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Mit ihrem Buchtitel “Perfekt schreiben” versprechen die Journalisten, Trainer und Coaches Markus Reiter und Steffen Sommer sehr viel. Marketingtechnisch ist das natürlich gewitzt. Aber das kleine Büchlein tut in der Tat eine ganze Menge, damit der Leser diesem Ziel ein wenig näher kommt.
Der Inhalt des Buches versucht ein bisschen, den Schreibprozess wiederzugeben.
Los geht es mit
- An den Leser denken: Mehrwert bieten und verständlich schreiben
- Klardeutsch schreiben: Gängige Regeln, wie man aktiver und lebendiger schreibt
- Weg mit den Marotten: Falsche Apostrophe, Denglisch und andere Sprachfehler
- Die Kunst des ersten Satzes: Vier kurze Einstiegsmöglichkeiten in einen Text
- Der Aufbau von Texten: Einige Beispiele, wie man Textformen wie Reden, Produktbeschreibungen, Pressemitteilungen oder Online-Texte aufbaut
- Sowie fünf kurze Tipps gegen Schreibhemmungen.
Im Anhang findet der Leser noch
- eine knappe Zusammenfassung einiger Highlights aus dem Buch
- eine Liste von “Pfuiwörtern”, also Ausdrücken, die man besser meiden sollte
- und eine Literaturliste.
Damit ist das Buch zwar vom Versprechen des Klappentextes noch weit entfernt, dass der Leser “Schritt für Schritt” lernt, wie man “einfache und klare Texte” schreibt. Schließlich ist das hier ein Sachbuch und kein Kurs. Aber der Leser gewinnt doch viele Anhaltspunkte, die ihm dabei helfen.
Wenn ich etwas bemängeln sollte, wären das allenfalls Kleinigkeiten.
- So sind die “Pfuiwörter”, die man meiden soll, sicher Geschmacksfrage.
- Beim Automatischen Schreiben (als Mittel gegen Schreibhemmungen genannt) geht es nicht darum, richtige und gute Texte zu produzieren. Im Gegenteil, wer danach strebt, verschärft meines Erachtens leicht seine Blockade, statt sie zu lösen. Hier wäre eine passende Mahnung angebracht gewesen.
- Und fremde Autoren wie Hemingway oder Kafka zu imitieren, würde ich eher empfehlen, um meinen Stil zu verbessern, weniger, um eine Schreibblockade loszuwerden.
Und Ähnliches mehr. Aber, wie gesagt, Kleinigkeiten.
Und natürlich kann das Buch nicht mehr als einen Einstieg bieten. Mehr ist einfach vom Platz her nicht drin.
Ansonsten ist “Perfekt schreiben” für mich aber ein sehr schönes, kompaktes Buch, um seine Schriftsprache und seine Texte zu verbessern.
Gut gegliedert, optisch aufgelockert und damit leicht zu lesen. Schön finde ich auch die eingestreuten Zusammenfassungen oder Zusatztipps, sowie die Gegenüberstellung von Vorher-Nachher-Beispielen bei einigen Formulierungen.
Fazit: Ein sehr schöner Einstieg in die Materie. Wirklich zu empfehlen.
© 2009 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 14.04.09
Markus Reiter / Steffen Sommer, Perfekt schreiben. München 2007 (2. Auflage), 126 Seiten
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