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Jurgen Wolff ist ein erfolgreicher Drehbuch-Autor, und zudem Trainer und Coach für Kreativität und Schreiben. In diesem fröhlich-bunten Buch gibt er viele Tipps, wie man seine Kreativität kitzeln und seine Ideen verwirklichen kann.

Ich bin schon im letzten Jahr durch eine ehemalige Coachee und jetzige Freundin über Jurgen Wolff gestolpert. Sie hatte ihn mir ans Herz gelegt, weil sie meinte, dass wir ähnliche Dinge machen und ähnlich denken würden. Und damit hatte sie recht. Ich bin jetzt Jurgen-Wolff-Fan. 😉

Logisch, dass ich deshalb auch seine Bücher rezensieren wollte. Gelesen hatte ich sie eh. Bislang hat mich davon immer abgehalten, dass sie nur auf Englisch zu bekommen sind. Und ich wollte mit einem englischsprachigen Buchtipp keine Leser ausschließen, die nicht oder nicht genügend Englisch können.

Doch wie ich gerade einer Leserin in einer anderen Sache schrieb: Man kann es nicht allen recht machen. Und man wird immer wieder den einen oder anderen ausschließen. Also mache ich mir das jetzt nicht selbst zur „Verschluss-Sache“. 😉 Sie werden in Zukunft auch mal den einen oder anderen fremdsprachigen Buchtipp bekommen.

So, nun zu Wolff.

Der Autor ist von Haus aus „Berufs- und Vielschreiber“. Er schreibt für TV-Serien, Spielfilme und anderes mehr. Daneben arbeitet er als Trainer und Coach für Kreativität, Schreiben, Marketing, Selbstmanagement und NLP. Mit anderen Worten: Ganz auf meiner Linie. 😉

Mit seinem Buch will er helfen, Kreativität nicht dem Zufall zu überlassen, zumal wenn die Zeit knapp ist und wir sie dringend brauchen. Dazu gibt es vier Teile.

In Teil Eins gibt Wolff 25 Tipps für mehr Inspiration und Stimulation. Er zeigt, welche Rahmenbedingungen man verbessern kann, um Kreativität zu fördern. Und er nennt einige Kreativmethoden, mit denen man in einen „kreativen Zustand“ gelangen kann.

In Teil Zwei geht es um 25 Wege, um neue, innovative Ideen zu finden. Dahinter verbergen sich oft bekannte Kreativitätstechniken wie die Bisoziation, die Reizworttechnik, die Osborn-Checkliste, das kreative Team, der Ansatz, Ideen visuell darzustellen, und so fort. Sie heißen im englischsprachigen Raum (beziehungsweise bei Wolff) nur anders, und sie sind teils auch leicht abgewandelt.

In Teil Drei geht es darum, wie man Ideen umsetzen kann. Schließlich reicht es nicht, eine Idee nur zu finden, wenn sie dann in der Schublade verschimmelt. Wolff bringt Tipps aus dem Selbstmanagement wie etwa das Pareto-Prinzip, Outsourcing, den Plan B, Tipps gegen die Aufschieberitis und mehr.

In Teil Vier bringt Wolff schließlich die Beispiele von 25 Leuten oder Unternehmen, die ihre kreativen Träume und Ideen verwirklicht haben. Er stellt sie kurz vor und erklärt in ein, zwei Sätzen, was ihnen dabei geholfen hat oder geholfen haben mag.

Jurgen Wolff ist Fan des Prinzips, das Design dem Inhalt und der Funktion anzupassen. (Während ich eher der Meinung bin, man sollte es an seinen eigenen Stil anpassen, um seine Persönlichkeit und seine Art zu kommunizieren.) Deshalb ist dieses Buch auch – passend zum Thema Kreativität und dem, was man damit assoziiert – sehr farbig, bunt, reich bebildert, doch glücklicherweise nicht schrill.

Es ist zudem leicht verständlich und eingängig geschrieben.

„Fortgeschrittenen“ in Sachen Kreativität wird es vermutlich nicht allzu viel Neues bringen, doch für Einsteiger ist es ein guter Start in die Materie.

Dafür finde ich den dritten und teilweise auch den vierten Teil wirklich gut und „originär“. Denn viele Autoren belassen es dabei, wie man Ideen finden kann. Sie kümmern sich nicht darum, wie man diese auch umgesetzt bekommt.

Und auch die Erfolgsgeschichten motivieren, es den erfolgreichen Vorbildern nachzutun.

Fazit: Ein rundum gelungener Einstieg ins Thema Kreativität. Mit ein paar Highlights auch für „alte Hasen“. 😉

© 2011 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 08.02.11

Jurgen Wolff, Creativity now. Get inspired, create ideas and make them happen now, Great Britain 2009, 213 Seiten

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