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Michael Mary: Lebe deine Träume

Der Berater für Persönlichkeitsentwicklung und Beziehung Michael Mary bietet hier mal einen etwas anderen Ansatz, den Sinn seines Lebens zu finden: Über die bewusste Arbeit mit Lebensträumen, Traumbildern und Symbolen.

Vor ein paar Wochen habe ich dieses Buch des Beraters für Persönlichkeitsentwicklung und Beziehung Michael Mary in meinem Blog kurz erwähnt: In meinem Artikel „Suchen Sie nach dem gesellschaftlichen oder dem individuellen Lebenssinn“. Hier folgt jetzt die angekündigte Rezension.

Die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens liegt nach Mary in unseren Lebensträumen verborgen. Da diese aber nur indirekt auf unseren Lebenssinn hinweisen, wollen sie entschlüsselt werden.

Das Problem dabei ist: Für diese Entschlüsselung sind wir auf Symbole angewiesen. Und bei der Jagd nach diesen äußeren Symbolen bleiben wir nur allzuoft stehen, ohne unseren inneren Lebenszielen wirklich näher zu kommen.

So träumen wir davon, reich zu werden (äußeres Symbol), weil wir glauben, dass wir dann in Sicherheit sind (inneres Ziel). Aber viele Reiche leben in Angst und Schrecken, und bangen um den Verlust von Hab und Gut und sozialem Status.

Oder wir träumen davon, Erfolg zu haben (äußeres Symbol), weil wir glauben, dass wir dann etwas wert sind (inneres Ziel). Aber diese Koppelung ist trügerisch. Wenn der Erfolg wankt, die Finanzen schwinden, die Goldstimme bricht oder die Anziehungskraft auf das andere Geschlecht nachlässt, geht mit der Anerkennung durch die anderen zugleich auch der eigene Selbstwert verloren.

Deshalb müssen wir nach Mary zum Kern unserer Lebensträume vordringen. Nur so finden wir unseren wahren Lebenssinn. Nur so erkennen und erreichen wir die wahren Ziele oder besser vielleicht Bedürfnisse unseres Lebens.

Also: Wer ein Gefühl von Sicherheit verspüren möchte, sollte sich fragen, wie er das ohne äußere Symbole wie etwa ein dickes Bankkonto erreichen kann.

Und wer an seinem eigenen Wert zweifelt, sollte daran arbeiten, seine Qualitäten erkennen zu können, statt diese über andere Menschen oder äußere Symbole gespiegelt zu bekommen.

Als Hilfsmittel dafür schlägt der ursprüngliche Mime und Fan des Improvisations-Theaters Mary, wie gesagt, die Arbeit mit Träumen vor.

Er zeigt seinen Lesern Wege, bewusst zu träumen und den Sinn unserer Wunschträume zu hinterfragen. Frei nach dem Motto: Das, was wir Realität nennen, entsteht durch unsere Träume. Und träumend können wir sie deshalb auch gestalten und verändern.

Ein spannendes Buch, dünn, aber kein Leichtgewicht. Gerade die Unterscheidung nach äußeren Symbolen und inneren Zielen finde ich sehr wichtig.

Auch der Teil zu den „Widersachern“ unserer Lebensträume kommt gut.

Denn es sind in der Regel weniger die äußeren Umstände, die uns daran hindern, den Sinn unseres Lebens zu verfolgen. Es sind unsere eigenen Ängste und „Dämonen“. Es sind die Konventionen, denen wir blind folgen. Die negativen Glaubenssätze, die uns beeinflusst haben. Oder „die Stimme der anderen“, auf die wir hören.

Fazit: Wenn man von der etwas gewöhnungsbedürftigen Sprache mit „Dämonen“ und Co. absieht, ein rundum gelungenes Buch. Für so manchen kreativen Denkanstoß.

© 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 10.11.09

Michael Mary, Lebe deine Träume, Bergisch Gladbach 2006 (Erstausgabe unter dem Titel „Wie Lebensträume wahr werden“ 1996), 142 Seiten

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