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Mit ihrem „Kreativitätstraining“ bringen die Psychologen Preiser und Buchholz grundlegende Erkenntnisse aus der Kreativitätsforschung einem breiten Publikum näher.

Was macht einen kreativen Menschen aus? Welche Bedingungen können unsere Kreativität fördern oder hindern? Ausgewählte Kreativtechniken … es ist alles da, und raffiniert analog zu den Stufen des kreativen Prozesses aufgebaut.

Jede Stufe bringt fundiertes Hintergrundwissen, kombiniert mit Denkanstößen, Checklisten, Selbsttests und vielen Übungen, die zum Ausprobieren und Mitmachen einladen. Ganz wie ein Trainingsprogramm eben.

Dabei arbeitet sich das Buch von Stufe zu Stufe hoch:

  • grundlegende kreative Fähigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale
  • kreativitätsfördernde und –hemmende Umweltbedingungen
  • Sinne schärfen und Neues entdecken
  • Probleme analysieren und Ziele klären
  • Informationen bereitstellen
  • auf Distanz zum Problem gehen
  • Einfälle entwickeln
  • Ideen bewerten und auswählen
  • Ideen ausarbeiten, präsentieren und verwirklichen

Kreativitätstechniken wie Mind Mapping, Assoziationen, Analogie, Synektik, Semantische Intuition, Lexikonmethode oder Kopfstandtechnik bereichern das ansonsten eher „psychologisch“ gehaltene Buch um einen technischen Teil.

Sschön finde ich auch das Fallbeispiel am Schluss des Buches, in dem der Gemeinderat der fiktiven Gemeinde Zeldik den schwindenden Fremdenverkehr auf Vordermann bringen will. So wird der vorher mit Theorie und Übungen abgehandelte kreative Prozess noch einmal an einem konkreten Beispiel deutlich.

Dazu kommen dann noch ein kleines Literatur- und Stichwortverzeichnis, und zwischendurch lockern immer mal einige Grafiken den Text auf.

Bis hierher würde ich jedem das Buch als kleines Highlight empfehlen. Jetzt kommt allerdings mein Wermutstropfen:

Zum einen könnte das Buch – trotz Trainingsprogramm – meines Erachtens noch übersichtlicher strukturiert sein. Das Layout wirkt unruhig, die vielen kleinen Informationshäppchen stören den Lesefluss.

Hinzu kommt, dass sehr viel Stoff auf engem Raum untergebracht ist. Die Fülle an Inhalten und Übungen droht den Leser schon mal zu erschlagen.

Dieses Buch ist in der Tat eine Art Trainingsprogramm und nicht zum Lesen da. Es ist ein Arbeitsbuch, das Stück für Stück durchgearbeitet werden will. Ein Steinbruch, in dem sich viele wertvolle Informationen und Anregungen finden lassen – wenn man genug Zeit mitbringt.

Fazit: Nicht leicht, das heißt eingängig zu lesen. Aber dafür schöne Übungsmöglichkeiten, seine Kreativität zu fördern. Psychologisch durchdacht.

© 2008 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 08.07.08

Siegfried Preiser / Nicola Buchholz, Kreativitätstraining. Das 7-Stufen-Programm für Alltag, Studium und Beruf, Augsburg 1997, 214 Seiten

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