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Demenz kann jeden treffen. Demenzerkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson sind längst zu Volkskrankheiten geworden. Viele weitere Demenzformen treten als Begleiterscheinungen anderer Krankheiten auf. Die Autorin stellt diverse Demenzen vor und schildert, was Betroffene und Angehörige auf natürliche Weise dagegen tun können.

Andrea Flemmer ist Biologin und Ernährungswissenschaftlerin. Sie arbeitet im Umweltschutz, hält Vorträge und Vorlesungen, tritt im Fernsehen und bei Podiumsdiskussionen auf und sie schreibt Ratgeber zu Ernährungs-, Gesundheits- und Umweltthemen.

Die dement werdende Mutter und die ungünstigen Erbanlagen von ihr selbst und ihrer Schwester waren der Grund, warum Flemmer sich näher mit dem Thema Demenz beschäftigt hat. In ihrem Buch hat sie Maßnahmen zusammengetragen, die neben einer medikamentösen Therapie bei Demenz, Alzheimer und Co. helfen können.

Dazu gehören Behandlungsmöglichkeiten, die Geist und Körper auf sanfte, natürliche Weise stärken, und dazu gehört, wie Heilpflanzen und eine richtige Ernährung sich positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken. Weitere Inhalte sind: An welchen Anzeichen kann man Demenz überhaupt erkennen? Welche verschiedenen Arten von Demenz gibt es und wie werden diese behandelt? Was kann man selbst und was können Angehörige tun, um Demenz vorzubeugen?

Aus dem Inhalt:

Teil 1: Demenz – was Sie wissen müssen

Was genau ist Demenz und woran erkennt man sie? Wie unterscheidet sich Demenz von der normalen Altersvergesslichkeit? Wie unterscheiden sich die einzelnen Demenzerkrankungen?

Flemmer beschreibt diverse Demenzformen wie die degenerativen Demenzen Alzheimer, Parkinson und Lewy-Körperchen-Demenz mit ihrem schleichenden Verfall, die vaskulären Demenzen als Folge von Durchblutungsstörungen, die sekundären Demenzen, die sich ergeben können aus Krankheiten wie Alkoholsucht, Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion, Vitamin-B12-Mangel, Altershirndruck, Infektionen und Entzündungen des Gehirns, Depression oder Krebs, die eine Folge von Unfällen und Schädelhirntraumata sein können oder die sogar eine Begleiterscheinung bestimmter Medikamente und Zusatzstoffe sein können.

Sie schildert den Verlauf der jeweiligen Demenz, nennt Risikofaktoren, ärztliche Behandlungsmöglichkeiten und natürliche Therapien.

Teil 2: Demenz natürlich behandeln

War im ersten Buchteil noch jeder Demenzform ein eigener Abschnitt mit speziellen Tipps und Hinweisen gewidmet, geht es in diesem umfangreichsten Buchteil um Dinge, die bei allen Demenzen helfen können. Dazu gehören:

Sanfte Therapien für Geist und Körper. Psychotherapie, Ergopädie, Logopädie, Physio- und Bewegungstherapie, Biografiearbeit und Erinnerungstherapie, Milieu- und Familientherapie, Stimulation der Sinne, Kunst-, Musik- und Tanztherapie, Realitäts-Orientierungs-Training, tiergestützte Therapie, Tai-Chi und Qigong, Humortherapie, Klangtherapie sowie spezielle Filme für Demenzkranke

Richtig essen bei Demenz. Von optimalen Nährstoffen, wenn man älter wird, über mangelnden Appetit und Durst bis zur richtigen Organisation der Mahlzeiten.

Weitere alternative Therapien. Von Nahrungsergänzungsmitteln für Demenzkranke über Heilkräuter, traditionelle chinesische Medizin und Therapien aus dem Regenwald bis zur Lichttherapie gegen Schlafstörungen.

Die Autorin erklärt immer kurz und knapp, doch verständlich, worum es sich handelt, welche Einzelheiten dazugehören und warum diese für Demenzkranke gut sind.

Teil 3: Das Demenzrisiko minimieren

Was kann man tun, damit es gar nicht erst zu einer Demenz kommt?

Gesunder Lebensstil. Bluthochdruck sollte vermieden, auf Cholesterinwerte sollte geachtet und es sollte genug Bewegung in den Alltag integriert werden. Hilfreich sind überdies soziales Engagement und ein gutes Körpergewicht, Unzufriedenheit und Stress zu vermeiden, nicht zu rauchen sowie Depressionen und Diabetes vom Typ 2 frühzeitig behandeln zu lassen.

Die grauen Zellen dürfen gern fit gehalten und Sport darf betrieben werden. 😉 Und bestimmte Lebensmittel sollten auf dem Speisezettel landen, weil sie Demenz vorbeugen helfen.

Teil 4: Das Anti-Demenz-Alphabet

In einem „Anti-Demenz-Alphabet“ listet die Autorin ausgewählte wichtige Tipps noch einmal in kürzester Form auf.

Anhang

Ein Lexikon mit Fachbegriffen, hilfreiche Adressen, zwei, drei Buchtipps sowie ein Register schließen das Buch ab.

Ich finde das Buch „Demenz natürlich behandeln“ sehr verständlich geschrieben. Auch ein Laie sollte gut folgen können, zumindest ab einer gewissen Schulbildung. Die mehrheitlich klare Struktur und Gliederung finde ich ebenfalls schön. Die Ausstattung des Buches ist hochwertig; das gute Layout hilft, das Buch besser lesen zu können. Einige Abbildungen, Fotos und Tabellen lockern das Buch genauso auf wie optisch herausgehobene wichtige Hinweise.

Im Grunde besteht „Demenz natürlich behandeln“ aus vielen einzelnen, knappen Abschnitten. Doch das finde ich bei diesem Thema und Ansatz durchaus hilfreich. Die Autorin stellt einen Zusammenhang oder ein Hilfsmittel immer kurz vor, bringt das Wichtigste auf den Punkt. Dann folgt eine kurze optische Pause. Weiter geht es mit dem nächsten knappen Hinweis. So kann ich gut folgen; und ich denke, das gilt auch für andere.

Fazit: Eine sehr gute, verständliche Einführung in diverse Demenzerkrankungen mit einem sehr umfangreichen Überblick, was man selbst oder was Angehörige dagegen tun können.

© 2017 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 20.05.17

Andrea Flemmer, Demenz natürlich behandeln. Das können Sie selbst tun. So helfen Sie als Angehöriger. Hannover 2012, 176 Seiten

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