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Mögen Sie sich? Verbessern Sie Ihr Selbstbild.

Wir machen uns das Leben häufig schwerer, als es sein muss. Ein Grund dafür ist, dass wir oft zu schlecht von uns denken. Und dieses negative Bild behindert uns an allen Ecken und Enden. So paradox es klingen mag: Wenn Sie ein gutes, erfolgreiches, glückliches Leben führen wollen, müssen Sie sich zunächst einmal selbst lieben.

Wir streben danach, unser Bild von uns Wirklichkeit werden zu lassen

Irgendwo habe ich den klugen Satz gelesen, dass wir immer versuchen, das Bild, das wir von uns haben, Wirklichkeit werden zu lassen. Wenn wir beispielsweise glauben, dass wir nicht schreiben können, werden wir uns schwer damit tun, es doch zu versuchen. Wenn wir überzeugt sind, dass wir nicht kreativ sind, werden wir auch nicht kreativ sein.

Das hat nichts mit höheren Mächten zu tun. Wir selbst werden uns unbewusst so verhalten, dass dieser Glaube von uns, dieses Selbstbild, Realität wird.

Was ist das – unser Selbstbild?

Unser Selbstbild setzt sich aus den Überzeugungen zusammen, die wir von uns selbst haben. Dazu gehören offensichtliche Fakten wie Name, Alter, Beruf und so fort. Aber auch, was wir über unser Aussehen denken, über unsere Stärken und Talente, über unsere Werte und Ziele, über die Erfahrungen, die wir gemacht haben, und das Umfeld, in dem wir leben.

Die Basis für diese Überzeugungen sind

  • die Art, wie wir uns selbst wahrnehmen
  • das Feedback und die Kritik von anderen und wie wir diese interpretieren
  • und wie wir nach unserem Gefühl in einem Vergleich mit anderen abschneiden.

Je positiver wir über uns denken, desto besser ist das für unser Selbstwertgefühl. Und je mehr wir von unserem „Wert“ überzeugt sind, desto besser können wir die Gaben des Lebens sehen und nutzen.

Wer also zum Beispiel glaubt, dass er nicht schreiben kann, wer sich diesen „Wert“ nicht zugestehen will, wird auch alles tun, um nicht dabei ertappt zu werden, dass er wirklich nicht schreiben kann. Er wird also den Stift gar nicht erst aufnehmen, nur um sich vor Flops und Misserfolgen zu schützen, die er drohend vor sich aufragen sieht.

Jemand, der glaubt, dass er schreiben (lernen) kann, wird dagegen Misserfolge erheblich leichter wegstecken und als Erfahrung und Lerngewinn verbuchen. Sein Bild von sich selbst wird nicht angekratzt, sein „Wert“ ist nicht bedroht.

Unser Selbstbild ist antiquiert – es braucht eine Generalüberholung

Das Problem ist, dass unser Bild von uns oft eher mau ist. Es geht bis in unsere frühen Kindesjahre zurück, und in diesem Alter sind wir noch nicht in der Lage, sowohl eigene Erfahrungen als auch das Feedback von außen differenziert zu betrachten. Wir nehmen die Meinung anderer als gegeben hin und hinterfragen sie nicht. Und da wir selbst noch so viel lernen müssen, gehen wir entsprechend unsicher durch das Leben. Neugierig, aber immer mit einem Bein in der Katastrophe. 😉

Das heißt, unser Bild von uns selbst ist zum einen veraltet und hat nur noch wenig mit der Realität von heute zu tun. Und es stammt überwiegend aus fremden Quellen, die mal mehr und mal weniger wohlmeinend gewesen sein können.

Es wäre höchste Zeit, dieses Selbstbild zu aktualisieren und zu verbessern. Wenn Sie können, indem Sie Stärken und „Schwächen“ gleichermaßen realistisch sehen. Wenn Sie sich damit schwer tun, zumindest, indem Sie nach dem Positiven an sich suchen und Ihre „helle Seite“ sehen.

So könnten Sie Ihr Selbstbild verbessern

Dazu könnten Sie zum Beispiel

  • Sich Ihr Bild von sich zunächst einmal bewusst machen. Schreiben Sie auf, wofür Sie sich halten und überlegen Sie mit dem Verstand von heute, ob und wo das überhaupt noch zutreffend ist.
  • Ihr Bild von sich hinterfragen. Sind Sie beispielsweise sicher, dass Sie nicht schreiben können? Kommen Sie … Nur weil Sie einmal einen Deutsch-Aufsatz vergeigt haben? 😉
  • Sich im Gegenzug all Ihre Stärken und Talente, Erfahrungen und Erfolge klarmachen.
  • Andere Menschen fragen, was diesen an Ihnen positiv aufgefallen ist.
  • Negatives Feedback von anderen Menschen vor deren eigenem Hintergrund zu sehen versuchen. Ein- und dieselbe Eigenschaft kann von fünf verschiedenen Leuten fünfmal anders interpretiert werden.
  • Mit den ewigen Vergleichen aufhören und sich als „Unikat“ und Original im wahrsten Sinne des Wortes begreifen.

Und noch so manches andere mehr.

Nur wer sich lieben kann, kann sich annehmen

Stärken Sie Ihr Bild von sich selbst. Machen Sie es nicht davon abhängig, dass alles immer rosarot in Ihrem Leben läuft. Viele Menschen tun sich schwer damit, Fehler zuzugeben oder Kritik zuzulassen. Sie gehen keine Risiken ein, um nur ja nicht zu scheitern. Sie bremsen sich aus und nutzen ihre Chancen nicht, damit ihr Bild von sich selbst keinen Schaden nimmt.

Wenn Sie dagegen das Positive sehen, können Sie auch die „Schwächen“ leichter vor sich und anderen zugeben und leben. Eine Grundvoraussetzung, um sich selbst wirklich anzunehmen und zu lieben.

Deshalb kommt hier noch einmal meine Frage aus dem Titel: Mögen Sie sich? Wenn nein, wäre es vielleicht Zeit, Ihr Selbstbild zu verbessern. Mmh? 😉

Wenn Sie möchten, können Sie das auch in meinem kleinen Live-Online-Kurs tun „Erkenne dich selbst. Entdecken Sie Ihr Ich.“

© 2010 Heike Thormann, Erstveröffentlichung 06.11.2010

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