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Der britische Psychologe Edward de Bono ist hierzulande vor allem für sein Konzept des „Lateralen Denkens“ und eventuell noch für seine Sechs Hüte des Denkens bekannt. Das wird ihm allerdings bei weitem nicht gerecht.

De Bono war in den letzten Jahrzehnten ausgesprochen produktiv, hat etliche Bücher geschrieben und noch mehr Methoden ersonnen, um das zu schulen, was sich ganz gerne mal ausgereift dünkt: Unser Denken. 😉

Dabei steht für de Bono fest: Jeder kann denken lernen. Denn Denken ist keine Frage von Intelligenz. Für ihn ist Denken eher eine Kombination von Hintergrundwissen und hilfreichen Methoden.

Das Ziel: Lösungen für unsere Bedürfnisse und Werte zu finden, und sie in die Tat umzusetzen.

Diesem Ziel geht auch seine „Denkschule“ nach, mit Themen wie

  • Alternativen sehen
  • Wahrnehmung und Denken
  • Denkmuster wechseln
  • Informationen und Denken
  • der Einfluss der Mitmenschen
  • Emotionen und Werte
  • Entscheidungen treffen
  • Denken und Handeln
  • zielgerichtetes Denken

Teils abstrakt, mit viel Theorie. Aber auch mit einer ganzen Reihe von Methoden, um das Gelesene in wenigen Schritten anzuwenden.

Methoden, um zum Beispiel seine Denkmuster zu wechseln, mögliche Konsequenzen zu prüfen, eine andere Perspektive einzunehmen, beide Seiten in seine Überlegungen einzubeziehen, und und.

Ein kleiner Exkurs zu Denkclubs, ein Abkürzungsverzeichnis, ein Register und eine Aufzählung eigener Veröffentlichungen bilden den Abschluss des Buches.

Etwas störend finde ich die teils starke Eigenwerbung, mit der de Bono wie andere bekannte Namen (zum Beispiel Vera Birkenbihl oder Tony Buzan) im Text unverhohlen Werbung für seine Produkte macht. Oder auch die Tatsache, dass er kleinste Denkweisen als eigene Erfindungen bezeichnet, die sich teils von selbst verstehen und sicher auch immer wieder über die Jahrhunderte hin entsprechend in Gebrauch waren.

Auch die „Schreibe“ ist mir manchmal etwas zu umständlich, der Inhalt mitunter erst auf den zweiten Blick nachvollziehbar.

Aber das ist alles Geschmackssache. De Bonos großes Verdienst ist es zweifellos, ein umfangreiches Methodenprogramm entwickelt und zusammengestellt zu haben, um das zu trainieren, was wir für selbstverständlich halten – unser Denken.

Fazit: Ein Anspitzer fürs „um die Ecke denken“. Tipp: Sich durcharbeiten.

© 2008 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 12.08.08

Edward de Bono: Edward de Bonos Denkschule. Zu mehr Innovation und Kreativität.Edward de Bono, Edward de Bono’s Denkschule. Zu mehr Innovation und Kreativität. München 1995 (engl. Original 1985), 228 Seiten

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