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Viele Menschen wollen vom Schreiben leben, doch das ist gar nicht so einfach. Journalisten und Autoren bekommen oft nur einen Hungerlohn. Gut bezahlte Werbetexter oder Ghostwriter müssen dagegen nicht selten „ihre Seele (oder zumindest ihre Feder) verkaufen“. Die Autoren Diehm und Firnkes haben zwanzig Leute aus den unterschiedlichsten Schreibberufen interviewt, die in der Tat mit Schreiben ihr Geld verdienen. Eine davon bin ich. 😉

Viele Menschen wollen mit Schreiben ihr Geld verdienen oder vom Schreiben leben. Doch das ist gar nicht so einfach. Wer zum Beispiel als Buch-Autor für Verlage schreibt, muss sich in der Regel mit einer eher mageren Ausbeute zufrieden geben – oder unter Hochdruck alle ein bis zwei Monate ein neues Buch auf den Markt werfen.

Doch man muss keine auflagenstarken Bestseller landen, um vom Schreiben anständig leben zu können – das zeigen die Autoren Susanne Diehm und Michael Firnkes mit ihrem Buch „Die Macht der Worte. Schreiben als Beruf.“

Hat sich Susanne Diehm in ihrem Erstling „Wie kreatives Schreiben beflügelt – auf dem Weg zum Traumjob“ (Partner-Link, kleine Umsatzbeteiligung für mich) noch klassische Berufe wie Journalistin, Sachbuchautor oder Roman-Schriftstellerin vorgeknöpft, ackert sie jetzt mit ihrem Co-Autor Michael Firnkes neue, ungewöhnlichere Schreibberufe ab.

Dazu haben die beiden Autoren 20 Leute interviewt, die (meist) vom Schreiben leben können. Angesichts der Tatsache, dass nach wie vor viele feste Anstellungen für Jounalisten und Co. wegfallen, wollen sie alternative Einnahmequellen aufzeigen.

Auch ich selbst habe übrigens mit einem Interview einen Beitrag für das Buch geleistet.

Diehm und Firnkes stellen Berufe aus Schreibfeldern vor wie: Berufliches Schreiben, biografisches Schreiben, selbstständiges Schreiben, fiktionales Schreiben, journalistisches Schreiben, web-gerechtes Schreiben, gesundheitsförderndes Schreiben und andere mehr.

Konkret geht es um:

  • Texten für Online-Shops
  • Social-Media-Management
  • Suchmaschinenoptimiertes Schreiben
  • (Online-) Texten im Kundenauftrag
  • Unternehmenskommunikation
  • Fundraising
  • Buch-PR
  • Blogging
  • Corporate Blogging
  • Online-Ratgeber (das bin ich ;-))
  • Audioguides und Audiowalks
  • eBooks für Kindle und Co.
  • Schreibtraining & Schreibpädagogik
  • Schreibcoaching & Schreibberatung
  • Wissenschaftliches Schreiben
  • Schreibtherapie
  • Schreib-Yoga
  • und Ähnliche mehr

Jedes Interview ist mit einem kleinen Text nachbereitet, der wichtige Erkenntnisse aus dem Interview zusammenfasst: Wie lässt sich der Beruf beschreiben? Wie sieht der Arbeitsalltag aus? Welche Chancen, aber auch welche Probleme bringt der Beruf mit sich? Was muss man dafür können? Wo kann man sich weiter informieren?

Ein Resümee und ein Stichwortverzeichnis schließen das Buch ab.

Die Interviews verschweigen nicht, dass es oft harte Arbeit ist, hier Fuß zu fassen und sich etwas aufzubauen. Sie verschweigen auch nicht, dass Schreibberufe im Schnitt immer noch schlechter bezahlt sind als andere, und dass viele Anbieter und Kunden vom Idealismus und Engagement der Schreibenden profitieren.

Doch sie zeigen auch, dass es geht – und dass eine noch größere Belohnung als das Geld winkt: Die Erfüllung, etwas zu tun, was einem wirklich am Herzen liegt.

Ich halte das Buch für ein sehr lobenswertes Projekt. Es stellt die Vielfalt der Schreibberufe vor, macht Mut, inspiriert und gibt Tipps für alle, die mit etwas derartigem liebäugeln. Auch die Erfolgsbeispiele („ja, man kann es schaffen“), machen Mut.

So etwas hätte ich gern in der Schule gehabt, als es darum ging, unser späteres Ausbildungs- / Berufsziel zu finden, und als ich zu hören bekam, dass man vom Schreiben ja nicht leben könne und ich gefälligst was „Richtiges“ machen solle. 😉

Fazit: Ein Mutmacher für alle, die sich einen Traum erfüllen und vom Schreiben leben wollen.

© 2013 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 21.03.13

Susanne Diehm und Michael Firnkes, Die Macht der Worte. Schreiben als Beruf, München u.a. 2013, 341 Seiten

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