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Feature, Reportage, Bericht – wer Zeitungen liest, ist schon einmal über diese und andere Textsorten gestolpert. Doch was verbirgt sich eigentlich dahinter? Und wann sollte man zu welcher Textform greifen? Angehende Journalisten, aber auch Quereinsteiger bekommen hier wertvolle Tipps.

Feature, Nachricht, Reportage – wer Zeitungen liest, stolpert gelegentlich über diese und weitere Textsorten und Artikelformate. Doch was verbirgt sich eigentlich genau dahinter? Selbst jemand, der für eine Zeitung schreibt, tappt ohne gründliche Ausbildung als Journalist schon mal im Dunkeln.

Deshalb hat der Professor für Medien- und Kommunikationsmanagement und frühere Leiter der Henri-Nannen-Journalistenschule in Hamburg, Christoph Fasel, dieses Buch geschrieben. Der Leser erfährt hier kurz und knapp das Wichtigste zu diversen journalistischen Textformen.

Zum Inhalt:

Fasel startet mit den „4 Möglichkeiten, ein Thema journalistisch unter die Lupe zu nehmen“. Und er widmet sich der Frage, ob es einen objektiven Journalismus geben könne.

Oder genauer: Die Fakten müssen stimmen. Doch wie man sie aufbereitet, unterscheidet sich danach, ob man eher Tatsachen berichten oder seine Meinung äußern will. Und danach unterscheiden sich dann auch die Textformen, zu denen man greift.

Zu den Textformen, die eher Tatsachen betonen, gehören: Nachricht, Bericht, Feature und Magazinstory.

Zu den Textformen, die eher erzählen wollen, gehören: Interview, Porträt und Reportage.

Und Textformen, die eine persönliche Meinung wiedergeben, sind zum Beispiel Kommentar, Glosse, Feuilleton, Kritik und Betrachtung.

Fasel stellt jede einzelne Textsorte kurz vor und erklärt sie anhand von Beispielen. Oder genauer, und das finde ich sehr schön: Er verwendet durch das ganze Buch hindurch ein und dasselbe Beispiel und passt es jedes Mal der neuen Textsorte an. So kann der Leser die Unterschiede der Darstellungsformen besonders deutlich sehen.

Ein Kapitel über den „Nutzwert in journalistischen Textsorten“ rundet das Buch ab. Denn egal, zu welcher Textform der Autor auch greifen mag, der Nutzen für den Leser ist immer oberstes Gebot. Fasel bietet hier noch einmal Entscheidungskriterien, welche Textform man verwenden kann, um einen bestimmten Nutzen zu erreichen.

Abschließend lädt ein kleines Literaturverzeichnis zum Weiterlesen ein.

Fasel richtet sich mit seinem Buch an alle, die Journalist werden beziehungsweise das Handwerk des Journalisten besser beherrschen wollen. Doch auch Seiteneinsteiger, die Überblicksinformationen brauchen, sollten sich ihm zufolge ausdrücklich angesprochen fühlen.

Schön finde ich auch die praktischen Text-im-Text-Kästchen, die eingestreuten Merksätze, einzelne Tabellen und Checklisten. Das Buch wird so übersichtlich, klar gegliedert und leicht zu lesen.

Fazit: Ein gutes Nachschlagewerk, um Textsorten, die einem sonst vielleicht nur als Schlagworte geläufig sind, besser kennenzulernen.

© 2011 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 25.01.2011

Christoph Fasel, Textsorten. Wegweiser Journalismus Bd. 2, Konstanz 2008, 142 Seiten

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