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Die Bestseller-Autorin Julia Cameron ist manchem vielleicht eher von ihren Kreativkursen und –Büchern ein Begriff. Tatsächlich ist sie aber eine bekannte Buchautorin und Journalistin, die für Film, Fernsehen und Theater schreibt. In ihrem Buch „Von der Kunst des Schreibens“ widmet sie sich ihrem Lieblingsthema: Dem Schreiben. 😉

Allerdings ist dieses Buch kein Ratgeber im klassischen Sinn à la „wie lerne ich schreiben“. Es gibt hier keine Tipps rund ums Schreibhandwerk.

Cameron geht es eher, sagen wir, um die „Seele“ des Schriftstellers, nicht um seine praktischen Fähigkeiten. Und da die Seele eines Menschen nicht von seinem Leben als Ganzem zu trennen ist, haben viele ihrer Schreibtipps auf den ersten Blick nicht viel mit dem Schreiben zu tun. Wer aber tiefer gräbt, wird merken, dass beides aufs engste verbunden ist.

In ihren Kapiteln geht es beispielsweise um

  • Die Zeitlüge
  • Die richtige Stimmung
  • Der Körper als Schreibwerkzeug
  • Die Einsamkeit beim Schreiben
  • Die eigene Stimme finden
  • Zeugnis ablegen
  • Glaubwürdig sein
  • Einfach loslegen
  • Aufrichtigkeit
  • Verletzlichkeit
  • Und und.

Oder konkret geht es zum Beispiel darum, wie man den unter Autoren grassierenden Hang zum Perfektionismus bekämpft. Wie man mit Redaktionen und Verlagen umgeht, die einen ablehnen, und sich aufrafft, sich bei anderen Redaktionen zu bewerben. Dass man sich schleunigst vom Irrtum erholen sollte, wenn man erst mal viel Zeit habe, werde man auch (endlich) schreiben. Und all die anderen Dinge, die alle, die schreiben, heimsuchen können.

Oder noch anders formuliert: Julia Cameron will die Freude am Schreiben (wieder) wecken. Sie will Mut zum Schreiben machen und zeigen, wie man all die ausbremsenden Blockaden überwinden kann.

Das Ganze authentisch und sympathisch geschrieben, mit einem Schatz an Erfahrungen aus ihrem eigenen und dem Alltag anderer Autoren.

Schön finde ich auch die zahlreichen Übungen, mit denen der Leser das gerade Gelesene praktisch umsetzen kann. Also etwa beim Kapitel „die richtige Stimmung“ die Übung, 50 Dinge aufzuzählen, die einen glücklich machen, und sich damit in die richtige Stimmung zu bringen.

Die obligatorischen Literaturempfehlungen runden das Buch ab.

Fazit: Plaudereien, Tipps und Tricks für ein spielerisches Schreiben. Mit einem Schatz an Erfahrungen aus dem Schriftsteller-Alltag.

© 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 07.07.09

Julia Cameron, Von der Kunst des Schreibens … und der spielerischen Freude, die Worte fließen zu lassen, München 2003 (amerikan. Original 1999), 332 Seiten

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