selbst willen. Arbeiten Sie gern mit Zielen, doch gestalten und genießen Sie den Tag. Es wäre schade, wenn Sie zwar sagen könnten „ich habe meine Ziele erreicht“, doch sagen müssten „ich habe das Leben verpasst“. 😉

8. Regeln, um Ziele aufzugeben

21. Lernen Sie, Ziele aufzugeben. Ziele können falsch sein, am eigenen Ich und der Realität vorbeilaufen. Ziele können einen zu hohen Preis haben oder nicht machbar sein. Ziele können sich als unbefriedigend abzeichnen oder schlicht unterwegs überholt sein. Ein Ziel ist ein Hilfsmittel, keine unantastbare Größe.

22. Bleiben Sie flexibel. Ein Ziel zu haben bedeutet nicht, mit Scheuklappen durch die Welt zu gehen. 😉 Schauen Sie ruhig links und rechts des Weges. Vielleicht haben Sie Grund, Ihr Ziel freiwillig abzuändern oder es gegen ein besseres Ziel auszutauschen.

23. Schauen Sie, was Sie aus der bisherigen Zielverfolgung mitnehmen können: Konkrete Ergebnisse, Erfahrungen, Ideen für Neues. Nichts ist vergebens, wenn Sie es auswerten und verwerten.

24. Bauen Sie aus dem alten Ziel ein neues Ziel. Vielleicht geht es in eine ähnliche Richtung, ist nur leicht verbessert. Vielleicht ist es etwas völlig Neues. Seien Sie offen für beides.

9. Regeln für neue Ziele

25. Schließen Sie den Kreis und setzen Sie sich neue Ziele.

Ich wünsche Ihnen ein gutes Gelingen.

Kurstipps:

Lesetipps:

© 2015 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 29.09.15