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Paul Watzlawick: Anleitung zum Unglücklichsein

Wenn wir Menschen eines besonders gut können, dann das, uns unser Leben selbst schwer zu machen.

Der Professor für Psychotherapie Paul Watzlawick war Experte für Dinge, mit denen wir uns gern ins Knie schießen. Sein bevorzugtes Jagdgebiet: Denkfehler, Missverständnisse, Kommunikationsprobleme und ähnliche Möglichkeiten, uns selbst zu Fall zu bringen.

In seinem knappen Büchlein „Anleitung zum Unglücklichsein“ hat er einige Highlights davon in eine witzige, ironische Form gegossen, die ungleich effektiver ist als der Versuch, wissenschaftlich seriös zu sein oder den Zeigefinger zu heben.

Millionen Leser haben ihm dies gedankt, lässt er sie doch über ihre Schwächen lachen, ohne sich angegriffen oder „irgendwie nicht ganz richtig“ zu fühlen. Und dass sich überhaupt Millionen Leser angesprochen gefühlt haben, dürfte auf die Brisanz des Themas hinweisen. 😉

Wenn Sie wissen wollen, wie Sie sich mit ausgefeilten (Denk-) Techniken das Leben selbst vermiesen können, dann sind Sie hier richtig.

Egal, ob wir uns damit blockieren, dass früher alles besser und eine glücklich beendete Beziehung eigentlich gar nicht so schlimm war (warum uns also auf die Zukunft freuen, wenn wir doch der Vergangenheit hinterhertrauern können) …

… oder ob wir dem harmlosen Nachbarn, von dem wir uns einen Hammer ausleihen wollen, erfolgreich eine finstere Einstellung uns gegenüber unterstellen (bis wir ihm besagten Hammer am liebsten selbst über den Schädel ziehen würden) …

… oder ob wir mit stillschweigenden Erwartungen, „nebelhaften Vorwürfen“ (Zitat) und anderen kommunikativen Desastern unsere Mitmenschen auf die Palme bringen (um uns selbst beweisen zu können, dass wir schon immer gewusst haben, dass der andere xx ist) …

… oder ob wir uns erfolgreich selbst etwas einreden (nur um es dann nach dem Gesetz der sich selbst erfüllenden Prophezeiung Wirklichkeit werden zu lassen).

Watzlawick entlarvt sie, die Denk- und Kommunikationsmuster, die eine so unheilvolle Wirkung entfalten können, bis wir im Netz unseres eigenen Unglücks verstrickt sind.

Fazit: Ein scheinbar harmloses Buch, das so unscheinbar (nämlich dünn) und locker-flockig daherkommt, aber die Wirkung eines K.O.-Schlags und heilsamen Augenöffners haben kann, wenn wir anfangen, unser Verhalten entsprechend zu hinterfragen. Absolut lesenswert.

© 2008 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 19.11.08

Paul Watzlawick, Anleitung zum Unglücklichsein, München 2004 (9. Auflage von 1983), 135 Seiten

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