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Für Michalko reicht es nicht, mit Wissen vollgestopft zu werden. Um erfolgreich zu sein, muss man auch wissen, wie man denkt. Seine Sammlung kreativer Denkmethoden samt eingestreuter Beispiele, wie sie von „kreativen Genies“ erfolgreich genutzt wurden, zeigt, wie es geht.

Achtung: Der deutsche Titel von Michael Michalkos „Erfolgsgeheimnis Kreativität“ könnte irreführen. In seinem Buch geht es nicht darum, inwiefern Kreativität wichtig für einen wie auch immer gearteten Erfolg ist.

Michalko stellt vielmehr Denkansätze und Methoden vor, mit denen man seine Kreativität fördern kann. Und er bringt dazu Beispiele von „kreativen Genies“, Erfindern und so weiter, die ähnlich gedacht oder gehandelt haben, und die damit Erfolg gehabt haben.

Sein Anliegen ist es, dem Leser zu zeigen, wie man „produktiver denkt“. Dazu gehören verschiedene Denkstile. Dazu zählt aber auch vor allem die Bereitschaft, selbst denken zu wollen.

In der Schule oder auch an der Uni mit Wissen vollgestopft zu werden, kann nicht die Antwort auf die Herausforderungen des Lebens sein. Nur wer gelernt hat, kreativer und damit produktiver zu denken, seinen Kopf wirklich zu gebrauchen, schöpft sein Potenzial voll aus und hat damit letztendlich auch mehr Erfolg. Worin genau, das bestimmt dann jeder selbst.

Entsprechend gliedert sich sein Buch in neun „Denkstile“, zu denen Michalko jeweils diverse Vorgehensweisen und Methoden nennt.

Also etwa:

  • Richtig sehen, mit seinem Perspektivwechsel und Einfühlungsvermögen
  • Visualisieren und sich ein Bild von seinen Gedanken machen, mit klassischen Techniken wie dem Mind Mapping, aber auch Methoden wie dem Visuellen Brainstorming
  • Ein „fließendes“ Denken, mit dem man möglichst viele Ideen produziert und diese ständig verbessert
  • Kombinieren und die unterschiedlichsten Gebiete und Ideen zusammenbringen
  • Bewusst nach dem Gegenteil suchen, wie zum Beispiel mit der Kopfstandtechnik
  • Vergleiche mit anderen Bereichen anstellen, nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten suchen, Analogien erkennen oder Collagen anfertigen
  • Einen Blick für Nebenprodukte bekommen, die sich eher durch Zufall einstellen, und ihren Wert beurteilen können
  • Gemeinsam nach Ideen suchen samt einiger Regeln für ein gutes, faires Miteinander
  • Und anderes mehr

Die Methoden erscheinen bei Michalko teils anders, als ich sie hier genannt habe. Das liegt an Übersetzung und anderem Sprachraum. Es liegt aber auch daran, dass sie bei Michalko wie bei anderen Autoren aus dem anglo-amerikanischen Raum eher nach ihrem Prinzip, weniger unter einem festen Namen geführt werden.

Also zum Beispiel eine Methode „beliebige Wörter“, die man miteinander verbindet, statt die bekannte „Lexikonmethode oder Reizwortmethode“ wie bei uns.

Ein Literaturverzeichnis und ein Stichwortregister runden das Buch ab. Viele Abbildungen und Grafiken lockern den, sonst eher trockenen, technischen Text auf.

„Mal eben schnell“ kann man dieses Buch definitiv nicht lesen. Statt gemütlicher Sofa-Runde oder Fahrt im Zug sollte man es eher Stück für Stück in Ruhe durcharbeiten.

Fazit: Eine schöne Zusammenstellung von kreativen Denkmethoden mit eingestreuten Beispielen, wie sie von „kreativen Genies“ erfolgreich genutzt wurden.

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 14.04.10

Michael Michalko, Erfolgsgeheimnis Kreativität. Was wir von Michelangelo, Einstein & Co. lernen können, Landsberg 2001 (am. Original von 1998), 240 Seiten

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