Bleiben Sie auf dem Laufenden:
Newsletter lesen »
Feed lesen »




Was die Lehrer und Lehrtherapeuten Kasper und Emlein hier bieten, ist ein schöner, kompakter Rundumschlag zum Thema Kreativität, der weit über die im Titel genannten Techniken hinausgeht. Der Bogen spannt sich von der kreativen Persönlichkeit über den kreativen Prozess und Kreativität in Organisationen bis zum kreativen Selbstmanagement.

Was die Lehrer und Lehrtherapeuten Kasper und Emlein hier bieten, ist ein schöner, kompakter Rundumschlag zum Thema Kreativität, der weit über die im Titel genannten Techniken hinausgeht. Der Bogen spannt sich von der kreativen Persönlichkeit über den kreativen Prozess und Kreativität in Organisationen bis zum kreativen Selbstmanagement.

Los geht es mit einem ersten kürzeren Teil, der unter anderem nach den Merkmalen kreativer Menschen sucht. Was ist Kreativität? Was hindert oder fördert sie? Was macht eine kreative Persönlichkeit aus? Kleine Checklisten laden den Leser ein, zu reflektieren und zu überlegen, wie es damit bei sich selbst bestellt ist.

Den Kern des Buches bildet der zweite, große Teil mit den „Tools und Techniken für kreative Kicks“ aus dem Buchtitel. Die Techniken sind teils bekannte Kreativmethoden. Teils haben die Autoren sie umgearbeitet und mit einigen neuen Details versehen. Teils stammen sie auch aus anderen Disziplinen und werden hier sehr schön einem neuen Einsatzzweck zugeführt.

Da wären zum Beispiel:

  • Der Ideen-Generator (er fördert das kreative Assoziieren)
  • Mind Mapping (die bekannte Arbeitstechnik nach Tony Buzan)
  • Schreib-Dialoge (geht in Richtung kreative Schreibmeditation)
  • Die Vierfelder-Strategie (beschäftigt sich mit dem kreativen Lösungsprozess)
  • Herr und Frau Kreativität (lassen analog zum Inneren Team diverse Persönlichkeitsanteile zu Wort kommen)
  • Der Tapetenwechsel (ein kreatives Imaginieren analog zum Visualisieren)
  • Das Kreativitäts-Viereck (ahmt ein bisschen die Arbeit mit Systemaufstellungen nach)
  • Und Open Space (die bekannte Kreativitätstechnik für größere Gruppen und Veranstaltungen)

Schön finde ich auch den dritten, wieder etwas kürzeren Teil, der sich deutlich von anderen Büchern zu dem Thema unterscheidet.

Gut, die Phasen des kreativen Prozesses sind „Standard“ und begegnen auch in anderen Büchern. Ebenso die kleinen Tipps, wie man seine Kreativität im Alltag unterstützen kann. Auch der Abschnitt zur kreativen Organisation und wie man Kreativität im Unternehmen fördern kann, begegnet öfter.

Seltener ist dagegen der Teil zum „kreativen Selbstmanagement“. Hierunter verstehen die Autoren Fähigkeiten und Eigenschaften, die der Kreativität nützen oder schaden. Also zum Beispiel innere Schweinehunde und andere emotionale Störmanöver. Man merkt hier deutlich den Hintergrund der beiden als systemische Berater mit ihrem Interesse für psychologische Zusammenhänge und Persönlichkeitsentwicklung.

Eine Handvoll „Techniken“ wie die kreative Fragetechnik oder ein lösungsorientiertes (Selbst-) Coaching geben noch einmal „Tools“ für mehr Kreativität in die Hand.

Eine Checkliste zum „kreativen Projektmanagement“ schließt das Buch. Sie will helfen, mit ausgewählten Fragen ein kreatives Projekt besser umzusetzen.

Fazit: Eine interessante Abwechslung vom gebräuchlichen „Kanon“. Dazu nachvollziehbar gegliedert und schön strukturiert. Weniger in die Tiefe gehend, aber dafür zum schnellen Nachschlagen und praktischen Arbeiten geeignet. Ein guter Wurf.

© 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 27.10.09

Wolfgang Kasper, Günther Emlein: Querdenken. Tools und Techniken für kreative Kicks. Kirchzarten bei Freiburg, 2003

Bei amazon bestellen …
(Partner-Link, kleine Umsatzbeteiligung für mich)

Möchten Sie meinen Beitrag weiterempfehlen? Dann sage ich mal: Danke. :-)