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2007 - 2010
Heike Thormann Alle Rechte vorbehalten. Abdruck & Verwendung nur mit schriftl. Genehmigung. |
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von Heike Thormann In den letzten Jahren hat es einige Bestseller zum Thema "mit dem Bauch beziehungsweise mit Intuition besser denken" gegeben. Das Buch des Neuropsychologen Burkhard Busch handelt nun vom gleichen Thema, argumentiert aber völlig anders. In den letzten Jahren hat es einige Bestseller zum Thema "mit dem Bauch beziehungsweise mit Intuition besser denken" gegeben. Das Buch von Wissenschaftsjournalist Bas Kast ist eines davon. Sie alle argumentieren in die Richtung, dass der Bauch dem Verstand mindestens ebenbürtig sei. Auch wenn es kritische Stimmen wie Malcolm Gladwells "Blink" gibt, dass Bauchentscheidungen schon mal danebengehen können. Dieses Buch des Neuropsychologen Burkhard Busch handelt nun vom gleichen Thema. Allerdings hat ihm der Verlag mit seinem Untertitel meines Erachtens nicht unbedingt einen Gefallen getan. Marketingerwägungen hin oder her, Busch argumentiert völlig anders. Er stimmt zwar zu, dass wir offenbar eher mit dem Bauch als mit dem Kopf denken. Selbst wenn wir gerade heute mehr denn je glauben, dass der Verstand regiert. Allerdings ist dieses Bauchdenken für ihn durchaus problematisch. Denn der Bauch sei keine per se bessere Instanz. Er folge einfach einigen Überlebensprogrammen aus der Frühgeschichte des Menschen, die damals noch wichtig waren, heute aber nicht nur überflüssig sind, sondern sogar schädlich sein können. Dazu zählen zum Beispiel Sicherheitsdenken, Fortpflanzungstrieb, territoriale Abgrenzung, Kleinhalten des anderen, und und. Buschs Ziel ist es, den Leser diesen "inneren Blödmann" (Zitat) erkennen zu lassen, der uns immer wieder in die Quere kommt, und zu aberwitzigem und schädlichem Verhalten führen kann. Denn erst, wenn wir die Macht dieses "Untermieters" über uns kennen, können wir sie auch begrenzen. Inhaltlich liefert Busch in "Denken mit dem Bauch" jede Menge neurologische Erkenntnisse, viele Beispiele aus der Praxis, einen umfangreichen Selbsttest, um seine Bauchprogramme zu erkennen, eine kleine Checkliste von Tipps, um diese "Intuition" (worunter Busch das Bauchdenken versteht) in den Griff zu bekommen, und ein kleines Glossar. Dabei flott geschrieben und, auch durch die Beispiele, schön anschaulich. Dass es sich hier eigentlich um, sagen wir, hochwissenschaftliche Kost handelt, merkt man als Leser nicht. Einziges Manko: Die manchmal sehr flapsige Sprache, die für mich stellenweise stark gewöhnungsbedürftig war. Zu flapsig ist also auch nicht gut, muss ich mir merken. ;-) Fazit: Mal ein anderer Blick auf das trendige Denken mit dem Bauch. Und eine Warnung, den "inneren Blödmann" in uns nicht ungebremst ans Ruder zu lassen.
Verschlagwortung: Bauchdenken, mit dem Bauch denken, intuitives Denken, intuitiv denken, Unbewusstes, Unterbewusstes, Unterbewusstsein, Intuition, Bauchgefühl, auf seinen Bauch hören © 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 26.05.09
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