Bleiben Sie auf dem Laufenden:
Newsletter lesen »
Feed lesen »




Ist die Masse dumm? Oder ist sie dem Einzelnen, und sei er noch so klug, an Intelligenz überlegen? Wer denkt effizienter und besser?

Das und mehr sind die Fragen, denen James Surowiecki in seinem Buch „Die Weisheit der Vielen“ nachgeht. Sein Thema: Die Überlegenheit kollektiver Intelligenz.

Denn so brilliant der Einzelne auch sein mag, kann er doch schnell Opfer blinder Flecken und eingeschränkten Spezialistentums werden. Gruppen bringen dagegen einen Reichtum an verschiedenen Denkweisen, Wissen und Erfahrungen mit. So sind Perspektivwechsel und kritisches Hinterfragen möglich – eine Grundvoraussetzung für neue Ideen und bessere Entscheidungen.

Allerdings nur dann, wenn auch bestimmte Bedingungen erfüllt werden und typische Nachteile von Gruppen aufgehoben sind. Was das für Bedingungen und Nachteile sind, schildert Surowiecki anhand zahlreicher Beispiele aus Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft, Politik und Ähnlichem mehr.

Dabei schreibt er im klassischen amerikanischen Sachtext-, das heißt Reportage-Stil. Zwar flüssig zu lesen, da durch die Beispiele anschaulich gehalten. Jedoch mit dem Nachteil, dass man sich die Kernaussagen selbst aus dem Buch ziehen muss. Zusammenfassungen oder einen klaren roten Faden sucht man hier vergeblich. Dafür lädt ein umfangreicher Anmerkungsapparat den neugierigen Leser zur weiteren Recherche ein.

Fazit: Wer sich an einer gewissen Weitschweifigkeit nicht stört, bekommt hier jede Menge Futter für eine neue Sichtweise: Dass Gruppen unter bestimmten Bedingungen eben doch klüger sind als der Einzelne.

© 2008 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 09.02.08

James Surowiecki, Die Weisheit der Vielen. Warum Gruppen klüger sind als Einzelne, München 2005 (am. Original 2004), 384 Seiten

Bei amazon bestellen …
(Partner-Link, kleine Umsatzbeteiligung für mich)

Möchten Sie meinen Beitrag weiterempfehlen? Dann sage ich mal: Danke. :-)